| Köln 1 | Schorch, 44 |
|---|---|
| Stuttgart 5 | Cacau, 13, 31, 38, 74 Pogrebnyak, 69 |
Vor dem Spiel hatte ich leichte Bauchschmerzen. Aus taktischer Sicht. Maniche wurde suspendiert, nachdem er beim Trainings lustlos agiert hatte. Bähm. Er war zuletzt sicher nicht schlecht. Seine Erfahrung tut uns gut. Seine Kommandos ziehen. Aktuell ist er der zentrale Mann, den wir vor der Saison gesucht haben.
Dann gab Zvonimir Soldo abermals Podolski eine Chance. Nach seinen schwachen Auftritten zuletzt. Stattdessen musste Freis abermals auf der Bank Platz nehmen.
Das konnte ja nur schief gehen.
Ist es bekanntlich auch. 1:5 hieß es am Ende gegen den VfB Stuttgart.
und doch…
Soldo hat alles richtig gemacht!
Ein Spieler, der nicht zu hundert Prozent bei der Sache ist, hat in der Mannschaft nichts zu suchen. Egal, was er vorher geleistet hat und welchen Namen er mit sich rumträgt. Soldo hat damit seine Position gestärkt und sich Respekt verschafft!
Podolski durfte endlich auf seiner Lieblingsposition im Angriff ran und musste sich nicht auf dem Flügel langweilen und hängen lassen. Der Prinz hat eine passable Leistung abgeliefert. Endlich mal hat er auch gekämpft und sein Phlegma beiseite geschoben. Für das Team! Es war nicht alles glücklich, was er gezeigt hat, aber durchaus ein Anfang. Mit etwas Glück schießt er gar sein erstes Tor seit dem 13. September 2009. Beim Schlenzer fehlten nur Zentimeter, später parierte Lehmann überragend. Es war eine deutliche Leistungssteigerung gestern und ein Anfang. Ein Guter! Vielleicht wird es in dieser Saison ja doch noch mal etwas mit ihm.
Soldo kann sich also keinen Vorwurf machen.
Dass es doch nicht reichte, war der Effektivität von Cacau und einigen Leichtsinnsfehlern in der Defensive geschuldet. Aber hier kann Soldo aktuell mangels Alternativen kaum reagieren. Zwei Mal stand Cacau goldrichtig und konnte einschieben oder abstauben (wie man es sehen möchte). Dann nutzte er die Verwirrtheit von Geromel, um Mondragon mit einem Schlenzer zu überraschen. Am Ende standen wir hinten sowieso offen und liefen Stuttgart auf den Flügeln zu viel Platz. Hilbert war hier der überragende Mann, der unsere Schwächen eiskalt ausnutzte und bei Cacau passte an diesem Nachmittag alles.
Was hätte Soldo da machen sollen?
Zwei Auswechslungen standen ihm noch zu Verfügung. Selbst Womé hätte es nicht schlechter machen können, als Brecko und Mc Kenna hätte dem Abwehrverbund sicher nicht schlecht getan.
Egal, abgehakt. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Der FC muss jetzt auchwachen und eine Trotzreaktion zeigen. Gegen Leverkusen und München, wo sie ohnehin nichts und noch weniger als gegen den VfB verlieren kann.
Die bittere Erkenntnis des Tages war deshalb nicht das Ergebnis, sondern der Verlust von Adil Chihi. Nach 55 Minuten musste er verletzt raus. Heute wurde ein Syndesmosebandriss festgestellt. Der Flügelspieler wird einige Wochen fehlen. Bitter! Endlich hatte er sich in Köln mal in der Stammelf festgebissen und zählte 2010 zu den absoluten Aktivposten und dann das.
Immerhin: Davon dürfte Freis profitieren, der demnächst wieder von Beginn an auflaufen dürfte. Hoffentlich kann er an die Form vom Rückrundenbeginn anknüpfen, dann dürfte Köln den Verlust von Chihi verschmerzen können.
