Zum Glück, möchte ich schreien, findet die WM 2010 so weit entfernt von Europa statt. Zum Glück hört man immer wieder von Korruption und Gewalt in diesem Land. Zum Glück schreckt Südafrika mehr ab, als dass es anzieht. Zum Glück wollen deshalb viel weniger Fans nach Südafrika reisen, um live dabei zu sein, als zum Beispiel 2006 in Deutschland. Der Aufschrei wäre größer, so ist es mir fast egal.
Aber trotzdem finde ich es unerhört, wenn ein Drittel aller Eintrittskarten gar nicht erst in den Verkauf kommen. Ganze 1 Million Tickets werden direkt für Sponsoren, FIFA-Mitglieder und Spieler reserviert. Dann aber, liebe FIFA, mosere in wenigen Monaten nicht über leere Stadien oder fehlende Stimmung, wenn ein Drittel in den Arenen schonmal für Businessbesucher reserviert sind. Bitter!
Ansonsten ist es doch immerhin erfreulich, dass schon über 350.000 Eintrittkarten an Südafrikaner abgesetzt wurden. Von 480.000 Tickets, die im Gastgeberland bleiben. 1,5 Millionen Tickets sind für ausländische Fans reserviert. Hier hält sich der Ansturm noch in Grenzen. Obwohl die Teamserien von Brasilien und England ausverkauft sind und es kaum noch Einzelkarten gibt, sind gerade einmal 300.000 Karten verkauft.
Was dabei überrascht: Die meisten gingen in die USA! Erst dann folgen Großbritannien und Deutschland. Ein Zeichen, dass soccer in den Vereinigten Staaten immer mehr Anhänger findet oder einfach, dass europäische Fans reisefaul sind oder doch zuviel Angst vor Südafrika haben?
Ich weiß es nicht, sage aber: “Zum Glück findet die WM 2010 in Südafrika statt!”
WeiterlesenGestern sind wir also ein wenig schlauer. Die FIFA hat die Playoff-Spiele ausgelost. Noch vier Teams werden über die Extra-Runde den Weg nach Südafrika finden. Doch das große Teilnehmerfeld steht schon fest. Darunter der Großteil der Favoriten auf den Titel. Damit beginnt allmählich auch die Zeit der Sportwetten. Langsam kommen die Anbieter aus ihren Löchern und lassen schon jetzt auf den Weltmeister tippen.
Ich weiß noch, dass ich vor fast vier Jahren schon Monate vor dem Anpfiff zum ersten Spiel meine Wette abgegeben hatte. Damals hat mich ein Angebot gelockt. Als Neukunde bekam ich für den Einsatz ein Trikot meiner Lieblingsmannschaft und hätte bei Eintreffen meines Tipps (Brasilien) auch noch gut abgeräumt. Aktuell habe ich noch kein Angebot in diese Richtung gesehen. Aber schon jetzt gibt es zur WM zahlreiche Wetten.
Ganz vorne dabei die gewohnten Verdächtigen.
Bei Interwetten genießen Brasilien und Spanien die größte Gunst. Für zehn Euro gäbe es hier 60,- Euro zurück. Das ist für Brasilien, wenn ich mich richtig erinnere die selbe Quote, wie zur WM 2006. Bei Spanien bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob die ihren EM-Erfolg wiederholen können.
Ebenso die 7er-Quote für England finde ich extrem überraschend. Die Insulaner gelten nicht unbedingt als große Turniermannschaft der letzten Jahre. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es 2010 anders sein sollte.
Dann doch eher Deutschland, die mit 10er-Quote vernünftig dastehen und im oberen Bereich angesiedelt werden. Zusammen mit Argentinien, die sich trotz Holperquali und wohl speziell wegen Super-Diego fast traditionell als Favorit gehandelt werden müssen.
Überraschend, dass mit Frankreich, Portugal und Russland zwei noch nicht qualifizierte Teams auf den Rängen acht, neun und elf gelistet werden. Dazwischen lauert die Elfenbeinküste und direkt dahinter die versammelte afrikanische Macht (Ghana, Südafrika, Kamerun).
Also wieder die üblichen Verdächtigen an der Spitze. Aber die Zusammenstellung der Quoten werde ich wohl nie verstehen.
Aus meiner Sicht würde Spanien weiter nach unten rücken, ebenso wie England, dafür aber Italien (aktuell 6. bei Interwetten) mindestens zwei Plätze hochrücken. Mein WM-Tipp bleibt aber mal wieder bei Brasilien.
Was ist mit euch: Wenn ihr heute den Weltmeister 2010 tippen müsstet, wer wäre bei euch ganz oben?
Ach ja… Deutschland ist aus meiner Sicht zumindest auf Halbfinalkurs…
WeiterlesenEigentlich sollte Milivoje Novakovic heute zurück nach Köln reisen. Aber der Stürmer entschied sich mal wieder gegen seinen Verein und für die Nationalmannschaft. Auch am Mittwoch möchte der Angreifer gegen San Marino auflaufen und sich den Traum von der WM-Teilnahme erfüllen.
Eigentlich verständlich. Normalerweise kein Problem. Schließlich können sich Spieler durch Erfolge mit ihrem Land Selbstvertrauen holen. Gerade, wenn man für einen zuletzt weniger erfolgreichen Verein spielt, sind Siege mit der Nationalelf doppelt wichtig. Für den Spieler und somit auch für seinen Klub.
Wenn da nicht das Problem wäre, dass Nova zuletzt schon für Slowenien auflief und sich danach für den FC wieder krank meldete.
Seine Adduktoren schmerzen und lassen ein Einlaufen im FC-Dress nicht zu.
Da wäre dann eine Pause umso wichtiger. Gegen die Slowakei hat Nova 90 Minuten durchgespielt. Eigentlich gut für uns. Das zeigt, dass er fit ist. Aber ich bin skeptisch geworden. Mal sehen, was seine Adduktoren sagen, wenn er nach Köln zurück kehrt.
Zudem macht er es den Verantwortlichen wahrlich nicht leicht.
Soldo braucht einen fitten und treffsicheren Stürmer.
Köln braucht seinen Goalgetter!
Aber der Verein benötigt auch Ruhe. Gerade, da es sportlich alles andere als glänzend lief, ist Ruhe umso wichtiger. Volle Konzentration auf das Wesentliche. Nebenkriegsschauplätze helfen da nicht weiter.
Zumal es klare Absprachen gab: Novakovic, so hatte man sich dann doch geeinigt, sollte gegen die Slowakei ran, dann aber zurück, um mit dem Team die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen Mainz zu bestreiten. Overath hatte schon ein Gespräch mit dem 30-jährigen für heute angekündigt. Das fällt nun erstmal flach.
Nova wird wohl erst am Donnerstag bei uns eintreffen. Ob dann noch Zeit bleibt, sich von den Länderspiel- und Reisestrapazen zu erholen, um gegen FSV fit zu sein? Ich mag es bezweifeln.
So hilft er Köln einfach nicht weiter… und ab und an denke ich schon: Wäre er im Sommer mal lieber gegangen…
Aber vielleicht geht es ja nur genau darum. Dass er weg will. Weg von Köln und seine große internationale Karriere starten… mit 30. Viel Glück, Nova!
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Clever und zwingend notwendig, da Cheftrainer Oral nebenbei den Trainerschein machen muss. So hat man in der cheftrainerfreien Zeit einen erfahrenen Mann (u.a. Ex-Trainer vom FC St. Pauli) am Spielfeldrand bzw. auf dem Trainingsplatz.
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