Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Nach 28 Spieltagen ist eine Tabellenführung schön aber noch nicht wichtig. Wichtiger ist erkennen zu dürfen, wie gut diese Mannschaft sein kann und wozu sie sich in dieser Saison schon entwickelt hat.
Die Eintracht lag höchst unverdient zurück und der Kid, dem nicht zu Unrecht eine gewisse Nähe zu bestimmten schmerzlindernden pharmazeutischen Produkten nachgesagt wird, hatte ein Lächeln auf dem Gesicht.
1. Bundesliga, 28. Spieltag / Hertha BSC 0 BVB 0
1. FC Köln
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Mirko Slomka: Zweite Chance nach 646 Tagen
1. FC Köln
“Chancen am Markt sollten genutzt werden” sagte Götz und ihm fiel automatisch der Name Bastürk ein. Generell würde er das Mittelfeld stärken, mit wesentlich mehr Dynamik ausstatten. Dafür könne man ja auch auf die eigene Jugend zurückgreifen oder z.B. einen Maniche offensiver spielen lassen, falls die finanziellen Mittel einen Transfer nicht zulassen.
Geht Soldo beim Meister Risiko?
Ehret ist einer der schnellsten Spieler der Liga und damit als veritable Waffe gegen die löchrige Wolfsburger Deckung nahezu prädestiniert. Zudem sind seine Ecken auch durchaus gefährlich.
Podolski verletzt und frustiert.
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WeiterlesenDer Morgen graut, die Vorhänge werden aufgezogen und der Blick fällt die nächstbeste Tribüne. Ein romantisches Stelldichein unter der Anzeigetafel. Das Kindsvolk wächst auf beim Räuber und Gendarmspiel zwischen Block G und H.
Der (fast)tägliche Fußball-Überblick mit den wichtigsten Nachrichten des Tages.
1. FC Köln
Pezzoni nimmt Lauftraining auf
Klappt es vielleicht doch noch mit dem Sonntagsspiel?
Das 0:4 gegen Hoffenheim offenbarte riesige Schwächen.
Dass der 1. FC Köln in der Bundesliga technisch nicht mit Mannschaften, wie Hoffenheim mithalten kann, war vor der Saison klar.
Dass man sogar nicht mal mit Hannover mithalten kann, jedoch nicht.
Im Sommer hatten wir noch große Visionen, nachdem der Kader mit Maniche und Podolski auch spielerisch extrem aufgewertet wurde.
Davon kann man aktuell nichts mehr sehen.
Nun scheint selbst der Kampfeswille abhanden gekommen zu sein.
Die Luft wird dünner. Für den FC, aber vor allem auch für Soldo!
Im Sportteil plädiert man schon jetzt für eine Trennung vom Trainer. Die anderen Medien werden nachziehen. Freitag wird Soldo wohl nochmal auf der Bank Platz nehmen dürfen. Verlieren wir auch dort, war es das für Soldo in Köln.
Doch wäre das dir richtige Entscheidung?
Es würde dauern, bis er sich in der Liga zurecht findet, war absehbar. Zwar kennt er Deutschland in und auswendig. Allerdings nur als Spieler. Als Trainer brachte er nur ein halbes Jahr Zagreb mit an den Rhein. Ein Wagnis, das war klar. Jetzt könnte man sagen, dass sich Overath & Meier verzockt haben, indem sie auf einen unerfahrenen Trainer gebaut haben, während andere Spieler auf dem Markt oder zumindest im Gespräch waren.
Auch ich habe Soldo immer wieder kritisiert. Weil er Poldi auf dem Flügel verschenkt zum Beispiel. Oder weil die klare Linie fehlt. Da sein System noch nicht erkennbar war.
Doch gerade in den letzten Tagen hat er bewiesen, dass er aus seinen Fehlern lernt.
Da ist die Geschichte mit Brecko und Novakovic.
Köln hat extra einen Jet gemietet, der die beiden Nationalspieler nach den Feierlichkeiten zur WM-Qualifikation frühzeitig zurück nach Köln brachte. Eine richtige Entscheidung! So sehr alle dem Duo diese Chance gönnen, so bleiben sie Angestellte des Vereins. Ein Klub, der sich im Abstiegsstrudel befindet und der all ihre Konzentration benötigt. Der FC hat beiden einen Tag zur Party gegönnt. Brecko und Nova wollten einen zweiten ranhängen. Vor so einem Spiel? Geht nicht! Darum musste Köln handeln, die sich schon vor Wochen von Novakovic auf der Nase rumtanzen ließen.
