Volker Finke hat großartige Arbeit geleistet. Noch bevor die Rückrunde startet, hat er gleich noch drei Spieler woanders untergebracht, die bei uns kaum oder keine Rolle gespielt haben.
Adam Matuschyk wechselt auf Leihbasus zu Fortuna Düsseldorf. Ausgerechnet Fortuna dachte ich zuerst. Aber dann: Immerhin besser als bei einem anderen Ligakonkurrenten geparkt. Und außerdem: Vielleicht hiflt er mit Düsseldorf zurück in Liga eins zu bringen. Das wäre doch ein weiteres schönes Spiel 2012/2012. Tausendmal besser als gegen Bochum & Co.
Beim aktuellen Zweitligaspitzenreiter spielt Matuschyk zudem auf einem recht hohen Niveau, was ihm dann hoffentlich doch noch zu EM-Teilnahme verhiflt. Wäre dem Jungen zu gönnen. In Köln wäre es sonst eng geworden. Er wäre Gefahr gelaufen, das Chihi-Schicksal mitzumachen. Immer als Talent verschrien, aber nicht ausreichend geschätzt.
Leider. Ich bin ja ein großer Fan von Adam und hätte es am liebsten gesehen, wenn ihm hier der endgültige Durchbruch gelingt. Aber vielleicht sammelt er beim Nachbarn genügend Selbstvertrauen und überzeugt dann auch einen Stale Solbakken von seinen Qualitäten. Ich hoffe, dass Matuschyk nochmal ans Geißbockheim zurückkehrt und hier richtig auftrumpft.
Bis dahin hat Petit bessere Chancen noch einige Partien zu absolvieren. Und Pezzoni wahrscheinlich auch. Es sei denn, für ihn findet sich auch noch ein Abnehmer.
Alles Attribute, die man dem gestrigen Spiel zuschreiben kann.
Die Mannschaft hat einfach Spaß gemacht, ist so aufgetreten, wie sich ein Fan sich sein Team vorstellt.
Von Beginn an war Druck im Spiel. Angetrieben von einem einmal mehr überragenden Podolski ging es früh steil nach vorne. Immer wieder früh rauf und dann mit schnellen Spielzügen vor’s Freiburger Tor und den Abschluss suchend. Das 1:0 war symptomatisch für die Partie. Über einen zentralen Mann im Mittelfeld (hier Riether) schnell nach vorne (Poldi). Der mit Auge und guter Flanke (auf Peszko), sowie ein Auge für den besser postierten Mitspieler. Ablage. Kraftvoll und mit enormen Willen rein ins Netz (Clemens). Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie schönen Fußball bieten kann.
Wobei man auch sagen muss, dass Freiburg den EffZeh gelassen hat. Kaum Gegenwehr. Wir durften den Ball halten, kombinieren und immer wieder abziehen.
Lediglich vor und nach dem Seitenwechsel wackelten wir ganz kurz in ein oder zwei kleineren Szenen. Da hat man noch unsere Defizite in der Hintermannschaft (durch fehlender Abstimmungen in den letzten Wochen) gesehen. Doch die Jungs haben sich nicht aus dem Takt bringen lassen und standen größtenteils ziemlich sicher. Schön, dass es gut gegangen ist und wir das Ding schlussendlich zu null nach Hause gebracht haben. Das dürfte weitere Sicherheit geben.
Wenn es läuft, dann läuft es. Dann wissen die Jungs in Dortmund seit dem zweiten Spieltag. In Köln weiß man das seit dem aktuellen Jahr. 2011 zeigt die Mannschaft, das Gesicht, was sich die Fans erwarten.
Der 1. FC Köln hat wieder ein Team.
Eine Mannschaft aus Spielern, die füreinander kämpfen. Jungs, die sich nicht aufgeben, die Moral zeigen, weitermachen und für den Erfolg kämpfen.