Stimmen
Neben den beiden Stürmern Podolski und Novakovic waren auch die Außenbahnen mit Chihi und Tosic sehr offensiv besetzt – damit setzte Soldo in einem Bundesligaspiel gegen einen ambitionierten Gegner weitaus offensiver und risikoreicher auf, als beim Pokalspiel in Augsburg
Die Kölner drängten nun vehement auf den Anschluss, den der inzwischen deutlich agilere Podolski dann auch gleich zweimal auf dem Fuß hatte. Zuerst schoss er aber knapp links vorbei (47.), ehe er per Kopf am glänzend reagierenden Lehmann scheiterte (51.).
Die Geißböcke kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Lukas Podolski hatte sofort zwei tolle Chancen: In der 46. Minute strich ein Distanzschuss aus 16 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei, und ein paar Minuten später scheiterte er mit einem Kopfball an Lehmann
In diesen beiden Szenen zeigte der 69-malige Nationalspieler endlich mal wieder sein Potenzial, ist nun aber seit 1301 Minuten ohne Bundesliga-Tor.
Doch die Kölner bekamen ihre Flügel nicht in den Griff. In der 70. Minute durfte Hilbert ungestört flanken, Progrebniak flog in den Strafraum und traf leicht zum 4:1.
Mit dem ersten Viererpack seiner Bundesliga-Karriere hat sich Nationalspieler Cacau bei Bundestrainer Joachim Löw mit Nachdruck für die WM empfohlen und dem VfB Stuttgart eine perfekte Generalprobe für das Spiel des Jahres beschert.
6.Möglichkeit: Irgendwas mit Vodoo Zauber!
-> Folge: Alle spielen wie die jungen Götter!
-> Wir gewinnen dreckig in Leverkusen, versauen diesen die Meisterschaft und schei…. auf den Klassenerhalt, den wir eh mit links schaffen!
Zahlen und Daten
Platz: 14
Punkte: 25
Tore: 21
Gegentore: 31
Nächster Gegner: Bayer 04 Leverkusen
Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Mirko Slomka: Zweite Chance nach 646 Tagen
1. FC Köln
“Chancen am Markt sollten genutzt werden” sagte Götz und ihm fiel automatisch der Name Bastürk ein. Generell würde er das Mittelfeld stärken, mit wesentlich mehr Dynamik ausstatten. Dafür könne man ja auch auf die eigene Jugend zurückgreifen oder z.B. einen Maniche offensiver spielen lassen, falls die finanziellen Mittel einen Transfer nicht zulassen.
Geht Soldo beim Meister Risiko?
Ehret ist einer der schnellsten Spieler der Liga und damit als veritable Waffe gegen die löchrige Wolfsburger Deckung nahezu prädestiniert. Zudem sind seine Ecken auch durchaus gefährlich.
Podolski verletzt und frustiert.
Fotos
WeiterlesenDer Morgen graut, die Vorhänge werden aufgezogen und der Blick fällt die nächstbeste Tribüne. Ein romantisches Stelldichein unter der Anzeigetafel. Das Kindsvolk wächst auf beim Räuber und Gendarmspiel zwischen Block G und H.
Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Der Christian mistet aus oder Der Felix ist gefährlich
“Verstehe”, sagte Hannes, “die Zehner-Position ist nicht besetzt. Da ist ein Loch im offensiven Mittelfeld.”
1. FC Köln
“Außerhalb der Arbeit haben wir mit Daum nicht einmal ein Glas Tee getrunken. Als Jemand, der ihn zu zwei Meisterschaften geführt hat, sollte er mich schätzen”, so Özat in der Tagezeitung “Vatan”, “ich bin nicht wütend, wünsche ihm alles Gute, aber ich möchte auch nicht mehr darüber sprechen.”
Unsere Abwehr ist das Problem, d.h. unser Supermondi mit der Innenverteidigung, wohl die besten beiden Innenverteidiger der Bundesliga!
Der freundliche, loyale Zerstörer
WeiterlesenDas ist doch ganz normal. Wenn man gemeinsam absteigt, muss man auch gemeinsam in die Zweite Liga gehen. Obwohl ich davon ausgehe, dass das nicht passiert.