Gerade Nova genießt viele Freiheiten. Er scheint diese aber nicht schätzen zu wollen. Mich beschleicht immer das Gefühl, dass er seinen Abschied provoziert, um endlich seinen Topklubträumen nachkommen kann. Dann soll er gehen! So einen Spieler brauche ich nicht in meinem Team. Soll er gehen, dann haben wir vielleicht wieder Ruhe!
Dass gerade die beiden jetzt (von Soldo) als Sündenböcke für die Niederlage herhalten müssen, indem sie als Erste ausgewechselt wurden, geht sicherlich zu weit. Das ganze Team hat unterirdisch gespielt. Aber Soldo hat ein Exempel statuiert. Er kämpft um seinen Job. Mit aller Macht. Ganz nach dem Motto: So nicht!
Da stehe ich hinter ihm!
Zudem scheint er endlich auch ein Blick für die Stärken seiner Spieler zu finden. Hat er bisher alles einem gewissen Schema unter geordnet, scheint er nun seine Mannschaft nach den Qualitäten der Spieler zusammen zu stellen. Es war zu befürchten gewesen, dass Soldo Fabrice Ehret erneut auf die linke Verteidigerposition setzt, wo der Franzose offensiv seine Stärken viel besser ausspielen kann. Er begann gegen 1899 offensiv!
Podolski schien erneut auf den Flügel ausweichen zu müssen. Musste er nicht. Glaubt man den taktischen Aufstellungen der Medien (ich habe das Spiel nicht gesehen), durfte er zentral ran. Etwas zurück gezogen, wo er seine Klasse am Besten entfalten kann.
Dass sich Beide am Samstag nicht auszeichnen konnten, lag ganz sicher nicht an der Position, sondern an einem unterirdischen Tag.
Soldo hat richtig entschieden!
Auch bei der Frage der defensiven Zentrale. Es sollten Pezzoni, Petit und Maniche beginnen. Hieß es. Damit wollte man das Hoffenheimer Aufbauspiel früh zerstören. Vielleicht wäre es die richtige Entscheidung gewesen. Möglicherweise wären so die Gäste gar nicht erst ins Spielen gekommen. Vielleicht wäre so mehr möglich gewesen. Vielleicht. Hätte, wenn und aber.
Hätte Soldo so spielen lassen, hätte er Probleme mit der Offensivbesetzung (siehe Ehret und Podolski bekommen). Soldo wollte aber etwas riskieren und das Offensivspiel nicht komplett lahm legen. So blieb Pezzoni draußen und Freis sollte über rechts für Druck sorgen. Tat er auch. Er hatte die besten Chancen für Köln. Damit hat er wieder mehr Werbung für sich gemacht. Ich bleibe dabei: Auch wenn er zuletzt oft unglücklich agierte, so brauchen wir solche Kämpfertypen, wie ihn. Jetzt darf Soldo nicht einknicken und muss ihn weiter aufbauen!
Soldo ist noch jung und unerfahren. Köln wollte den Weg mit ihm gehen und sollte ihn weiter gehen. Denn Soldo beginnt gerade sich weiterzuentwickeln und an Profil zu gewinnen.
Auch deshalb wünsche ich mir für Freitag einen Sieg. Einen Erfolg, der Soldo zugerechnet wird!
WeiterlesenNicht, dass ich unruhig werde oder unbedingt Bedarf sehe.
Auch nach dem (möglichen) Abgang von Derek Boateng finde ich unser Team in der Zentrale gut aufgestellt. Petit und Maniche bringen große internationale Erfahrung mit. Pezzoni hat in der letzten Saison bewiesen, dass er eine verlässliche Größe auf der Position ist. Über eine gesamte Saison betrachtet! Yalcin verfügt über großes Potenzial und gerade in der Offensive über starke Anlagen. Das junge Duo kann hinter den beiden Portugiesen weiter wachsen.