Die Partie gegen Freiburg hat bewiesen, dass Köln mittlerweile auch eine Bank hat. Pezzoni ist in dieser Saison zu einer absolut verlässlichen und starken Größe geworden. Wenn er kommt, dann überzeugt er. Andrezinho setzte Brecko überraschend immer mehr unter Druck. Und das nicht, weil Brecko so erschreckend schwach ist. Beide sind aktuell gute, wenn auch nicht komplett überzeugende Rechtsverteidiger. Jajalo hängt ein wenig hinterher, aber tritt zumindest solide auf. Yalcin konnte mal wieder etwas Eigenwerbung machen. Nur Freis ging komplett unter. Aber das kann der FC in der aktuellen Verfassung kompensieren.
WeiterlesenSo schnell kann es gehen. Vier (Liga-)Heimsiege in Serie. Punkt in Hoffenheim erkämpft. Spielerisch teilweise überzeugt. Selbstbewusstsein geholt. Wieder da.
Freiburg vor der Brust, die gerade zu Hause zu schlagen sind. Und dann das!
Petit gesperrt
Brecko gesperrt
Matuschyk verletzt
Chihi verletzt
Peszko verletzt
Geromel verletzt
Mc Kenna-Einsatz fraglich
Schorch noch nicht wieder fit
Lanig angeschlagen
Frank Schaefer muss einmal mehr umbauen. Viele Möglichkeiten hat er nicht.
Weiterlesen„Einige Spieler haben heute durch ihre sehr gute Leistung richtig Eigenwerbung gemacht, das muss man sagen.“
Der Satz kam natürlich nicht von Zvonimir Soldo, obwohl besonders Mato Jajalo gegen Freiburg zu gefallen wusste. Aber nein, es war auch keine Zusammenfassung von Robin Dutt, für dessen siegreiche Freiburger Jan Rosenthal zwei Tore markierte. Frank Schäfer fand diese Worte. Nach dem Sieg der Kölner U23 gegen Elversberg. 7:0 fertigte unsere zweite Mannschaft den SV ab. José-Pierre Vunguidica überzeugte mit zwei Toren einmal mehr. Simon Terodde traf gar drei Mal. Reinhold Yabo spielte stark auf. Sie sorgten für teils begeisternden und kreativen Fußball. Elemente, die der ersten Mannschaft gestern abging.
Jetzt aber lautstark nach den jungen Talenten zu rufen, wäre trotzdem der falsche Weg. Obwohl ich natürlich weiterhin dafür plädiere, unsere Talente behutsam aufzubauen und regelmäßig einzusetzen. Terodde ist Stürmer. Dort ist Lukas Podolski gesetzt. Yabo spielt im zentralen Mittelfeld, wo der EffZeh ohnehin überbesetzt ist. Vunguidica kann auf dem linken Flügel eingesetzt werden. Dort hat Jajalo seinen Platz aktuell aber absolut sicher. Lediglich wenn der kroatische U21-Nationalspieler in die Zentrale rückt, wäre Platz für Vunguidica. Eine Möglichkeit wäre das, aber sicher nicht der Ausweg aus der Krise.
Weiterlesen| Köln 2 | Tosic, 9 Freis, 84 |
|---|---|
| Freiburg 2 | Idrissou, 31 57 |
Wie an anderer Stelle schon geschrieben, war ich am Wochenende in Gelsenkirchen. Vom letzten Heimspiel der Saison habe ich deshalb nur recht wenig mitbekommen. Ich stand im Block, freute mich mit den Knappen und schaute immer wieder nach oben auf die Anzeigetafel. Nach dem 1:0 war ich erleichtert und noch besser gelaunt. Nach dem 1:1 hatte ich ein wenig Bammel, sah aber noch alles im Lot. Das 1:2 ein Rückschlag, aber der – aufgrund der Ergebnisse von den anderen Plätzen – doch in Freude überschwappte, da ich dem SC den Klassenerhalt so sehr wünschte. Das 2:2 war dann doch noch die Erleichterung zu spüren, da ich doch nur sehr ungern mit einer Heimniederlage in die Sommerpause gegangen wäre.
