Der 1. FC Köln hat doch noch einmal zugeschlagen. Trotz aller Beteuerungen im Vorfeld, haben sich die Geißböcke in der Offensive weiter verstärkt. Mit den Verletzungssorgen um Novakovic und Podolski hat der Deal mit
Zoran Tosic allerdings nichts zu tun. Kein reiner Stürmer wurde hier geholt, sondern einer, der aus der Tiefe kommt. Vom Flügel, dann aber mit Dampf. Der Vergleich mit Marin wurde schnell hervor geholt. Ein Dribbler also.
Kreativität ist da das Stichwort.
Seit dem Sommer suchen wir so einen Mann. Nun ist er endlich gefunden. Aber macht der Transfer Sinn?
Die Mannschaft hat sich im Moment gefunden. Einen zentralen kreativen Spieler gibt es im aktuellen System an sich nicht, wenn Soldo weiter auf das Sechser-Trio Pezzoni, Petit und Maniche setzt. Bliebe noch der linke Flügel. Ist Poldi fit, muss er dort aushelfen. Muss, weil er zentrale besser aufgehoben wäre. Fehlt er, wie jetzt stünde Ehret parat, der in den letzten beiden Jahren zum Leistungsträger aufstieg. Fehlt auch er, wird es durchaus knapp. Dann könnte Chihi dorthin wechseln und Freis auf die rechte Seite, um zusammen Novakovic zu unterstützen. Viel wenn und aber.
Trotz der kämpferisch vorbildlichen und treffsicheren Leistung von Freis gegen Wolfsburg, scheint Soldo nicht viel von dem Offensiven zu halten. Ergo, wird er Chihi auf rechts aufbieten. Tosic auf links. Und Nova in der Mitte (ggf. Freis als Ersatz).
Wenn, ja wenn Tosic schon fit ist.
Zwei Spiele hat er bislang für ManU absolviert, ansonsten bei der Reserve ausgeholfen. Spielpraxis sieht anders aus. Wettkampferfahrung gegen starke Gegner fehlen demnach ganz. Wenn Tosic kein Überspieler ist, wird er noch einige Wochen brauchen, um sich in der Bundesliga zurecht zu finden.
Nur, haben wir die Wochen?
Schließlich gilt der Vertrag nur bis zum Saisonende. Eine kurze Zeit, um sich aufzudrängen. Aktuell muss sich Soldo ohnehin fragen, warum er seine erste Elf verändern sollte, wo es gerade so gut läuft. Wieso einen Spieler auf Krampf einbauen, der dann in wenigen Monaten ohnehin wieder das Weite sucht.
Schließlich hat das Talent nur einen Leihvertrag unterzeichnet. Ohne Kaufoption. Zudem hat er klar unterstrichen, dass er kommt, um noch auf dem WM-Zug aufzuspringen und danach zu einem großen Klub zu wechseln.
Ein Reisender also.
Ich bin gespannt, ob er sich dermaßen motivieren kann, ob er direkt eine Verstärkung ist und ob hinter den sieben Millionen, die ManU mal hingeblättert haben soll wirklich Qualität steckt. Aktuell sehe ich ihn eher als Alternative. Ein breiter Kader kann nicht schaden. Vor allem in der Offensive. Ohne ihn gesehen zu haben, würde ich aber eher Yalcin einbauen, als Tosic.
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Hansi, ich hab mir da was überlegt. Unser Scouting ist mir nämlich zu zeitaufwändig. Wenn ich zum Beispiel unsere Kandidaten für rechts hinten anschauen will, brauche ich dafür sechs Bundesligaspieltage. Einmal fahr ich nach Hoffenheim, einmal nach Hamburg, dann nach Bremen, München, Berlin und Stuttgart. Und wenn dann noch einer gesperrt, verletzt oder einfach auf der Bank ist, dauert das Ganze noch länger.
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Leverkusen wird Meister. Das sagen nicht die Experten, die Zeitungen, das Fernsehen oder die Blogger. Nein – ich sage das.
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1. FC Köln
Nachdem Kevin Pezzoni (7.) eine einstudierte Eckballvariante am kurzen Pfosten zum 1:0 genutzt hatte, bekamen die mitgereisten Kölner Fans gar zwei echte Stürmertreffer zu sehen: Erst erzielte Freis auf Pass von Taner Yalcin das 2:1, nach dem erneuten Ausgleich besorgte Chihi den 3:2-Siegtreffer. Beim 2:3 gegen Dortmund zum Rückrundenauftakt hatten noch die Innenverteidiger Kevin McKenna und Youssef Mohamad für die Tore sorgen müssen – obwohl Podolski und Novakovic in der Startelf gestanden hatten. Oder eben: Weil.
