Die Suche geht also weiter. Nachdem der 1. FC Köln im Sommer nicht fündig geworden war, soll nun im Winter die neue Kreativkraft her.
Das Anforderungsprofil ist klar.
Ein Mittelfeldspieler mit Spielmacherqualitäten.
Einsatzgebiet soll das rechte Mittelfeld werden. Quasi das Pendant zu Ehret.
Technisch beschlagen.
Führungsqualitäten.
Auge für den Mitspieler.
Torgefährlich.
Der FC spielt sich zu wenig Chancen heraus. Soldo will unbedingt ein System mit zwei Sechsern (Petit, Maniche), zwei offensiven Außen (Ehret, Mister X) und zwei Stürmern (Novakovic, Podolski) durchsetzen.
Freis wird den Anforderungen des rechten Flügelmannes nicht gerecht, da er nicht die technischen Fähigkeiten mitbringt, sondern eher über den Kampf und seine Schnelligkeit kommt und somit der perfekte Konterstürmer ist.
Nemanja Vucicevic wäre so ein Mann gewesen, den Soldo jetzt braucht, doch der wurde im Sommer ziehen gelassen. Er steht mittlerweile bei Hapoel Tel Aviv unter Vertrag und hat dort in drei Liga und vier Champions League-Spielen je einen Treffer erzielt.
Also müssen die Geißböcke wildern. Woanders und am Besten bei der Konkurrenz, denn schließlich soll der Neue sofort weiterhelfen und idealerweise richtig einschlagen. Für die große Nummer reicht das Geld nicht. Somit liegt nahe, sich auf der Reservebank anderer Bundesligisten zu bedienen. Diese Spieler kennen zumindest Land und Liga.
Wen hätten wir da in der Auswahl?
Daniel Baier (VfL Wolfsburg)
Der 25-jährige hat auch unter Armin Veh keine Chance. Nachdem er schon in der letzten Saison an den FC Augsburg ausgeliehen wurde und dort 23 Partien (1 Tor) bestritt, stand er in dieser Saison erst ein Mal auf dem Rasen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Ein Verkauf im Winter für eine kleine Summe würde immerhin etwas Geld in die VfL-Kassen spülen. Zu Münchner Zeiten (2 Tore, 10 Vorlagen für TSV 1860 in der Saison 2006/2007) war er ein großes Talent. Diese Leistungen konnte er seit seinem Wechsel nach Niedersachsen nicht mehr abrufen. Aber Talent ist vorhanden.
Spielfeldrand-Chance: 80%
Spielfeldrand-Nutzen: 70%
Alexander Baumjohann (FC Bayern München)
Letzte Saison wurde der 22-jährige in Gladbach gefeiert, mittlerweile ist er komplett untergetaucht. Je ein Spiel in Liga und Pokal stehen bisher zu Buche, nachdem er 2008/2009 28 Partien (3 Tore, 8 Vorlagen) absolvierte. Die Konkurrenz in München ist groß und trotz der Ausfälle von Ribéry und Robben fand er nicht in die Mannschaft und wurde selbst von Thomas Müller überholt. Der FCB will im Sommer ausmisten, Baumjohann steht auf der Liste. Aber weiterhelfen würde er Köln wohl eher nicht. Zu unsicher, ob es sich nicht um eine Eintagsfliege gehandelt hat.
Spielfeldrand-Chance: 60%
Spielfeldrand-Nutzen: 20%
Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart)
Der 30-jährige Spielmacher hat seine beste Zeit hinter sich. Aktuell schlägt er sich mit Verletzungen und Formschwächen herum. Wenn ein Mann seiner Klasse fit ist, dann hilft er jedem Team weiter. Köln hat mit Petit und Maniche da schon gute Erfahrungen gemacht. Aber er ist nicht fit. Zumindest aktuell nicht. Am letzten Spieltag gab er in der 81. Minute sein Saisondebüt (Gladbach). Man wird abwarten müssen, wie er die nächsten Partien zum Einsatz kommt. Im Moment muss man eher spektisch sein. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, er sollte also nicht so viel Ablöse kosten, dafür aber einiges an Gehalt verlangen. Wenn, dann nur leistungsbezogen!