Ich las dann noch die Torschützen und freute mich besonders für Freis, der einmal mehr bewies, dass er es kann und eigentlich ins Team gehört. Tosic fehlt jetzt nur noch ein Treffer, um zusammen mit Novakovic (6) der beste Torjäger der Saison zu sein. Ein neuerlicher Beweis seiner Klasse, aber vor allem ein Armutszeugnis für unsere reinen Angreifer, die dafür eine komplette Saison Zeit hatten.
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Fußball Bundesliga, 33. Spieltag
Samstag, 01. Mai 2010 15:30
Ich mag Freiburg. Die Stadt ist sicherlich auch ganz schön, was man so hört und sicherlich meistens wärmer, als Hamburg. Aber ich war noch nie da. Trotzdem mag ich Freiburg. Wegen dem SC.
Ich mag den Verein. Die Politik und die Spielweise. Ihr Konzept, dass sie seit Jahren durchziehen. Da wird wenig Rücksicht auf die „Gesetze des Sports“ genommen. Trainer werden nicht bei jedem Gegenwind entlassen. Bei Spielerverkäufen wird nicht lange gejammert. Man setzt gern auf Leute aus der Umgebung und dem eigenen Internat.
Freiburg spielt immer schön. Ein schneller Fußball mit kurzen Ballberührungen und vielen Stafetten. Einfach hübsch anzusehen. Wenn die loslegen, kann man gern mal mit der Zunge schnalzen, sich zurück lehnen und genießen.
Als Fan würde ich mir sicher viel lieber etwas mehr Handwerk wünschen. Denn richtig erfolgreich sind die Breisgauer leider viel zu selten.
Dafür fehlt leider meistens ein Mann in vorderster Front, der die Dinger nur noch versenkt, die ihm so mustergültig aufgelegt werden. Ein Harry Decheiver war so einer. Mit ihm ging es beim SC auch nach oben. Danach kam nicht mehr viel.
Aktuell befindet sich der Klub trotzdem wieder auf leichtem Aufwärtstrend. Leicht ist dabei mächtig untertrieben und zielt eigentlich nur auf die aktuelle Tabellensituation. Da rangieren die Freiburger auf Platz vierzehn und müssen noch um den Klassenerhalt zittern.
Die vergangenen Spiele sprechen aber deutlich für den SC: Aus den letzten sechs Partien konnte die Mannschaft stolze elf Zähler einfahren. Dadurch sind die Chancen gestiegen, in dieser Saison die Klasse zu halten.
Ich würde mich freuen für den SC.
Besonders – tut mir leid, Leute – da ich um die aktuell drei Tabellenschlusslichter nicht wirklich weinen würde, wenn sie uns (vorrübergehend) verlassen. Bei Freiburg fände ich es schade und den Weg, den Nürnberg gerade einschlägt finde ich durchaus sympathisch.
Freiburg braucht also jeden Zähler, um auch 2010/2011 erstklassig aufzuspielen.
Ich gönne euch sechs Zähler aus zwei verbleibenden Spielen.
Wenn, ja wenn ihr am Samstag nicht bei uns zu Besuch wäret. Gut, wir sind gerettet. Uns kann nichts mehr passieren. Schenken wir euch also die Punkte. Aber wir benötigen einen sauberen Saisonabschluss. Für die Mannschaft, den Verein und die Fans. Besonders zu Hause. Zudem hätten wir gern die 40 Punkte und idealerweise 43, um das (bzw. zumindest dieses) Saisonziel zu übertreffen. Wir dürfen uns nicht nachsagen zu lassen, dass wir uns hängen gelassen haben, nachdem alles entschieden war.
Für einen ruhig(er)en Sommer brauchen wir noch Siege.