Es geht drunter und rüber. Beim FC und in der Presse. Noch stehen die Verantwortlichen hinter ihrem Trainer, aber die lieben Journalisten krähen schon nach der Entlassung. Gab schließlich schon lange keine mehr und Woche für Woche über Nova und Poldi schreiben langweilt auch irgendwann. Also neues Thema: Trainer wegschreiben, danach eifrig spekulieren und den neuen Coach huldigen.
Wie auch immer.
Es muss auch anders gehen. Denn wie Fulano als Kommentar schreibt:
“Sehe momentan keinen anderen Trainer auf dem Markt, der mir lieber wäre.”
Genau so!
Also muss sich Soldo was einfallen lassen beim Schicksalsspiel (Mist, jetzt verfalle auch ich in den Journalistenslang) gegen Bochum.
Mein Tipp: Umstellung des Systems.
Auch wenn es paradox klingt. Ich würde unsere Abwehr umstellen, obwohl sie bisher die Konstanteste im Team war.
Aber unsere Probleme auf den defensiven Außenbahnen werden immer größer. Das kann man nicht mehr ausgleichen. Vielleicht mag es gegen Bochum klappen, aber auf Sicht geht die Geschichte nicht gut. Es muss also was passieren.
Dreierkette zum Beispiel!
Die Gründe liegen auf der Hand.
Womé ist und bleibt verletzt. Brecko ist solide, aber mehr nicht. Matip wurde diese Saison noch nicht gestetet. Schorch is solide, aber eigentlich Innenverteidiger.
Gleichzeitig hätten wir im Mittelfeld einen Mann mehr. Wenn hier richtig reagiert wird, hilft das dem Team. Was offensiver ausschaut, könnte noch kompakter sein.
Mit einer Dreierketter würde Soldo die Rechnung des Kaders tragen. Wir haben keine Qualität für die Viererkette, also muss man umstellen und würde so helfen.
Wie würde das System dann aussehen?
Mondragon
Der bleibt umbestritten
Schorch – Mohamad – Geromel
Neben den ohnehin gesetzten Mohamad und Geromel darf Schorch auf seiner Lieblingsposition ran. In der Hinterhand hätten wir zudem noch Mc Kenna.
Pezzoni
Er war bisher der solideste auf der Sechserposition und sollte der alleinige Ausputzer sein.
Maniche – Petit
Oft gescholten und sicherlich weit entfernt von ihrer Topform. Aber für Köln einfach unersetzlich und dank der Erfahrung schon enorm wichtig. Sie spielen vor Pezzoni, müssen also nicht nur Drecksarbeit leisten und können sich auch etwas mehr in der Offensive einschalten.
Brecko – Yalcin – Ehret
Auf den Flügeln müssen Leute ran, die offensiv Stärken haben, aber auch nach hinten ackern können. Brecko und Ehret also. Sie sind offensiv stärker, haben aber lange Zeit defensiv agiert. Da hinten die reinen Außenverteidiger fehlen müssen sie auch nach hinten arbeiten. Zentral brauchen wir einen kreativen Mann. Eigentlich sehe ich hier Podolski. Hier würde er Nova auch ein wenig aus dem Weg gehen und könnte gleichzeitig seine Stärken aus der Tiefe ausspielen. Da er gegen den VfL fehlt würde ich Yalcin die Chance geben. Wenn Soldo sich das nicht traut, könnte er Maniche auf die Position ziehen und als “Halb-Sechser” Matip oder McKenna bringen. Chihi wäre eine offensive Alternative für den Flügel, genau wie Freis.
Novakovic
Er wäre einzige reine Spitze. Auch wenn er in der Kritik steht. Ohne ihn geht es einfach nicht. Wir haben keinen Ersatz. Ishiaku ist noch schlechter. Freis kein reiner Stürmer. Chihi ganz vorne wohl aufgeschmissen. Wir müssen einfach hoffen, dass Nova seinen Torinstinkt wiederfindet.