Spielfeldrand-Chance: 40%
Spielfeldrand-Nutzen: 30%
Ashkan Dejagah (VfL Wolfsburg)
Hoch veranlagt, aber immer wieder für ein Skandälchen offen und zudem Formschwankungen unterzogen. Technisch ein genialer Spieler, der aber anscheinend den richtigen Trainer braucht, der seine Energie in richtige Bahnen lenkt. Der 23-jährige befindet sich im Tief und könnte bei einem passenden Angebot wohl gehen. Erst recht, da 2010 sein Vertrag bei den Wölfen endet. Dejagah bestritt in dieser Saison sieben Ligaspiele, davon allein fünf nur als Einwechselspieler. 2007/2008 hatte er seine beste Saison, an deren Ende acht Tore für ihn zu Buche standen. Ich denke, Köln hat genug Theater, um sich auch noch um Dejagah zu kümmern. Zudem zu teuer.
Spielfeldrand-Chance: 10%
Spielfeldrand-Nutzen: 50%
Markus Feulner (Borussia Dortmund)
Ein alter Bekannter in Köln. 2004 kam er vom FC Bayern München an den Rhein und zog 2006 weiter zum FSV Mainz 05. Der 27-järhige braucht volle Rückendeckung und viele Freiheiten, um sein Potenzial abrufen zu können. Zudem ein Spieler, der sich nicht schont. Allerdings muss er sich die Frage gefallen lassen, ob er zu schwach für die erste Liga ist. Eine Klasse tiefer traf er letzte Saison sieben Mal und legte unglaubliche 16 Mal auf. Beim BVB ist er nur Ergänzungsspieler (3 Einsätze nach Einwechslungen). Er ist zudem zentral stärker. Mit 27 Jahren muss er sich beweisen, hat aber noch einen Vertrag bis 2012. Maximal eine Leihe wäre möglich, wenn Dortmund auch einen Teil des Gehalts übernimmt.
Spielfeldrand-Chance: 25%
Spielfeldrand-Nutzen: 50%
Daniel Gunkel (FSV Mainz 05)
Den 29-järhigen wird Mainz wohl kaum ziehen lassen, obwohl er über ein Jahr verletzt ausgefallen ist. Davor war er Leistungsträger und Torjäger. Aktuell ist es für ihn schwer in die starke Mainzer Mannschaft zu finden (4 Spiele, 1 Tor), aber seine Zeit wird kommen. Zudem benötigt Tuchel im Laufe der Saison Alternativen. Zudem wie bei Bastürk die Frage nach der weiteren Verletzungsanfälligkeit.
Spielfeldrand-Chance: 5%
Spielfeldrand-Nutzen: 30%
Daniel Jensen (Werder Bremen)
Die Verpflichtung des 30-jährigen wäre die wohl größte Überraschung. Nach sich der Däne im vorletzten Jahr in die Stammelf gespielt hatte, warf ihn eine Verletzung wieder zurück. Jetzt kommt er allmählich wieder in Tritt, sieht sich aber starker Konkurrenz gegenüber. In dieser Saison ist er ohne Einsatz in der Bundesliga, wurde aber in der Europa League gegen Austria Wien erstmals eingewechselt. Ich denke, dass bis zur Winterpause noch einige Minuten hinzukommen würden. Seine Erfahrung und die Mischung aus Technik und Kampf könnte Köln gut tun. Man muss seine Fitness weiter beobachten und sich bewusst sein, dass er kein reiner Flügelspieler ist. Dafür könnte er auch auf der Sechs aushelfen.
Spielfeldrand-Chance: 10%
Spielfeldrand-Nutzen: 70%
Eugen Polanski (FSV Mainz 05)
Hier gilt wohl das Selbe, wie bei seinem Teamkollegen Gunkel. Seine Zeit wird kommen. Mit großartigen Anlagen ausgestattet und dank seiner Zeit in Spanien ungemein gereift. Allerdings mit einer Verletzung in die neue Herausforderung gestartet. Der 23-jährige startet jetzt mit den ersten “Gehversuchen”. Ein starker Spieler, aber wie Jensen eher im Zentrum besser aufgehoben.