Sorry Freiburg, ich hoffe trotzdem, dass die Konkurrenz dann ebenfalls schwächelt.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
Mondragon
Brecko – Mc Kenna – Mohamad – Ehret
Petit
Maniche —— Matuschyk
Tosic ———————- Podolski
Novakovic
Cissé
Idrissou —————- Jäger
Makiadi —– Flum
Schuster
Bastians – Butscher – Barth – Mujdza
Pouplin
Zvonimir Soldo muss mal wieder umbauen. Geromel fehlt gesperrt, für ihn darf Mc Kenna wieder ran. Ansonsten wird er nichts ändern. Tut der Mannschaft auch mal gut. Besonders, da sie in Bremen nicht enttäuscht hat. Die Talente werden wieder auf der Bank Platz nehmen und mit den Hufen scharen. Hoffentlich kommen sie zu einigen Minuten (das würde ja auch heißen, dass das Ergebnis positiv für den FC ausschaut).
Vielleicht zieht er – bitte, bitte! – Poldi ein wenig mehr nach vorne und Tosic auf die zehn.
Robin Dutt kann sich zurücklegen. Ganz nach dem Motto: „Never change a winning team“.
Mein Tipp
Freiburg wird kontern, Köln sich mit der Defensive schwer tun. Aber doch mehr vom Spiel haben und aktuell trumpft doch irgendwie immer einer auf, der dann für zwei Tore gut ist. Nach Matuschyk und Tosic würde ich mir Poldi wünschen. Oder Novakovic. Oder, ach, eigentlich egal, hauptsache Tore… und eine überzeugende Leistung. Spielerisch und taktisch. Damit wir hinten auch mit mehr Ruhe agieren können.
Einfach wird es nicht, aber ich blicke sonnig in die Glaskugel und hoffe auf ein 3:1.
WeiterlesenDie fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Wer hinten so offen ist, kann nicht ganz dicht sein
Der Robin, der Häuptling der Breisgau-Gutmenschen
Gleich gut ist gleich gut wie besser, oder?
1. FC Köln
Weiterlesen| Freiburg 0 | Fehlanzeige |
|---|---|
| Köln 0 | Fehlanzeige |
Soldo hat seine Formation gefunden. Immerhin. Hat die Hinrunde doch etwas gebracht. Auch wenn es nicht attraktiv ist, was wir somit auf den Rasen bringen und sicherlich defensiver, als wir uns vor dem Saisonstart erhofft haben. Aber Soldo hat die Zeichen der Zeit erkannt und stellt sein Team mittlerweile danach auf, was sie spielen kann und nicht danach, was sie spielen soll. Soldo entwickelt sich mit seinem Verein weiter. War klar, dass es so kommen muss, wenn man einen unerfahrenen Trainer einstellt. Von daher irgendwie alles richtig gemacht bisher… und nebenbei auch noch einen neuen Bundesligarekord aufgestellt.
Durch das 0:0 gegen den SC Freiburg haben wir schon zum sechsten Mal in Folge auswärts keinen Gegentreffer kassiert. Das gelang bisher noch keinem Verein in der Bundesligageschichte. Ein Verdienst der guten Hintermannschaft, aber zuletzt auch ein großer Verdienst von Soldo, der seine Jungs so defensiv einstellt und mit Pezzoni einen weiteren Ausputzer installiert hat. Aktuell ein Erfolgsgeheimnis. Wir stehen hinten noch besser und Pezzoni könnte gar unser Schlüsselspieler werden. Die Spitze der aktuell sechsbesten Abwehr der Liga.
Dafür läuft es offensiv weiterhin alles andere als grandios. Erneut kein Tor. Zum mittlerweile auch schon vierten Mal in Folge. Wenig unbefriedigend.
Aber selbst im Angriff kann man weitere Fortschritte zu erkennen. Novakovic stellt sich wieder mehr in den Dienst der Mannschaft. Podolski rennt wieder mehr und sucht den Abschluss. Wenn da am Samstag nicht die Latte gewesen wäre. Chihi spielt sich weiter in die Mannschaft und überzeugt mit seinem Antritt und der Laufbereitschaft. Petit fühlt sich mit der Absicherung Pezzoni merklich wohler und verfehlte das Gehäuse in den letzten beiden Spielen nur knapp. Irgendwann wir so ein Schuss von Petit oder Poldi mal rein.