So bitter es klingt, aber anders kann ich mir einfach nicht mehr helfen. Ich wüsste nicht, wie wir sonst wieder den Weg zurück in die Spur finden, wenn wir nicht grundlegend etwas ändern… ohne den Trainer zu entlassen.
Gelingt dies nicht, wäre die Zeit von Yalcin, Brosinski und Co. angebrochen.
Aber warten wir erstmal ab. Vielleicht hilft ja einfach eine kleine Systemumstellung.
Der (fast)tägliche Fußball-Überblick mit den wichtigsten Nachrichten des Tages.
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Mesut Özil auf dem Weg zum Rekord?
1. FC Köln
Alternativen?
So könnte die Mannschaft gegen Bochum aussehen. Ich würde noch ein wenig umstellen auf ein 4-2-3-1 mit Maniche als zentralen Spieler in der offensiven Dreierkette neben Ehret und Chihi und vorne Nova noch einmal eine Chance geben. Klappt das nicht, sollte bis zum Winter rigoros auf Leute, wie Yalcin, Brosinski & Co. gesetzt werden. Ohne Rücksicht auf Namen!
Das Interview von Philipp Lahm hat Nachwehen hinterlassen. Nicht nur beim FCB, Lahm und dem DJV, sondern auch bei mir. Aber nicht aus rechtlicher oder disziplinarischer Sicht, sondern aus Inhaltlicher. Denn natürlich hat der Nationalspieler recht, wenn er Mißstände anprangert. Als Leistungsträger darf er das. Als Führungsspieler muss er das sogar. Dass er dafür den falschen Weg gewählt hat, abgehakt. Gut für BILD… und mich…
Denn auch in Köln fehlt seit Jahren eine klare (Transfer)Linie. Jeder neue Trainer bringt neue Ideen mit, die er umzusetzen versucht. Dass dabei Spieler hinten runterfallen, die nicht mehr ins System passen, fast zwangsläufig. Dass dem Verein selber aber ein großer Schaden zugefügt wird, fällt erst später auf. Nämlich dann, wenn ein Großverdiener nur noch auf der Bank sitzt und ein Wechselfenster in weiter Ferne ist… und bis er gehen kann, hat er ein halbes Jahr nicht mehr gespielt und so findet sich kein Abnehmer mehr. Oder halt nur jemand, der nur noch einen Bruchteil bezahlen mag. Verlust für den Verein.
Dass es heutzutage zweifellos schwierig ist ein gewisses Konzept durchzusetzen, ist auch mir klar.
Wünschenswert wäre es zweifellos. Ich denke nur an Ajax, die in den Neunzigern von der F-Jugend bis zu den Profis ein und dasselbe System trainiert und gespielt haben. Für Talente ist da der Weg viel offener nach oben. Die erste Elf bekommt Spieler, die perfekt geschult sind. Was will ein Trainer mehr?
Eine eigene Philosophie. OK, aber wer in Amsterdam unterschrieben hat, wusste, dass er sich auf ein 4-3-3 einstellen musste. Wer das nicht wollte, der kam gar nicht in die Wahl oder wurde schnell wieder gegangen.
Deshalb wäre es wohl nur im Sinne jedes Vereins mit Zukunftsambitionen, die einzelnen Teams noch gezielter aufeinander abstimmen und klare Richtlinien vorzugeben.
Eigentlich ein Kleines, möchte man merken.
Aber anscheinend doch schwieriger, als man als Außenstehenden denken mag.
Schauen wir einfach mal nach Köln.
Dort scheint Soldo nicht so richtig zu wissen, wie er spielen soll, aber doch klingt durch, dass er auf eine Viererkette, zwei Sechser, zwei offensive und kreative Außen hinter zwei Spitzen abzielt.
Da das nötige Kleingeld fehlt, um Topstars zu holen und passende Spieler anscheinend rar gesät sind, um den Ansprüchen gerecht zu werden, könnte man erwarten, dass man zumindest versucht im Nachwuchs talentierte Nachrücker zu formen.
Aber weit gefehlt.