Spielfeldrand-Chance: 5%
Spielfeldrand-Nutzen: 60%
Jan Simak (VfB Stuttgart)
Sein Name geisterte im Sommer schon mal kurz durch Köln. Aber große Fragezeichen zieren seinen Karriereweg. Fußballerisch unbestritten ein starker Spieler mit außerordentlichen Fähigkeiten. Dafür leider immer wieder mit psychischen Problemen, die ihn zurück werfen. Braucht Streicheleinheiten und vollstes Vertrauen, um funktionieren zu können. Der Vertrag des 32-jährigen läuft im Sommer aus, ein Abschied zeichnet sich ab. Aber wohl eher nicht nach Köln, da sich hier (zentrale) Probleme mit Maniche und Podolski ankündigen könnten.
Spielfeldrand-Chance: 15%
Spielfeldrand-Nutzen: 40%
Markus Steinhöfer (Eintracht Frankfurt)
Dieses Jahr hat sich der 23-jährige sicher anders vorgestellt. Im letzten Jahr war er noch unumstrittener Stammspieler, der zehn Tore vorbereitete und drei Mal selber traf. Zudem ein richtiger Flügelspieler, der auch mal links aushelfen könnte. Unter Michael Skibbe durfte Steinhöfer erst vier Mal ran. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler würde zudem Erfahrungen aus Österreich (32 Spiele, 2 Tore, 8 Vorlagen für Red Bull Salzburg) mitbringen. Ein Wechsel scheint möglich, wäre aber eine harte Nuss. Vielleicht kein sofortiger Führungsspieler, aber eine Verstärkung mit Perspektive.
Spielfeldrand-Chance: 50%
Spielfeldrand-Nutzen: 70%
Albert Streit (FC Schalke 04)
Der 29-järhige wäre ebenfalls ein alter Bekannter. Ich bin bekennenderweise ein Fan von Streit, da er zwar polarisiert, aber immer 100% gibt. Ich mag solche Typen, die kämpfen und auch mal anecken. Spielerisch ohnehin ein Gewinn. Er muss sich nur unterordnen. Aktuell kann er ohnehin keine Forderungen stellen, nachdem ihn Magath suspendiert hat. Er wäre also zu haben, Schalke froh ihn von der Gehaltsliste zu haben. Stellt sich nur die Frage nach den eigenen Ansprüchen, die Streit noch hat.
Spielfeldrand-Chance: 60%
Spielfeldrand-Nutzen: 80%
Fazit
So viel gibt der Markt also nicht her. Bei manchen Kandidaten ist eine Verpflichtung unrealistisch und bei anderen sollten man Abstand nehmen. Daniel Jensen wäre ein echter Knaller. Jan Simak und Yildiray Bastürk wären nur mit stark leistungsbezogenen Verträgen sinnvoll. Ashkan Dejagah und Markus Feulner wären kritisch zu beäugen.
Albert Streit würde absolut ins Raster passen, müsste dann aber Gehaltsabstriche hinnehmen und sich wieder auf das Sportliche konzentrieren. Fragwürdig, ob man in Köln einen zweiten Versuch mit ihm startet.
Die besten realistischen Chancen bestünden bei Daniel Baier und Markus Steinhöfer. Beide bringen gewisses Potenzial mit, das aber vorrangig auf ihrem Talent beruht. Schwierig zu sagen, ob sie sofort weiterhelfen können. Als Vorgriff auf die kommende Saison aber durchaus sinnvoll. Erst recht, da sie auch flexibel einsetzbar sind. Mit wäre ein Spieler aus diesem Duo weitaus lieber, als irgendein unbekannter und nur halbwegs gecasteter Spieler aus dem Ausland, den man auch erstmal integrieren muss.