Von daher blicke ich zumindest optimistisch in die Zukunft, würde aber durchaus positiver nach vorne schauen, wenn dieser Treffer noch vor der Winterpause fällt. Denn danach wartet wieder das Hammerprogramm auf uns.
Stimmen
Es war nicht gerade ein Nachmittag zum erinnern, der gestrige, eher zum vergessen. Drum wird der kommende Artikel auch nicht sehr lang werden.
Es war die erste Begegnung mit Freiburger Beteiligung in dieser Saison, in der kein Treffer fiel!
Damit hatten die beiden Kontrahenten ihr Pulver in der Offensive für die erste Halbzeit auch fast schon verschossen. Immer wieder schlichen sich hüben wie drüben Fehler im Aufbauspiel ein. Die Fehlpässe machten das Herausspielen von Torchancen fast unmöglich.
Seit mittlerweile 371 Minuten ohne Tor, erst sieben Treffer nach 16 Spieltagen und ein Starstürmer, der seit 971 Minuten nicht mehr getroffen hat – nach dem dritten torlosen Remis in Folge und dem insgesamt sechsten 0:0 des 1. `Flaute Club´ Köln.
Mit neidischen Blicken schauten die Fans auf die Anzeigetafel, wo im Minutentakt die Tore fielen – in Mönchengladbach beispielsweise eins mehr, als der FC in der ganzen Saison geschossen hat!
Beide Kontrahenten erspielten sich aber keine zwingende Torchancen. Es fehlten Kreativität und Durchschlagskraft. Zudem agierten die Offensivabteilungen häufig zu umständlich: Statt den direkten Weg aufs Tor anzustreben, entschärften sie durch Querpässe oft selbst die Situation.
Zahlen und Daten
WeiterlesenPlatz: 14
Punkte: 15
Tore: 7
Gegentore: 15
Nächster Gegner: 1. FC Nürnberg
Nehmen wir mal an: Wir schauen eine Übertragung eines Freiburgspiels. Die Köpfe der Beteiligten sind alle verpixelt. Die Trikots sind ebenfalls nicht erkennbar. Man hat keinen Ansatzpunkt über den Zeitpunkt der Partie. Man könnte wohl nur schwer herausfinden, in welcher Saison die Begegnung ausgetragen wurde. Der SC verfolgt schon sein Jahren ein spezielles Spielsystem. Schöner Kombinationsfußball mit beeindruckenden Auftritten, aber allzu oft einer kläglichen Chancenauswertung. Freiburg hat eine Philosophie, die konsequent durchgezogen wird. Das macht den Sportclub sympathisch. Ich mag die Breisgauer, schaue ihnen gern zu und gönne ihnen jeden Erfolg.
Nur Samstag, da dürfen sie dann bitte mal verlieren.
Warum auch nicht?! In der Tabelle würden sie weiter vor uns liegen. Es sei denn, dem 1. FC Köln gelinge ein echtes Torfestival. Aber wer mag daran schon glauben?!
Es wird wohl ein Spiel, dass sich vorrangig im Mittelfeld abspielt und wohl durch einzelne Konter Gefahr versprüht. Alles andere, würde mich schon verwundern.
Laufkundschaft ist der SC ganz sicher nicht. Das hat das 2:2 gegen den VfL Wolfsburg zuletzt mal wieder unterstrichen.