Schaut man sich die U23 an, fällt auf, dass sie im letzten Spiel im 4-3-3 aufgelaufen ist.
Bei der U19 wird eifrig das 4-2-3-1 einstudiert.
Immerhin findet sich diese Ausrichtung auch bei der U17 wieder. Respekt!
Trotzdem ein Armutszeugnis.
Was soll man da noch Positives draus ziehen?
Maximal, dass die Spieler variabel geschult sind… na super!
Aber immerhin ist das kein rein Kölsches Problem, wie Lahm beweist und bei den anderen Bundesligisten wird es wohl kaum anders sein.
WeiterlesenHeißa, was freu ich mich, dass sich beim 1. FC Köln gerade ein Verteidiger nach dem anderen verletzt. Womé machte den Anfang bzw. dort weiter, wo er aktuell nach zwei drei Spielen am Stück immer ankommt. Schorch zog nun gleich. Beide sind zum Zuschauen verbannt. Bitter. Gerade für eine Mannschaft, mit einem nicht ganz so breiten Kader. Und doch öffnen sich damit Türen. Also für mich wäre das so. Wie Soldo das sieht, wird sich am Wochenende zeigen.
Auf jeden Fall muss er umstellen.
Brecko könnte mal wieder auf links ran und dafür McKenna rechts verteidigen. Das wäre die einfache Lösung. Die stabilste und verlässlichste. Brecko kommt auf beiden Flügeln klar und McKenna hat in der letzten Saison bewiesen, dass er über kurze Zeit auch rechts aushelfen kann.
Doch Soldo scheint von dem Modell nicht wirklich überzeugt.
Auch, weil es gegen Hannover geht. Würde Bayern oder Leverkusen kommen, wäre diese defensive Variante die Sinnvollste. Aber gegen 96 müssen wir das Spiel machen. Druck über außen entwickeln. Nicht so das Ding von McK.
Ergo muss er sich was Neues einfallen lassen.
Gegen Trier hat er schon angedeutet, wo es hingehen könnte. Brecko spielt rechts und dafür schiebt er Ehret auf dem linken Flügel nach hinten. Natürlich beschneidet er den Franzosen damit seiner offensiven Möglichkeiten. Aber als gelernter Verteidiger sollte er defensiv solide stehen und kann trotzdem nach vorne stürmen. Muss es auch. Zusammen mit Brecko könnte das eine schöne Flügelzange geben. Defensiv wohl etwas anfällig, dafür aber mit ordentlich Power im Vorwärtsgang. Die Flanken könnten Gold wert sein! Das Duo wird rackern, rennen und beißen müssen. So sehr, dass sie irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit ausgetauscht werden müssen. Schließlich dürfte sie die Alleinunterhalter auf den Flügeln sein.
Warum?
Maniche ist zurück und lieferte gegen Trier ein beeindruckendes Debüt. Er ist zentral gesetzt. Auf dem linken Flügel könnte Chihi spielen, aber dann müsste Podolski wieder rechts ran, was ihm einfach nicht liegt und gegen Hannover brauchen wir dringend mehr Durchschlagskraft.
Ergo: Maniche zentral. Podolski zentral. Petit muss ohnehin zentral ran. Novakovic in der Sturmmitte ist gesetzt. Bleiben noch zwei freie Stellen.
Da könnte Soldo sicher zwei Flügelspieler bringen. Chihi oder Sanou links und Freis rechts wäre sicher eine Möglichkeit. Das könnte auch Spaß machen. Aber wäre dann vielleicht doch ein wenig arg offensiv. Die Gefahr eiskalt ausgekontert zu werden wäre enorm. Maniche könnte als zweiter Sechser agieren und dem System mehr Stabilität geben. Aber bisher hat er bewiesen, dass er vorgezogen dem lahmenden Kölner Kreativspiel besser helfen kann.