In der Kölner Gerüchteelf, die ich im Sommer aufgestellt hatte, taucht noch José Ernesto Sosa auf, der aber mittlerweile wieder in seine Heimat zurück gekehrt ist. Gegen van der Vaart hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden, nur müsste dann Soldo sein bevorzugtes System umstellen und das geht nun mal gar nicht ![]()
[Die Spielfeldrand-Chance gibt meine Einschätzung wieder, wie realistisch ein Transfer wäre. Der Spielfeldrand-Nutzen spiegelt meine Einschätzung über den Sinn eines Transfers wieder.]
WeiterlesenGrabbelkiste Bundesliga
Es geht los… oder weiter?
Transfergeschacher, Gerüchte und Angebote in jeder Ecke. Mitten im Spielbetrieb. Im absoluten Niemandsland zwischen zwei Transferfenstern werden die nächsten Deals schon eingefädelt oder angeleiert.
Bestes Beispiel FCB
Die Bayern veräußerten unter der Woche José Ernesto Sosa an Estudiantes in Argentinien. Das Mittelfeldtalent (ist es überhaupt noch eins?) wird umgehend ausgeliehen? Das geht? Ich bin verwirrt. Er stand doch im offiziellen Kader der Münchner. Drei Bundesligaspiele hat er absolviert. Ein Verkauf ist also nicht möglich. Aber eine Leihe geht immer? Wenn ja, dann braucht man auch keine Transferfristen mehr, oder? Einfach einen Wunschspieler für ein halbes Jahr ausleihen und danach fest kaufen. Kann man sich ja per Vorkaufsrecht schon festschreiben lassen.
Ich dachte immer, nur vereinslose Spieler können sich auch nach Schließen des Transfermarktes noch einem Verein anschließen.
Merkwürdig.
Aber Bayern geht gleich mal weiter und bietet prompt weitere Spieler zum Verkauf an… natürlich für die Winterphase… schon klar…
Mit Baumjohann findet sich gleich das zweite (überschätzte?) Talent wieder. Genauso wie Breno. Görlitz darf auch und Lell ja sowieso jedes Jahr. Zudem wird auch über die Herren Toni und Timoschtschuk spekuliert. Toni war ja absehbar. Seinen Abgang hätte ich schon im Sommer erwartet, aber dass man den 11-Millionen-Sommereinkauf so schnell fallen lässt, wirkt schon befremdlich. Sollte es schon kommen, sehe ich schon Hoeneß’ roten Kopf, der sich verfehlte Einkaufspolitik vorhalten lassen muss… direkt zum Abschied…
Bei Breno könnte ich mir gar – nach der Sache mit Sosa – eine sofortige Leihe zum FC Sao Paolo vorstellen…
Doch Bayern ist nicht allein
Auch im hohen Norden wird munter spekuliert.
Der HSV kann einfach nicht von van der Vaart lassen und wird stetig ins Spiel gebracht. Egal, ob man nun einen Stürmer sucht oder nicht. VdV zieht immer. Und wenn das so weitergeht, dass der Holländer auch im Sommer keinen neuen Vertrag findet, rückt in meinen Augen sogar eine Ausleihe in den Bereich des Möglichen… gern auch nach dem Transferfenster… irgendwann mitten im April. Also rechtzeitig im Meisterschaftsendspurt.
Was vorne passiert, muss hinten ausgeglichen werden und so fällt bei den Hamburgern gar der Name Robert Enke.
Nur warum, ist hier die Frage. Klar, der Rost wird nicht jünger. Aber Enke ist auch “nur” vier Jahre jünger und auch schon jenseits der 30. Gerade, wo immer mehr junge Torhüter beweisen, dass man auch schon früh konstant gute Leistungen abrufen kann, sollte man bei den Rothosen nicht unbedingt auf Enke bauen, nur um einen weiteren Nationalspieler im Kader zu haben.
Dann lieber mit Rost einen noch immer fitten und überragenden Führungsspieler Jahr um Jahr verlängern, um dann auf einen Mitzwanziger zu bauen.
Wahrscheinlich könnte ich hier jeden Verein durchgehen.
Überall wird geplant und wer weiß was nicht schon alles verhandelt. Nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern auch sehr offen, so dass wirklich die Frage erlaubt sein muss, welchen Sinn Transferperioden heutzutage noch ausmachen.