Trotzdem wünscht sich Soldo noch immer einen kreativen Mann fürs Mittelfeld.
Er soll zwar (auch) auf dem Flügel spielen können, aber vor allem der Zentrale noch einige Ideen bringen.
Namen wurden genannt und verschwanden wieder oder sind unsicherer denn je. José Sosa wäre super gewesen. Über Cristian Tanase weiß ich zu wenig.
Wenn man sich aber die Transfers von Herrn Meier anschaut, tauchen eigentlich oft überraschende Namen auf.
Wieso also nicht Nemanja Vucicevic?
Er ist technisch beschlagen, ein Dribbler mit Ideen. Er kennt die Bundesliga. Er hat in München überzeugt. Er wäre ablösefrei, weil seit dem Vertragsende in Köln ohne Vertrag.
Natürlich hat sich Soldo bei Amtsantritt gegen ihn ausgesprochen. Sicherlich hat er in Köln nur selten überzeugt. Natürlich war er oft egoistisch, phlegmatisch und ohne Glück im Abschluss.
Aber wenn ich mir die Vorbereitung und die Vorstellungen von Soldo anschaue, könnte es passen.
Soldo gilt trotz seiner Jugend als Mann mit genauen Vorstellungen, die er durchsetzt. Ohne Rücksicht. Er könnte Nema zusammen stauchen und damit in die richtige Bahn lenken.
Soldo möchte technischen Fußball sehen und verlangt Kurzpassspiel. Da passt Vucicevic mit seiner Technik wunderbar rein.
Soldo hätte gern einen Spielmacher. Die Position gab es in Köln zuletzt nicht. Vucicevic musste oft auf dem Flügel ran, wo er meiner Meinung nach verschwendet ist. Gerade mit einer Absicherung durch Petit/Maniche dürfte er sich zentral austoben.
Soldo-Nema.
Das könnte passen und vielleicht ist der Serbe die nächste Überraschung auf dem Transfermarkt.
Warum eigentlich nicht?!
Die BILD spekuliert weiter über den Gehrke-Nachfolger als Torwarttrainer beim 1. FC Köln. Dabei sind die netten Redakteure mittlerweile bei Georg Koch gelandet. Der ehemalige Torhüter feiert mit Trainer Zvonimir Soldo bei Dinamo Zagreb das Double. Diese Verbundheit soll nun beim FC weitergeführt werden.
Ich frage mich jedoch, wie das klappen soll?
Schließlich hat der Deutsche seine Karriere nicht aus freien Stücken beendet, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Nachdem ein Böller in seiner Nähe explodiert war, litt der Keeper lange Zeit unter Schwindelgefühlen. Nach meinen letzten Informationen hat er noch immer Probleme. Sie waren auf jeden Fall so groß, dass er seine Karriere nicht weiterführen konnte.
Sicherlich ist die Belastung eines Torwarttrainers nicht mit der eines etatmäßigen Keepers zu vergleichen, aber auf Grund dieser Vorgeschichte kann ich mir ein sportliches Comeback von Georg Koch (leider) nicht vorstellen.
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News
Sat.1 pusht Liga Total
… indem der Sender den “T-Home Cup 2009″ überträgt. Moderator ist im Übrigen Sat.1-Neuzugang Johannes B. Kerner. Ob sich da weitere Synergien ergeben?
Blick unters Röckchen
Über das (fehlende) Ansehen vom Frauenfußball
1. FC Köln
Spahic der erste Neue für Soldo?
Der bosnische Nationalmannschaftskapitän könnte beide Außenbahnen besetzen.
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“Bin ich Arbeiter, lege sehr viel Wert auf Disziplin.”
Zusammenfassung der Soldo-PK mit (noch) unklaren Aussagen über das System und einer eventuellen Verpflichtung von Sharbini.
Nachdem der Deal mit Soldo (und Henke) festgezurrt wurde, können prompt die Diskussionen um weitere Verstärkungen beginnen. Schließlich soll unser neuer Trainer auch seine Vorstellungen im Kader umsetzen und realisieren dürfen.
Dabei rückt ein Name in den Vordergrund, der schon einmal ums Geißbockheim geisterte: Anas Sharbini
Der erst 22-jährige Spielmacher müsste vom NK Rijeka losgeeist werden. Noch besitzt er dort einen Vertrag bis 2010, die letzte Chance also mit ihm noch eine Ablösesumme zu erzielen. Ein siebenstelliger Betrag wird es wohl werden.
