Hat in Köln wunderbar geklappt. Solbakken hatte zum Amtsantritt verkündet, dass er sich lange Zeit nehmen würde, ehe der Kapitän bestimmt wird. Doch bevor er das konnte, moserte schon die Presse, dass es Podolski nicht wird. Das entzürnte dann auch direkt die Fans. Herrlich, hätte man drauf wetten können, dass es so kommt.
Lassen wir das mal hinter uns und picken uns die Kernaussage heraus. Solbakken hat bereits erklärt, warum er Pedro gewählt hat und nicht Poldi. Zum Einen, um den Druck auf mehrere Schultern zu verteilen und einige Spieler mehr in die Verantwortung zu nehmen. Richtig so!
Die Wichtigste, die – besonders – die Journalie in den letzten Tagen massiv interessiert hat, war die Kapitänsfrage. Die soll nun geklärt worden sein. Pedro Geromel wird neuer Kapitän des EffZeh. Nicht Lukas Podolski, was jedoch schon zu erwarten war. Die Herren vom Express und BILD dürften sich kräftig die Hände reiben. Haben sie doch jetzt genug Futter, um auf Stale Solbakken einzuhacken.
Können wir nicht gebrauchen, wo es in Köln doch eigentlich in eine richtige Richtung geht und wir hier tatsächlich etwas aufbauen können. Langfristig!
Umso besser (mutig ohnehin) finde ich die Entscheidung von Solbakken. Er hat sich nicht dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt. Er zieht seine Linie durch. Er wird sich etwas dabei gedacht haben. So offen und kommunikativ ich ihn bisher “kennen gelernt” habe, so sicher bin ich mir, dass er Poldi die Entscheidung in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt hat. So, dass Lukas sie versteht. Akzeptieren muss er sie ohnehin.
jetzt glaubt wirklich gesamt Fußball-Deutschland, dass Faryd Mondragon ein schlechter Torwart ist. Und da er heute nicht spielen wird, dürfen alle glauben, dass auch Soldo dass so sieht und den Kolumbianer ausgebootet hat. Ein Zeichen mehr, wie sehr es in Köln kriselt. Und da Mondi’s Vertreter Varvodic heute wahrscheinlich mindestens ein Gegentor hinnehmen muss, hat Köln ein großes Torwartproblem. Da werden die Fragen natürlich laut, warum man sich so leichtfertig vom Spitzentorhüter Thomas Kessler trennen konnte.
Was ihr dabei aber komplett unter den Teppich kehrt:
Gegen Bayern und Hoffenheim hat Mondragon dem FC zwei Punkte gerettet. Auch in der Vorsaison hatte er eine schwache Phase (ich erinnere an den Rückrundenstart), um sich dann wieder zu fangen. Dank seiner Erfahrung und Ruhe.
Weiterlesen0:1 gegen den belgischen Meister. Das ist OK. Erst recht, wenn noch ein paar Stammspieler fehlen.
Brosinski dürfte rechts hinten durch Brecko ersetzt werden.
Ehret wird sich mit dem diesmal angeschlagenen Giannoulis messen.
Podolski und Novakovic rücken ins Team.
Genau bei diesem Duo ergibt sich ein einzig logischer Schulterschluss. Ionita präsentiert sich bisher schon stark und erarbeitete sich besonders gegen Anderlecht einige Chancen, dass er erstmal gesetzt sein dürfte. Neben ihm müsste demnach Nova auflaufen.
Podolski bekäme damit alle Freiheiten. Endlich!
Und zwar auf der Position, wo ich ihn am stärksten sehe. Hinter den Spitzen. Mit allen Möglichkeiten nach vorne reinzustoßen und auf die Flügel auszuweichen.
Defensiv wäre er durch die Dreierreihe hinter ihm nicht eingebunden, so dass er sich komplett auf seine Offensivfähigkeiten konzentrieren kann. Petit, Lanig und Matuschyk sind in der Abwehr so stark, dass da nichts anbrennen dürfte. Zudem besitzt das Trio genügend Potenzial, um auch im Spielaufbau zu glänzen. Gleiches gilt für Jajalo.
Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Hertha ohne Sturm – Finstere Aussichten
Hätte Hertha nicht diese riesige Hypothek aus der Hinserie, könnte man sich freuen: drei Spiele, keine Niederlage, kein Gegentor. Das sind eigentlich beste Voraussetzungen, eine Serie zu starten. Tatsächlich ist der Zug für Hertha nun schon fast abgefahren.
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Hansi, ich hab mir da was überlegt. Unser Scouting ist mir nämlich zu zeitaufwändig. Wenn ich zum Beispiel unsere Kandidaten für rechts hinten anschauen will, brauche ich dafür sechs Bundesligaspieltage. Einmal fahr ich nach Hoffenheim, einmal nach Hamburg, dann nach Bremen, München, Berlin und Stuttgart. Und wenn dann noch einer gesperrt, verletzt oder einfach auf der Bank ist, dauert das Ganze noch länger.
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Leverkusen wird Meister. Das sagen nicht die Experten, die Zeitungen, das Fernsehen oder die Blogger. Nein – ich sage das.
Wenn ein eingefleischter Unioner am Samstag bei klirrender Kälte ins Olympiastadion geht muss es um Hertha schon sehr schlecht stehen. Sebastian von Textilvergehen war da und hier ist sein Bericht.