Antworten sind gern gesehen… und gelesen… und werden kommentiert…
WeiterlesenKeine Ahnung, vielleicht ist das nur ein absolut subjektives Gefühl, dass keiner Realität entspricht. Vielleicht war es schon immer so, aber mir ist es bisher noch nie so bewusst gewesen. Vielleicht habe ich mittlerweile mehr einen Blick dafür. Aber möglicherweise habe ich auch recht und es war noch nie so auffällig, wie jetzt.
Kann es sein, dass in diesen Monaten – außerhalb der offiziellen Wechselphase – viel mehr spekuliert und verhandelt wird, als früher?
Es fühlt sich zumindest so an.
Früher war es ziemlich klar. Am 31. August schließt das Transferfenster. Wechsel danach waren in der Regel nicht mehr möglich. Maximal noch mit vereinslosen Spielern, was aber selten in Betracht gezogen wurde. Wer bis zum 31. August keinen Verein gefunden hatte, konnte sich quasi darauf einstellen einige Monate arbeitslos zu sein.
Wenn die Deadline abgelaufen war, blieben für mich die eigentlichen spannenden Themen im Fußball weg.
Ja, ich liebe Transfers. Die Sommerpause war für mich keine langweilige Zeit. In diesen Monaten habe ich den Kicker meist intensiver gelesen, als über den Rest des Jahres. Alltagsgeschichten waren toll, aber mehr auch nicht. Transfers waren spannend.
Eigentlich schien es für mich wie ein Gesetz.
Nun ist es anders.
Natürlich sind mittlerweile mehr Newsangebote (und Blogs) im Netz zu finden, die täglich ihre Rubriken füllen wollen. Ohne Zweifel wird dadurch mehr aufgewühlt, als im Printbereich möglich wäre. Sicherlich sind viele Gerüchte dabei, besonders wenn 4-4-2.com berichtet.
Aber es passiert was. Der Markt ist in Bewegung.
Wie heute der Wechsel von Skela gen Koblenz beweist. Tapalovic ist bei Lautern im Gespräch. Bei van der Vaart ist es ruhig geworden, aber bleibt es dabei? Zudem planen Teams schon jetzt ihre Wechsel für die Winterphase… oder gar den Sommer 2010. Skurril.
Mich freut’s.
Aber woran liegts?
Vielleicht an den schmalen Budgets der Klubs, die etliche Profis (notgedrungen) vor die Tür gesetzt haben im Sommer?
Wisst ihr’s?
Es geht auf die Transferzielgerade. Bis Montag können noch neue Spieler an Land gezogen werden. Auch der 1. FC Köln sucht noch. Doch die gehandelten Spieler kommen und gehen auch wieder.
Zuletzt Tuncay, bei dem es schon richtig gut aussah. Ümit Özat bekräftigte, dass der türkische Stürmer zum FC will. Doch mittlerweile hat er bei Stoke City unterschrieben. Wie im Übrigen auch Huth, der in Deutschland glaube ich nirgends gehandelt wurde.
Kringe ist raus. Van der Vaart ist ein schönes Gerücht, aber eben auch nicht mehr.
Nün rückt wieder Yannick Djalo in der Vordergrund. Der 23-jährige könnte von Sporting Lissabon losgeeist werden, wenn diese den Offensivspieler ausleihen werden. Ob’s tatsächlich so kommt? Ich glaub’s eher nicht, schließlich reicht es auch am Geißbockheim nicht, einfach nur Portugiese zu sein.
Vucicevic scheint nach der Vorgeschichte unrealistisch. Andererorts werden noch Namen gehandelt, die entweder auch in Köln schonmal im Gespräch waren oder aber durchaus interessant erscheinen.
Mal sehen, welche Namen noch gehandelt werden… und wieder verschwinden. Vielleicht kommt am Ende auch gar keiner mehr.