Ohnehin ist die Entwicklung durchaus positiv. Mit Banovic befindet sich der Stratege im absoluten Hoch. Junge Spieler, wie Bastians und Caligiuri entwickeln sich gerade zu Stammspielern. Idrissou hat einen Traumstart hingelegt und in Freiburg leise Hoffnungen geschürt, dass da ein echter Knipser ranwächst. Zuletzt hat er etwas abgebaut. Dafür hat sich Reisinger aufgetan, seine Klasse mal zu unterstreichen. Reisinger, der mit 12 Toren aus Fürth kam und dem ich ein wenig den endgültigen Durchbruch prophezeien wollte. Erst seit seinem Tor gegen den FC Bayern München (9. Spieltag) hat er seine Leistung stabilisiert. Arbeiten das Duo weiter an sich, könnte Freiburg am Ende der Saison zwei Zehn-Tore-Stürmer im Kader haben. Ein Riesenerfolg für die Breisgauer!
Im Kasten steht zuden in Pouplin ein Torhüter, der schon eine starke Zweitligasaison hinter sich gebracht hat und diese Form bisher sogar mehr als nur bestätigen konnte. Ein 24-jähriger, den ich in diversen Managerspielen direkt mal als Stammtorhüter eingesetzt habe und der sich weiter steigern wird. Das wird nicht einfach für Nova, Poldi & Co. Besonders bei der aktuellen Abschlussschwäche. Doch ein Dreier sollte her, muss einfach her. Dann schließen wir zumindest punktemäßig mit Freiburg auf.
Was dabei weiter Mut macht: Freiburg kann zu Hause nicht unbedingt als Macht bezeichnet werden. Das gleicht sich mit dem FC, nur dass der SC sogar noch schlechter ist. In der Auswärtstabelle liegen die Breisgauer auf Rang 18. Vier Punkte stehen fünf Niederlagen gegenüber. Zudem gelangen der Mannschaft erst fünf Tore. Zudem 17 Gegentore, was unsere Stürmer mal endlich anstacheln sollte.
Köln ist auswärts im Übrigen stärker, als daheim. Zwei Siege und drei Unentschieden gab es bisher schon zu bejubeln. Das Torverhältnis ist ausgeglichen, 4:4. Zu null könnte es am Ende also wieder lauten. Defensiv, wie offensiv. Wobei man ernsthaft hoffen darf, dass ein Kölner Schuss doch den Weg vorbei am starken Pouplin findet.

Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
Pouplin
Cha – Barth – Bastians – Butscher
Calugiuri – Banovic
Abdessadki ————- Makiadi
Reisinger – Idrissou
Novakovic
Podolski ———– Chihi
Maniche —– Petit
Pezzoni
Ehret – Mohamad – Geromel – Schorch
Mondragon
Soldo muss nicht viel ändern. Mondragon ist wieder fit und ersetzt Kessler. Ansonsten kann er auf die kämpferisch gute Leistung der Bremen-Elf vertrauen.
Freiburg wird wohl umbauen. Butscher und Abdessadki sind wieder fit und dürften beginnen.
Mein Tipp: 0:1
Auswärtssieg! Auswärtssieg!
Irgendwann muss es schließlich mal wieder dreifach klingeln. Auch wenn Freiburg durchaus gefährlich ist, bauen wir mal einfach auf deren Heimschwäche. Wenn wir nicht mit Teufel-komm-raus in ihre Konter laufen, sondern geschickt abwarten und dann selber gefährlich kontern, sollte in Ding mal irgendwie reingehen. Unsere Abwehr sollte Reisinger & Co. in Schach halten können.
Das sagt der Gegner
Diesmal stand mit Joel von SCFreiburg1904.de Rede und Antwort.
Spielfeldrand: Hallo Joel, mit Platz 13und 17 Punkten könnt ihr doch aktuell ganz zufrieden sein. Wie siehst du den bisherigen Saisonverlauf deines SC?
Joel: Man kann wirklich nicht meckern. Bis auf die Spiele gegen Frankfurt und Mainz haben wir alle direkten Konkurrenten besiegt und zusätzlich noch Bonuspunkte gegen die eine oder andere Topmannschaft geholt (Hamburg, Schalke, Wolfsburg). Wenn es im Schnitt so weitergehen würde, hätte ich nichts dagegen, nur die hohen Niederlagen (gegen Leverkusen und Bremen) müssen auf Dauer nicht sein.