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Nachdem Kevin Pezzoni (7.) eine einstudierte Eckballvariante am kurzen Pfosten zum 1:0 genutzt hatte, bekamen die mitgereisten Kölner Fans gar zwei echte Stürmertreffer zu sehen: Erst erzielte Freis auf Pass von Taner Yalcin das 2:1, nach dem erneuten Ausgleich besorgte Chihi den 3:2-Siegtreffer. Beim 2:3 gegen Dortmund zum Rückrundenauftakt hatten noch die Innenverteidiger Kevin McKenna und Youssef Mohamad für die Tore sorgen müssen – obwohl Podolski und Novakovic in der Startelf gestanden hatten. Oder eben: Weil.
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WeiterlesenBis zum ersten Gegentreffer durch Christian Gentner in der 22. Minute blieb der Torhüter der “Geißböcke” auswärts insgesamt 565 Minuten in Folge ohne Gegentor.
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Sind etwa nur noch Nationalspieler gefragt, die selbst bei einer Pleitenserie auf der Playstation stets die Contenance bewahren? Nur damit im WM-Quartier Friede, Freude, Eierkuchen herrscht?
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Er fühlt sich da am wohlsten, wo Poldi – wenn er fit ist – aktuell vorgesehen ist und wo Ehret, aber auch Chihi als Alternativen bereit stünden. Im linken offensiven Mittelfeld. In 18 Länderspielen hat er drei Tore erzielt, zwei Mal in der Premier League gespielt, sechs Mal (vier Tore) in der ManU-Reserve und davor 49 Partien (14 Treffer) für Partizan bestritten. Ich glaube kaum, dass ein Spieler mit der mageren Spielpraxis uns im Moment weiterhelfen kann.
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Mirko Slomka: Zweite Chance nach 646 Tagen
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“Chancen am Markt sollten genutzt werden” sagte Götz und ihm fiel automatisch der Name Bastürk ein. Generell würde er das Mittelfeld stärken, mit wesentlich mehr Dynamik ausstatten. Dafür könne man ja auch auf die eigene Jugend zurückgreifen oder z.B. einen Maniche offensiver spielen lassen, falls die finanziellen Mittel einen Transfer nicht zulassen.
Geht Soldo beim Meister Risiko?
Ehret ist einer der schnellsten Spieler der Liga und damit als veritable Waffe gegen die löchrige Wolfsburger Deckung nahezu prädestiniert. Zudem sind seine Ecken auch durchaus gefährlich.
Podolski verletzt und frustiert.
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WeiterlesenDer Morgen graut, die Vorhänge werden aufgezogen und der Blick fällt die nächstbeste Tribüne. Ein romantisches Stelldichein unter der Anzeigetafel. Das Kindsvolk wächst auf beim Räuber und Gendarmspiel zwischen Block G und H.
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Wäre Fußball reine Mathematik, dann hätte Hertha eine nicht-abstiegswahrscheinlickeit von nur 17,85%!
Ich will keine Profis, die von „Herzenssache“ in Bezug auf ihren Arbeitgeber sprechen. Das ist mir zu dick aufgetragen. Je nach Angebotslage wechseln Profis den Verein, sie verkaufen sich, das ist ihr Job und das darf so sein. Und dennoch ist es schön welche von hier wieder da zu haben.
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FC verlängert mit Adam Matuschyk
Der Mittelfeldspieler hat sich an die Profimannschaft rangekämpft und wird woh demnächst sein Debüt geben. Mal sehen, was wirklich in ihm steckt.
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Prinzipiell ist es gut, wenn man Typen im Kader hat. Leute, mit Ecken und Kanten. Das sind in der Regel nicht nur Wortführer, sondern auch Leithammel. Sowas braucht eine Mannschaft.
Ich mag Leute, die auch mal den Mund aufmachen und den Verein kritisieren.
Natürlich sollte Kritik generell lieber intern geäußert werden, aber manchmal muss man auch öffentlich eine Welle machen.
Ich unterstütze Leute, die Missstände kritisieren und sie verbessern wollen. Denn das beweist mir nur, dass sich diese Spieler mit ihrem Verein identifizieren. Das sind Leute, die den Klub wirklich voran bringen wollen. Nur so kann es besser werden.
Deshalb verstehe ich auch Mondragon und Podolski in ihren Aussagen.
Sie fordern mehr Risiko vom 1. FC Köln. Es sollen große Spieler geholt werden. Leute, die den Eff Zeh nach vorne bringen. Dafür muss auch mal in die Kasse gegriffen werden.
Lassen wir mal außen vor, dass Köln diese Strategie die letzten zwei Jahre ohnehin fährt. Petit, Maniche und Poldi selbst sind da deutliche Zeichen. Dass Köln keine 10+ Millionen investieren kann und Poldi da eine kleine Ausnahme war, ist doch verständlich. Charaktere und international erfahrene Leute werden immer teurer. Da muss der FC durchaus abwägen. Tut er auch und ich denke, da befinden wir uns auf einem guten Weg.
Trotzdem kann ich Poldi und Mondi verstehen.
Allein, womit ich gar nicht klar komme, ist der Zeitpunkt ihrer Kritik.
Sowas haben sie gefälligst im Sommer zu äußern. Oder sobald der Abstieg endgültig verhindert wird.
Denn so bringen sie nun nur unnötige Unruhe rein, wo alles sehr konzentriert ablief.
In einer Phase, wo wir wieder erstmal acht starke Gegner vor der Brust haben und noch immer um den Klassenerhalt kämpfen.
Da sollte die Konzentration eigentlich dem sportlichen gelten und nicht der Planung der Zukunft.
Hoffentlich, vermitteln ihnen das nun auch die Herren Soldo, Meier und Overath.
Volle Konzentration auf die Rückrunde bitte.