WeiterlesenAuf Grundlage der Auflistung des Spielbeobachters ergänzt mit den Erkentnissen von heute habe ich mal eine Startelf des 1. FC Köln zusammen gebastelt, die sich ausschließlich durch gehandelte Spieler und Gerüchten zusammensetzt. Da sind schon einige Granaten dabei, die man sich gut in Köln vorstellen könnte… aber kaum bezahlbar wären.
————— Miller —————
Seitaridis – Evaldo – Onyewu – Raitala
——– Elano —— Geremi ——–
– Sosa ——————- Simak –
———– van der Vaart ———–
————– Tuncay ————–
Mit Faubert, Evaldo, Costea, Kringe, M’Bami, Anas Sharbini, Spahic und Tanase hätten wir zudem Spieler im Angebot, die eine gewisse Klasse oder aber zumindest ein entsprechendes Talent besäßen.
Laut transfermarkt.de beliefe sich der Marktwert dieser ersten Elf auf 62,6 Millionen Euro. Unsere reale Startelf käme auf 50,8 Millionen. Und trotz allem, mit der aktuellen Mannschaft bin ich im Ganzen zufriedener als mit der Gerüchte-Elf.
Welcher Blogger von anderen Mannschaften hat noch Zeit und Lust eine ähnliche Aufstellung zu ermitteln? Würde mich interessieren, wie es bei euch aussieht. Danke im Übrigen an den Spielbeobachter für die Super-Vorarbeit
Schlechtes Wortspiel, ich weiß, aber es passt so treffend schön.
Ich habe mich ja letztens schon intensiv(er) mit Florian Kringe auseinander gesetzt. Ein Spieler, den ich mag, der aber im Moment nicht ins Team passt. Nun überschlagen sich die Meldungen schon wieder. Mit dabei jemand, den ich im Kringe-Beitrag auch schon erwähnt hatte: Albert Streit.
Der Flügelflitzer hat unter Magath keine Chance mehr für S04 aufzulaufen und befindet sich deshalb auf Klubsuche. Der FC soll irgendwie ein loses Interesse haben. Vielleicht. Und im Gegensatz zu Kringe könnte ein Streit-Transfer in gewissem Maße schon passen. Schließlich wollen wir unsere Flügel verstärken. Idealerweise mit einem kreativen Spieler. Passt beides wunderbar auf Streit. Allerdings mit einigen Fragezeichen:
Auf rechts ist Freis gesetzt. Zu recht! Streit hätte es somit auch hier schwer sich durchzusetzen. Erst recht, weil…
Freis in den letzten Jahren Spielpraxis sammeln konnte. Ganz im Gegensatz zu Streit, der in den letzten beiden Jahren bei der Eintracht, dem HSV und eben Schalke nur Teilzeitarbeiter war.
Schön, dass die Journalie vermehrt an den FC denkt, aber irgendwann wird’s einfach absurd.
Genau, wie bei den Gerüchten über einen Wechsel von van der Vaart ans Geißbockheim. Selbst, wenn der Spielmacher ablösefrei zu haben wäre, wie sollen wir dessen Gehalt bezahlen. Oder finden sich hier wieder solarstromige Investoren, die das für uns übernehmen?
Naheliegender wäre da schon eher ein Transfer von Jan Simak. Der hat zwar im Pokal seine weiterhin unbestrittene Klasse aufblitzen lassen, ist beim VfB Stuttgart aber nicht mehr erwünscht. Vom Profil der ideale Spieler für Köln. Er ist technisch eine Granate, wäre verhältnismäßig preiswert zu haben und kann sowohl zentral als auch links spielen. Besser geht es nicht.
Wenn, ja wenn da nicht seine Vorgeschichte wäre. Die schreckt ab. Immer wieder sucht der hochveranlagte Spieler einen erneuten Anlauf und scheitert doch immer wieder an sich selbst. Schade, aber da sollten wir Abstand nehmen. Ein potenzieller Unruheherd mit Maniche genügt mir.