Spielfeldrand: Idrissou ist gut in die Saison gestartet, baute zuletzt ein wenig ab und hat nun gegen den VfL wieder getroffen. Wie zufrieden bist du mit seiner Saison und wie hoch schätzt die Chancen ein, dass er auch in der nächsten Saison bei euch spielt? Die Gerüchteküche brodelt ja schon fleißig.
Joel: Ein Stürmer wird in Freiburg generell nicht an Toren gemessen, das macht hier einfach keinen Sinn. Dass er gleich am Anfang ein paar Mal getroffen hat war schön, aber auch später hat sein Kampfeinsatz gestimmt, über den er in Freiburg hauptsächlich definiert wird. Ich denke, es hängt hauptsächlich von Felix Magath ab, ob Idrissou bleibt. Macht der „Meistermacher“ ernst, hat Freiburg keine Chance und Idrissou geht. Schwindet das Interesse wieder, könnte es gut sein, dass der Kameruner den ihm vorliegenden Vertrag noch unterschreibt. Vorsichtshalber wird sich der Verein aber schon im Winter nach möglichem Ersatz umschauen.
Spielfeldrand: Komplett überrascht hat mich Banovic. Dich auch oder hast du mit diesem Formanstieg gerechnet?
Joel: Mir war eigentlich immer klar, dass Schuster Flum und Uzoma, alle noch nicht lange im Geschäft, ihre Form nicht ohne Gestolper in die erste Liga mitbringen und Banovic noch einmal zurück kommen wird. Dass er einen so starken zweiten Frühling erlebt, hätte ich auch nicht gedacht. Es scheint bei ihm momentan einfach zu passen: Familie, Fitness…
Spielfeldrand: Wo siehst du sonst noch die Stärken von Freiburg. Was sind eure Schwächen?
Joel: Normal ist es Schwachsinn, bei uns Spieler aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten hervor zu heben. Im Kollektiv und Teamgeist liegt bei Freiburg die Stärke. Aber schon die ganze Saison über glänzt Torwart Simon Pouplin mit Weltklassereflexen. In Wolfsburg fand seine Leistung dann ihren vorläufigen Höhepunkt, ich weiß nicht wie viele Schüsse er da abgewehrt hat.
Schwachpunkt, das sieht man auch auf dem Papier ganz gut, ist die der Defensivarbeit aller Feldspieler! 32 Gegentore sind eindeutig zu viel. Ein starker zusätzlicher Verteidiger würde uns sicher gut tun, zumal keiner weiß, wann und ob überhaupt Ömer Toprak wieder zurückkommt.
Spielfeldrand: Die direkten Duelle (Nürnberg, Bochum) habt ihr zuletzt immer gewonnen und nun gegen Wolfsburg auch eine kleine Überraschung geschafft. Köln als Tabellennachbar kann dann wohl als direktes Duell gewertet werden. Was erwartest du von dem Spiel?
Joel: Ich erwarte, dass eure, eigentlich ziemlich gut stehende Abwehr, geknackt wird und das Zwischenziel (20 Punkte) erreicht wird. Wie ist mir eigentlich egal, aber natürlich würde ein schön herausgespielter Sieg alle Freiburg-Fans noch glücklicher in die kurze Winterpause blicken lassen. Zu hoffen ist natürlich, dass euer eigentlich hochkarätig besetzter Sturm weiterhin nichts gebacken bekommt.
Spielfeldrand: Wo und wie wirst du die Partie verfolgen und was ist dein Tipp?
Joel: Im bin selbstverständlich im Stadion. Schön wäre, wie gesagt, ein ungefährdeter klarer Sieg für Freiburg. Es könnte aber mit Sicherheit auch ziemlich eng werden.
[Foto: Tomas Caspers ]
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