Wenn Soldo das Talent wirklich haben will, sollten wir uns freuen, da er seinen Landsmann noch am Besten einschätzen kann.
Die Vorschusslorbeeren, die er erhält lassen zumindest schon frohlocken. Er gilt als technisch stark, schnell und zudem torgefährlich. Wobei die Anzahl seiner erzielten Treffer nach meinen Recherchen variiert. Der Express berichtet von 9 Toren in 23 Ligaspielen und untertreibt damit anscheinend. Vor Wochen hatte ich schon 13 Tore in 26 Spielen herausgefunden. Laut weltfussball.de sind es mittlerweile 14 in 27. transfermarkt.de meint zu wissen, dass er 14 Mal einnetzen konnte. Auf der in kroatisch gehaltenen Vereinshomepage sind – wenn ich das richtig entziffere – 13 Tore in 26 Spielen festgehalten. Egal, wie hoch die Quote am Ende ausschaut. Über 10 Tore eines Mittelfeldspielers, der zudem noch so jung ist, zeugen von einer gewissen Qualität. Vor der letzten EM zählte er zudem schon zum erweiterten Kader Kroatiens. Es dürfte nicht lange dauern, bis er zum festen Stamm zählt. Die Zukunft gehört ihm.
Hoffentlich als Geißbock.
Allerdings könnte zum Problem werden, dass durch den überraschenden Schritt von Daum einige Tage in der Planung fehlen. Mittlerweile sollen auch die Gladbacher Fohlen an ihm dran sein. Mit Soldo haben wir aber wohl eher einen Trumpf in unserer Hand.
Kommt Sharbini ans Geißbockheim, ändert sich auch die Taktik.
Im Mittelfeld würde die Position des zentralen Mittelfeldspielers hinter zwei Spitzen eingeführt. Zuletzt quälte sich Nova alleine vorne und wurde aus der Zentrale nur selten unterstützt. Nun hätte er nicht nur einen echten Spielmacher in seinem Rücken, sondern auch einen Podolski an seiner Seite, der eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zieht und Nova mehr Freiräume verschaffen sollte. Das könnte sich für ihn auszahlen.
Die Flügel würden dann wohl eher nicht ganz so offensiv besetzt.
Ehret links darf sich zwar weiter nach vorne einschalten, aber müsste auch Sharbini etwas absichern.
Auf dem rechten Flügel das Selbe, egal, wer dort eingeplant wird.
Interessant könnte das defensive Mittelfeld werden. Ich gehe mal davon aus, dass die Viererkette beibehalten werden soll und damit nur noch ein Platz offen wäre. Für Petit. Pezzoni und Boateng müssten sich erstmal hinten anstellen. Eine weitere Verpflichtung wäre damit aber ausgeschlossen.
Vucicevic würde sich wohl eher gegen eine Weiterbeschäftigung als “BackUp” für Sharbini entscheiden, es sei denn, er freunde sich doch nochmal mit der rechten Außenposition an.
Denkbar wäre eine Umstellung der Abwehr auf Dreierkette. Neben Mohamad und Geromel hätte dann wohl McKenna die besten Chancen. Brecko könnte nach vorne rücken. Für mich ein ähnlicher Typ, wie Ehret, was passen könnte. Die Suche nach starken Außenverteidigern würde uns damit erspart, lediglich für die Innenverteidigung müssten wir nachbessern. Das Modell sehe ich im Moment aber (noch) nicht.
Trotzdem bin ich gespannt, wenn sich Soldo das erste Mal äußert und seine Vorstellungen präsentiert. Dann wird es auch hier mehr als nur Kaffeesatzlesen werden.
WeiterlesenNachdem eigentlich klar schien, dass die Entscheidung nur noch zwischen Slomka oder Soldo fallen sollte, tauchten auf einmal immer mehr Namen auf, die angeblich mit dem 1. FC Köln in Kontakt standen und dann doch absagten oder abgelehnt wurde. Falko Götz hieß der eine, nachdem der auf der Aufstiegsfeier seines Holstein Kiel einen Wechsel an den Rhein dementierte. Auch Volker Finke blieb lieber bei seinen Urawa Red Diamonds. Alles halb so wild, bis auf einmal doch noch ein großer Namen in den Gazetten auftauchte.