Einer, der auch nicht immer einfach, weil direkt ist, aber immerhin seine Leistung bringt, ist Novakovic. Und mittlerweile häufen sich die Gerüchte über einen Abschied des Stürmers. Nun soll Werder Bremen dran sein. Uff! Wenn die ihn haben wollen, dann wird es schwer für Köln. Erst recht, da im Moment wenig nach Friede-Freude-Eierkuchen aussieht. Das wäre ein riesiger Verlust, weil Poldi als Alleinunterhalter überfordert scheint und unbedingt einen Sturmpartner benötigt, der ihm etwas Druck nimmt. Das geht nunmal nur mit einem Angreifer, der selbst große Klasse besitzt und dadurch Abwehrspieler bindet: Nova eben. Was klar dagegen spricht: Werder hat Pizarro verpflichtet, damit dürfte sich das Thema erledigt haben. Zumindest in Bremen.
Sollte es Realität werden, dass Novakovic Köln den Rücken kehrt, muss zwingend ein echter Sturmkracher her. Pantelic wird gehandelt. Aber wie bei Simak, gilt auch bei ihm, dass mir ein schwieriger Charakter in Person von Maniche genügt. Selbst, wenn ich von Pantes Kaltschnäuzigkeit immer beeindruckt war. Allerdings befindet sich sonst kaum qualifiziertes Personal auf dem Markt. Am ehesten noch Pantelics alter Berliner Kollege Voronin.
Oder habe ich noch jemanden vergessen, der mit Köln in Verbindung gebracht wird/werden kann.
Weiterlesen1. FC Köln
Iraner im Probetraining – Yannick vor Wechsel?
Khalatbari, Yannick und Abel könnten die Fehler in der Planung beheben. Vielleicht!
„Rut un Wiess, wie lieb´ich dich“. Bis in den Tod…
Der Friedhof für Köln-Anhänger
Blogs
Westfalen-Verband verbietet Kreisligaklubs, mit den Hartplatzhelden zu kooperieren
Van Gaal – ein General und Gentleman
Über die Fairplaywertung auf kicker.de
Mir ist schlecht…
Jens lutscht alle Fußball-Bonbons am Wochenende und fühlt sich jetzt schon übersättigt.
Grenzwerte der Kaderplanung
Wer bei Hertha noch abgegeben werden soll und warum das nicht überall Sinn macht.
Der (fast)tägliche Fußball-Überblick mit den wichtigsten Nachrichten des Tages.
News
Ljuboja wechselt nach Grenoble
Knut Reinhardt: Im Brennpunkt
Der ehemalige Profi ist nun Sportlehrer.
Fans planen Übernahme des FC Liverpool
Blogs
Luca Toni zum BVB: Hacker am Werk
WeiterlesenDa haben die sportlichen Verantwortlichen beim Äff Zeh doch die versammelte Meute von Presse und Fans komplett an der Nase rumgeführt.Während bis zuletzt vor allem Sosa und Tanase durch die Gerüchteküche sausten, machte Michael Meier den Deal mit Maniche klar.
Ein Knüller. So wie vor einem Jahr sein portugiesischer Landmann Petit.
Mit beiden hätte man am Geißbockheim nie und nimmer gerechnet. Da sind sie trotzdem.
Erneut ist es ein Paukenschlag, der Köln nach vorne bringen sollte.
Aber die Taktik wird nicht so aussehen, wie man das vielleicht erwartet hatte.
José Sosa wäre der Typ gewesen, den man in Köln sucht. Einen klassischen Spielmacher, der seine Mitspieler einsetzen kann und selber torgefährlich ist.
Maniche bringt sicherlich einige Qualitäten mit, aber ist er doch defensiver als Sosa.
Soldo sieht das ähnlich (Sechser, Achter), wobei er aber gleich klar macht, dass Maniche vor Petit spielen wird. Für mich ist es aber weiterhin eine Doppelsechs, in der sich die beiden Spieler immer wieder abwechselnd nach vorne einschalten werden, aber auch viel nach hinten arbeiten müssen. Durchaus ein Duo von Format!