Pezzoni stabilisiert sich gerade wieder. Ishiaku konnte gegen Trier zwar abermals nicht überzeugen, aber wenn ihm Soldo derart vertraut und sechs Mal am Stück von Beginn an bringt, muss er es durchziehen in der Hoffnung, dass der Knoten platzt. Mit dem positiven Nebeneffekt: Alle (Offensiv-)Spieler haben ihre Wunschposition, auf der sie uns aktuell am meisten helfen:
Pezzoni —— Petit
Maniche – Podolski
Ishiaku – Novakovic
Und nur zu Visualisierung die zweiter Alternative, die mir während des Schreibens doch immer besser gefällt:
Petit – Maniche
Freis —– Podolski —– Chihi
Novakovic
Ich bin gespannt, wie sich Soldo entscheiden wird und welche Taktik er vielleicht noch überraschend aus dem Hut zaubert. Nur eins scheint klar. Durch die Doppelverletzung hat er offensiv zumindest eine Variante über Nacht hinzu gewonnen.
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News
1. FC Köln
Podolski kritisiert die Spielweise
Blogs
Zeitspiel
Balljunge ärgert Jens Lehmann, der seinerseits über die Balljungen schimpft, aber heinzkamke bleibt angenehm fair. Leider ist es so, aber sein Hinweis mit den Handballern sollten wir vielleicht nicht einfach so in der Schublade verstauben lassen.
„Der S04 ist wieder da!“
Scheiße 04, Carlos Santana und die Sache mit Rapunzel
Zwei Ansichten auf das gestrige 3:3… mit dem Höhepunkt: “Das Gel, das den Ball so glitschig machte, daß er Rost durch die Handschuhe fluppte?”
Lothar Matthäus – Ab nach Argentinien!
WeiterlesenLouis van Gaal hat klare Vorstellung. Dem Holländer liegt es im Blut, dass seine Mannschaft idealerweise im 4-3-3 auflaufen muss. Bisher fehlte ihm das passende Personal, wie er stets betonte, weswegen er auf ein anderes System umstellen musste. Vorübergehend. Irgendwann soll der FC Bayern München durchaus im 4-3-3 auflaufen.
Dafür müssen dann aber noch mehr Plastellen besetzt werden. Nimmt man das aktuelle Personal, könnte sich folgende 4-3-3-Formation herausbilden (wobei vG’s eigen initierte Neuverpflichtungen Priorität besitzen):
- Robben ——– Gomez ——– Müller -
– Pranjic —- Ribery —- Schweinsteiger –
Braafheid – Badstuber – van Buyten – Lahm
—————– Rensing —————–
Nach aktueller Leistungen müsste Olic definitiv auch mit rein in die Elf. Irgendwo links, wahrscheinlich für den bisher extrem enttäuschenden Pranjic. Ohnehin sitzen vG’s Neue noch nicht. Auhc Braafheid spielt unter Wert. Bleibt unter FCB-Fans zu hoffen, dass nicht auch noch Robben enttäuscht. Schließlich gilt er als verletzungsanfällig. Aber falsches Thema.
Was auffällt: vG hat bewusst den linken Flügel gestärkt und den rechten gänzlich vernachlässigt. Denn gerade hier wäre ein Neuer wichtiger gewesen. Erst recht, wenn es um 4-3-3 geht… links herrscht mittlerweile in Robben, Pranjic, Ribery, Braafheid und Olic ein Überangebot. Da muss die rechte Flanke deutlich zurück stecken…
Vielleicht kann Robben auch nach rechts ausweichen, damit er und Olic im Dreiersturm wirbeln.
Rausfallen werden dafür andere namhafte Spieler, die das wohl eine ganze Saison nicht ohne murren mit sich machen lassen werden: Klose, Toni, Tymoshchuk,van Bommel und Demichelis. Konfliktpotenzial, das ja aber vielleicht noch verringert wird, um Kapital für neue Rechtsfüßer zu akquirieren.
Auf jeden Fall bleibt vG noch viel Arbeit, bis er ohne Magenschmerzen im 4-3-3 beginnen kann… doch zuerst gilt es einmal Robben zu integrieren und seine “reinen Neuverpflichtungen” zu der Leistungsgrenze zu trimmen, wegen der er sie geholt hat.
