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Ziemer verlässt Kaiserslautern
… und geht als ehemaliger Jung-Teufel wohin? Natürlich zum SV Wehen-Wiesbaden
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Weiterlesen(transfermarkt.de) Steffen Bohl unterzeichnet einen Vertrag beim Zweitligaabsteiger SV Wehen-Wiesenbaden. Die Hessen rüsten damit ihre Abteilung “ehemalige Lauterer Jungteufel” weiter auf. Bohl spielte zwar zuletzt für den Drittligisten VfR Aalen, gehörte aber 2006 zu dem Kreis der Talente, die den 1. FC Kaiserslautern in eine bessere Zukunft führen sollten. Der Vertrauen in die Jungspunde hielt jedoch nicht lange an, so dass das Team immer mehr auseinanderfiel. Und nun beim SVWW anscheinend neu zusammen gefügt werden könnte. Vor Bohl konnten die Hessen schon Sebastian Reinert unter Vertrag nehmen. Marcel Ziemer ist aktuell nur ausgeliehen, soll aber weiter an den Verein gebunden werden, genau wie Fabian Schönheim. Gelingt dies, stehen vier ehemalige Jungteufel im Aufgebot des Drittligisten.
Ohnehin baut der Verein auf die Jugend. Mit Erik Domaschke wurde ein junger Keeper von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. Zudem verlängerten die Talente Ziegenbein, Billick und Acar vor Kurzem ihre Verträge. Weitere Jungspieler stehen ohnehin noch unter Vertrag. In Benjamin Weigelt wurde obendrein ein schon recht erfahrener, aber noch relativ junger (26) Spieler vom FC St. Pauli geholt. Bleiben Wehen-Wiesbaden Bakary Diakité, Levan Tskitishvili, Sascha Amstätter, Erwin Koen und Sanibal Orahovac erhalten, verfügt die Mannschaft über erfahrene Spieler, die die Nachwuchsspieler fördern und fordern können.
WeiterlesenSebastian Reinert wechselt in der nächsten Saison zum dann nur noch drittklassig spielenden SV Wehen-Wiesbaden.
Damit verlässt ein weiteres Talent den 1. FC Kaiserslautern.
Ein Spieler aus den Reihen, der die Roten Teufel ursprünglich mal in eine bessere Zukunft führen sollte.
In der Saison 2005/2006 war es, als der 1. FCK dem Abstieg immer näher rückte und sich in der Krise eine Reihe 18- und 19-jähriger auf sich aufmerksam machte. Sie wurden ins kalte Wasser geschmissen und wussten sofort zu überzeugen. Mit den neuen Talenten schien die Basis für eine bessere Zukunft geschaffen. Mit der handvoll hoffnungsvoller Talente sollte der sofortige Wiederaufstieg geschafft werden.
Doch alles kam anders.
Nachdem sich die Herren Fromlowitz, Schönheim, Reinert & Co. in der ersten Liga behaupten konnten, standen sie eine Etage tiefer schnell hinten an.
Auf einmal schien sich die Zukunft wie von alleine selbst zu zerstören.
Die Talente kamen nur noch sporadisch zum Einsatz.
Wenn man jetzt in den Kader blickt ist keiner der Hoffnungsträger mehr im Aufgebot.
Gerade mal drei Jahre später!
Allerdings finden sich die Talente auch nicht in großen Vereinen wieder.
Begibt man sich auf die Suche, hilft der Klick auf die Seite von Wehen-Wiesbaden weiter.
Dort besinnt man sich anscheinend auf die alten teuflischen Zeiten und versucht den ehemaligen Überfliegern ein neues Zuhause zu bieten.
Ohne Erfolg, wie der Abstieg (leider) beweist.
Da konnte auch ein Fabian Schönheim nicht helfen. Ebenso wenig wie der aktuell nur ausgeliehene Marcel Ziemer. Bleibt der Stürmer wäre Reinert Jungteufel Nummer drei in Hessen. Allerdings nur in Liga drei!
Dort spielt aktuell auch schon Steffen Bohl. Mit seinem VfR Aalen kämpft er jedoch vehement gegen den Abstieg.
Zumindest erstklassige Engagemente haben Florian Fromlowitz und Daniel Halfar. Doch beiden Talenten bleibt in Hannover bzw. Bielefeld meistens nur die Ersatzbank. Dabei hat vor allem der Torhüter bewiesen, dass er zu mehr berufen ist. Er hat jedoch das Pech, einen Enke vor sich zu haben. Halfar scheint sein Potenzial einfach nicht konstant abrufen zu können.
Von den ehemaligen Talenten konnte sich somit keiner erstklassig durchsetzen. Obwohl ich noch immer glaube, dass Spieler, wie Fromlowitz, Schönheim und auch Reinert minimal zweite Liga spielen können. Wenn nicht sogar müssen. Normalerweise sollten sie sich mit dem richtigen Vertrauen auch erstklassig behaupten können.
Schade, nicht nur für Lautern und die Spieler, sondern selbst für den deutschen Fußball im Allgemeinen, dass solche wirklich herausragenden Talente schon so früh verheizt oder fallen gelassen werden. Ein altes Problem, das zwischendurch behoben schien.
Sieht man sich die Vielzahl guter Talente in Deutschland an, erkennt man, dass vielerorts das Potenzial und die Chancen gesehen werden, wenn man seine Spieler selbst ausbildet. Nur anscheinend in der Pfalz nicht.
Ginge es hier nur um einen Fall, könnte man den Vorfall schließlich noch als Ausnahme betiteln und abhaken. Das passiert überall und immer wieder in deutschen Vereinen. Aber beim FCK wurde eine handvoll Jugendspieler erst hochgejubelt und dann eiskalt fallen gelassen.
Dass hier kein anderer Verein (außer Wehen) die Gunst der Stunde genutzt hat, um zuzugreifen und sich ein deutsches Talent zu sichern, steht auf einem anderen Blatt.
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