Gérard Houllier.
Der ehemalige Trainer von Racing Lens, Paris St. Germain, FC Liverpool und Olympique Lyon soll sich mit Michael Meier getroffen haben. Das wäre eine Hausnummer gewesen und ein würdiger Nachfolger von Christoph Daum. Er wäre der große Name gewesen, den man sich in Köln auch wünscht und vorstellt (als Fan). Doch der Druck wäre wieder immens gewesen. Schließlich wurde der Franzose mit Paris und Lyon französischer Meister sowie mit Liverpool FA-Cup, Liga-Pokal- und UEFA-Cup-Gewinner.
So schnell der Name jedoch aufgetaucht war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Wolfgang Overath dementierte sofort. Natürlich sei Houllier bekannt, aber in Verhandlungen stünde man sicherlich nicht.
Was wirklich dran ist, wissen nur die Beteiligten.
Klar ist eins. Verständlich ist die Absage und das Dementi danach.
Ich behaupte mal rotzfrech, dass beide Seiten vielleicht doch zumindest mal telefoniert haben. Warum auch nicht? In Köln werden immer große Pläne gesponnen. Houllier wäre zu haben. Warum keinen Versuch wagen.
Dass der Trainer absagt, ist fast verständlich. Nach Jahren bei echten Topklubs wäre ein Engagement in Köln ein Rückschritt. Gerade, wenn man keinen direkten Bezug zum Verein hat, ist so ein Angebot für einen Trainer seines Formats wenig verlockend. Warum sich das also antun?
Dass Herr Overath schleunigst dementiert ist auch verständlich.
Klar, man könnte auch sagen, dass man den Franzosen gern gehabt hätte. Damit hätte man die eigenen Ambitionen unterstrichen. Köln gehört eigentlich nicht ins Mittelfeld. Um dort jedoch rauszukommen braucht es schon Erfahrung. Die hätte Houllier allemal mitgebracht. Dass trotzdem dementiert wird, ist absolut nachvollziehbar. Hätte man Verhandlungen bestätigt, wäre die Marschroute bei der Trainersuche klar gewesen. Ein großer Name sollte her. Da aber außer Houllier keiner dieses Formats zu haben war, konnte nach der Absage keiner vom gleichen Schlage präsentiert werden. Jede Verpflichtung – egal welches Gehandelten – wäre ein Rückschritt und ein Zeichen, dass er nur eine Notlösung sei. Eine Schlechte obendrein.
Overath dementierte und sicherte sich damit gegen Vergleiche “Neuer Trainer versus Houllier” ab.
Clever.
Der neue Trainer kann etwas beruhigter an die Sache gehen. Wenn das in Köln überhaupt möglich ist.
Nachdem auch Slomka abgesagt hat, bleibt folglich nur noch Zvonimir Soldo übrig.
Der ehemalige Stuttgarter ist die besagte kleine Nummer. Zwar ein “großer Name” in der Bundesliga, allerdings als Spieler (VfB Stuttgart). Als Trainer bringt er kaum Erfahrung mit. Fünf Monate bei Dinamo Zagreb kann er vorweisen. Nicht wirklich viel für die Ambitionen der Geißböcke. Da sich die Gerüchte verdichten (Samstag soll die Entscheidung verkündet werden), ist für mich klar: Wir werden erstmal kleinere Brötchen backen.
Soldo bringt sicherlich eine gewisse Autorität mit, wie er sich als Trainer schlägt, wird sich zeigen müssen. Vor allem wird er sich im Haifischbecken Köln beweisen müssen. Erstmal ein Wagnis. Vielleicht – hoffentlich – schwimmt er sich frei. Er wäre nicht der erste Jungtrainer, der schnellen Erfolg erzielt. Aber gerade im Schatten eines Daum (und/oder Houlliers) ist sein Name furchtbar klein. Könnte aber auch gut für ihn und den Klub sein, wenn er nicht allzu sehr im Fokus steht und die Erwartungen nicht zu hoch/noch höher geschraubt werden.
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