WeiterlesenMiso Brecko war einer der positiven Überraschungen in der letzten Saison. Als Ergänzungsspieler vom Hamburger SV verpflichtet, mauserte sich der Slowene zum Stammspieler beim 1. FC Köln. Standen bis zum Saisonstart erst 21 Bundesligaspiele auf seinem Konto, erhöhte er seine Erfahrung um 33 Partien in Deutschlands höchster Klasse. 2 Tore und 2 Vorlagen (Kicker-Notenschnitt 3,88) steuerte der 25-jährige Nationalspieler bei. Dabei profitierte er allen voran von seiner Vielseitigkeit und der Krankheit von Ümit Özat.
Rechts, wie links. Vorne, wie hinten. Aber auch zentral. Brecko kann fast überall spielen und stellt sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft. Obwohl er seine größten Qualitäten wohl eher in der Offensive besitzt, war er die beste Lösung auf der Position von Ümit. Hier bot er die konstantesten Leistungen von allen Anwärtern.
Unumstritten ist er trotz allem nicht, weswegen sich der FC in der Sommerpause intensiv um einen Rechtsverteidiger bemüht.
Bisher erfolglos. Während Brecko von Beginn an mittrainierte und die Testspiele absolvierte, kamen und gingen unzählige Namen ohne das eine Unterschrift erfolgte. Bis jetzt!
Köln hat den Kampf um Christopher Schorch gewonnen. Der 20-jährige hat die medizinische Untersuchung wohl schon bestanden und wird von Real Madrid ans Geißbockheim wechseln. Doch eher als Ergänzungsspieler. Seine Lieblingsposition ist die in der Innenverteidigung. Doch dort wird er sich hinter Geromel, Mohamad und McKenna anstellen müssen, so dass er sich einzige als rechtes Glied in der Viererkette Hoffnungen machen kann, um an regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen.
Doch dort hat Brecko die Nase vorn. Wegen der letzten Saison und seier Erfahrung. Schroch wird noch zeit brauchen, um eine ernsthafte Alternative in der Bundesliga darzustellen.
Brecko darf sich freuen. Der große Brocken wird ihm nicht vor die Nase gesetzt, so dass sein Spielkonto weiter kräftig erhöht werden kann.
Der nächste Transfer sollte ihn ohnehin nicht weiter ängstigen.
Michael Meier arbeitet weiter an der Verpflichtung eines Taktgebers im Mittelfeld. Ein kreativer Spieler soll noch her, der Poldi und Novakovic in Szene setzen soll. Dabei rückt ein Name wieder in den Mittelpunkt, der schon einmal gehandelt wurde: José Sosa. Bayern München will den Techniker loswerden, damit er Spielpraxis sammeln kann. Für den angedachten Verkauf hat sich kein ernsthafter Interessent gefunden, so dass Köln wieder größere Chancen besitzt.
Ein Kauf wäre nicht zu stemmen gewesen. Eine Ausleihe ist angedacht. In Köln hofft man, dass sich der FCB darauf einlässt. Das wäre ein echter Kracher. Eine der Verpflichtung, die sich Poldi (und Nova) gewünscht haben.
Nach der Trennung von Vucicevic herscht auf der Position gähnende Leere. Um ihren Stammplatz “fürchten” müssten deshalb wohl der Secher neben Petit bzw. der Mann auf dem linken Flügel. Kommt Sosa stellt sich für Soldo die Frage, mit welcher Taktik auftritt. Behält er das bisher einstudierte System mit zwei Sechsern und zwei offensiven Außen bei, wird Sosa wohl auf den linken Flügel rücken, wäre da aber meiner Ansicht nach verschenkt. Idealer wäre bei dem Personal eine Systemumstellung mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler und einem offensiven Trio davor. Dann müssten die Außen (Ehret, Freis) verstärkter nach hinten arbeiten. Kommt es so, dürfen sich die FC-Anhänger aber auch ansehnlicheren Fußball freuen, als noch in der letzten Saison.
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