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Dass die englischen Rekordgehälter irgendwann zurück schlagen und die Vereine mit in den Ruin reißen, war absehbar. Es war auch nur eine Frage der Zeit. Aber dass es ausgerechnet ManU dermaßen trifft, überrascht mich schon. Eigentlich galten die Reds immer als Aushängeschild… im Merchandising. Kein Klub verkaufte mehr Produkte, kein Verein erzielte solche Einnahmen. ManU thronte irgendwie über allem. Hatte aber halt das Problem, sich durch die satten Einnahmen auch noch dickere Ausgaben leisten zu wollen. Starspieler mussten her und das funktionierte auch ganz gut, so lange die ganz großen Erfolge gefeiert wurden.
Da reichen nationale Meistertitel nun mal nicht aus. Trotz der Konkurrenz von Chelsea und den donnernden Ankündigungen von Rivale City, feierten die Jungs von Alex Ferguson zuletzt drei Meistertitel in Folge. International sah es da mau aus. Bis zum ersehnten Champions League-Sieg 2008 herschte neun Jahre lang Flaute. Zu wenig für die eigenen Ansprüche. Und die eigene Kasse.
International wird das große Geld gescheffelt.
Wer sich einen kostspieligen Kader leisten mag, der muss dort Titel feiern.
Ansonsten schlagen die Ausgaben zurück.
In Manchester mit geballter Faust.
Fast eine Milliarde Euro Schulden hat der Verein. Verbindlichkeiten von 985.000.000 Euro!
Wäre der Transfer von Cristiano Ronaldo im Sommer nicht gewesen, hätte man die zehn Stellen schon jetzt voll.
Normalerweise sollte man sich bei den Wettanbietern der Nation seinen Freebet sichern und auf den Konkurs von ManU wetten.
Normalerweise. Ich verstehe bis heute nicht, wie sich Vereine (Real Madrid ist ja auch so ein Experte) mit solchen Schuldenbergen über Wasser halten können. Jedes andere Unternehmen wäre schon zehn Mal insolvent gegangen, aber im Fußball steht eine ganze Lobby dahinter, die den Verein über Wasser hält.
Dann wird halt ein Spieler verkauft und auch noch das Trainingsgelände. Müsste ja reichen. Um die zehnstellige Zahl nicht noch zu erreichen.
Zum Glück gibt es noch ein paar neue Unternehmen, die Sponsorengelder in den Verein stopfen. Passt schon.
Passt vielleicht, wenn man dann ein vernünftiges Konzept aufstellt und kräftig einspart (anstatt sich mit Krediten über Wasser zu halten). Schließlich hätte ManU noch einige Prunkstücke im Regal liegen. Einen Rooney etwa. Oder einen einen Berbatov. Stattdessen leistet sich ManU sechs (!) Torhüter. Viele Talente ganz sicher, aber sechs? Hinzu kommen je dreizehn Abwehr- und Mittelfeldspieler sowie sieben Angreifer. Macht 39 Angestellte.
Selbst, wenn man dann noch sagt, dass ManU auf so vielen Hochzeiten tanzt, einige Verletzte im Kader hat und ein Teil der Talente lediglich für die Reserve vorgesehen ist, so unverständlicher erscheint es, wenn man in diesen Zeiten einem Rooney (zweifelsohne das vielleicht letzte Juwel im Kader) einen neuen Traumvertrag anbietet, der die Kosten nicht unbedingt senken wird.
Komisch Welt da drüben.
Gut gehen kann das aber nicht.
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Er fühlt sich da am wohlsten, wo Poldi – wenn er fit ist – aktuell vorgesehen ist und wo Ehret, aber auch Chihi als Alternativen bereit stünden. Im linken offensiven Mittelfeld. In 18 Länderspielen hat er drei Tore erzielt, zwei Mal in der Premier League gespielt, sechs Mal (vier Tore) in der ManU-Reserve und davor 49 Partien (14 Treffer) für Partizan bestritten. Ich glaube kaum, dass ein Spieler mit der mageren Spielpraxis uns im Moment weiterhelfen kann.
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