Mit dem FC Porto (unter Trainer José Mourinho) Champions League-, Weltpokal- (jeweils 2004) und UEFA-Cup-Sieger (2003). Zudem bestritt er 64 Primera Division-Partien für Atletico Madrid. Bei Inter Mailand und dem Fc Chelsea absolvierte er jedoch jeweils nur acht Spiele. Von Torgefahr, wie es Soldo beschreibt ist bei 12 Toren in 124 Ligaspielen auch wenig zu erkennen.
Trotzdem, er wird uns voran bringen.
Allein schon durch seine Erfahrung. Von der Nationalmannschaft (52 Spiele, 7 Tore) kennt er Petit und dessen Laufwege. Dieses Zusammenspiel sollte also problemlos klappen. Damit würde die Defensive sicher stehen. Mit Boateng und Pezzoni stehen zudem gute Alternativen bereit.
Die (erste) Mannschaft nimmt immer konkretere Formen an.
Die Abwehr stand bisher ohnehin recht sicher. Mit leicht kritischem Blick muss man lediglich die Entwicklungen auf den Außenbahnen beobachten (hier auch eher links).
Im zentralen Mittelfeld steht nun ein Bollwerk, das auch Akzente nach vorne setzt.
Die offensiven Flügel kommen immer besser in Schwung.
Der Angriff ist gut bestückt.
Trotzdem wird weiter gefahndet.
Das Interesse am rumänischen Talent Cristian Tanase ist noch nicht erkaltet. Dorinel gab den Tipp, Meier will den 22-jährigen Jungnationalspieler frühzeitig binden. Der Transfer macht als Vorgriff auf die Zukunft durchaus Sinn. Wer weiß, ob sich ein FC in einem Jahr diesen Spieler noch sichern kann. Auch wenn mit Maniche das Loch in der Zentrale gestopft wurde, wäre Tanase die offensivere Alternative. Dann, wenn Soldo mal mehr riskieren will. Tanase könnte vereinzelt sein Talent beweisen, sich weiter entwickeln und würde den alterndenPetit und Maniche gelegentliche Ruhepausen schenken. Das wäre ein cleverer Schachzug.
Trotz teils finanzkräftiger Konkurrenz hat sich die Bundesliga in diesem Sommer gut verkauft.
In Diego verlässt nur ein absoluter Topspieler die deutsche Liga. Lediglich die Abgänge von Voronin und eventuell noch Pizarro sind kleine Wermutstropfen beim bisherigen Transfergeschacher.
Absolut positiver ist dabei die Haltung in München und Wolfsburg. Vor wenigen Jahren wären die Manager bei den Vereinen wohl noch eingebrochen, wenn für ihre Spieler mehr als 20 Millionen Euro geboten wären. Nicht so in diesem Sommer. Statt den großen Reibach zu machen, setzt man in der Bundesliga lieber auf die sportliche Entwicklung. Dadurch werden die Zuschauer (wohl) auch weiterhin in den Genuss von Ribery, Dzeko und Graftie kommen.
Mit Huntelaar kommt (ziemlich sicher) ein weiterer Topspieler hinzu.
Trotz eher ernüchterndem Jahr bei Real Madrid (trotz acht Toren in 20 Spielen), können sich nicht nur die Stuttgarter Fußballfans freuen. 13 Treffer gelangen ihm in 23 Länderspielen. In der Ehrendivision netzte er unglaubliche 110 Mal in nur 138 Partien ein. Die Bundesliga wird durch einen Spieler wie ihn eine weitere Aufwertung erhalten.
Mit Tymoshchuk kommt zudem ein weiterer großer Name nach Deutschland.
Ein Magath sollte Auf Schalke einen Spieler, wie Farfan weiter fördern und zu alter Klasse führen können.
Zudem sicherten sich deutsche Vereine mit Holtby, Elia, Pliatsikas, Zuculini, Derdiyok und Moravek große Talente. Rechtfertigen sie die Vorschusslorbeeren, wird die Bundesliga noch attraktiver.
Selbst die Aufsteiger Freiburg und Mainz sollten attraktiveren (weil offensiveren) Fußball bieten, als Cottbus und Bielefeld.
Deutschland kann sich freuen. Die nächste Saison wird noch attraktiver!
Weiterlesen
