Was mit konsequenter Nachwuchsarbeit möglich ist, hat die deutsche Nationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft 2010 bewiesen. So technisch stark hat sich eine DFB-Elf schon seit Ewigkeiten – vielleicht noch nie – präsentiert. Mit Erfolg, wie man gesehen hat.
Die Grundlagen wurden dabei schon früh gesetzt. Während Deutschland jahrelang die Nachwuchsarbeit sträflich vernachlässigt hat, zählen wir auf diesem Gebiet nun zur absoluten Spitze, was auch die Zusammenstellung des WM-Kaders bewies.
Auch für die kommenden Jahre kann man positiv nach vorne schauen. Denn die Hausaufgaben wurden erfüllt. Nicht nur die aktuellen Spieler werden sich weiterentwickeln. Aus den jüngeren Jahrgängen rückt viel Potenzial nach.
WeiterlesenDie fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Und am Ende ist der Glauben im Fußball ebenso wichtig, wie Emotionen und Leidenschaft… und manchmal geht eine Hoffnung auch in Erfüllung.
Und am Ende wird wieder alles halb so schlimm und die Welt feiert. Friedlich!
1. FC Köln
Was ja keine schlechte Situation ist. Sogar besser, als einen Schnitt zu machen und die neuen Charaktere zusammen zu führen. Es gilt das vorhandene Personal zu einer Einheit zu formen. Individuell gesehen haben wir großartige Spieler beisammen, nur müssen sie jetzt auch zusammen passen. Das dürfte gelingen, wenn die Mannschaft in größtenteils aktueller Besetzung in die neue Saison geht. Dann kann man “nebenbei” junge Spieler einbauen, wie aktuell Matuschyk.
Das gilt auch auf der Torhüterposition, weswegen der EffZeh hier genau aufpassen muss:
Torhüterkarussell: Kessler will weg – und Mondragon?
Wie werden die wohl aussehen? Muss er sich vielleicht die 90 Minuten gegen Bochum anschauen?
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Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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WeiterlesenDas Interview von Philipp Lahm hat Nachwehen hinterlassen. Nicht nur beim FCB, Lahm und dem DJV, sondern auch bei mir. Aber nicht aus rechtlicher oder disziplinarischer Sicht, sondern aus Inhaltlicher. Denn natürlich hat der Nationalspieler recht, wenn er Mißstände anprangert. Als Leistungsträger darf er das. Als Führungsspieler muss er das sogar. Dass er dafür den falschen Weg gewählt hat, abgehakt. Gut für BILD… und mich…
Denn auch in Köln fehlt seit Jahren eine klare (Transfer)Linie. Jeder neue Trainer bringt neue Ideen mit, die er umzusetzen versucht. Dass dabei Spieler hinten runterfallen, die nicht mehr ins System passen, fast zwangsläufig. Dass dem Verein selber aber ein großer Schaden zugefügt wird, fällt erst später auf. Nämlich dann, wenn ein Großverdiener nur noch auf der Bank sitzt und ein Wechselfenster in weiter Ferne ist… und bis er gehen kann, hat er ein halbes Jahr nicht mehr gespielt und so findet sich kein Abnehmer mehr. Oder halt nur jemand, der nur noch einen Bruchteil bezahlen mag. Verlust für den Verein.
Dass es heutzutage zweifellos schwierig ist ein gewisses Konzept durchzusetzen, ist auch mir klar.
Wünschenswert wäre es zweifellos. Ich denke nur an Ajax, die in den Neunzigern von der F-Jugend bis zu den Profis ein und dasselbe System trainiert und gespielt haben. Für Talente ist da der Weg viel offener nach oben. Die erste Elf bekommt Spieler, die perfekt geschult sind. Was will ein Trainer mehr?
Eine eigene Philosophie. OK, aber wer in Amsterdam unterschrieben hat, wusste, dass er sich auf ein 4-3-3 einstellen musste. Wer das nicht wollte, der kam gar nicht in die Wahl oder wurde schnell wieder gegangen.
Deshalb wäre es wohl nur im Sinne jedes Vereins mit Zukunftsambitionen, die einzelnen Teams noch gezielter aufeinander abstimmen und klare Richtlinien vorzugeben.
Eigentlich ein Kleines, möchte man merken.
Aber anscheinend doch schwieriger, als man als Außenstehenden denken mag.
Schauen wir einfach mal nach Köln.
Dort scheint Soldo nicht so richtig zu wissen, wie er spielen soll, aber doch klingt durch, dass er auf eine Viererkette, zwei Sechser, zwei offensive und kreative Außen hinter zwei Spitzen abzielt.
Da das nötige Kleingeld fehlt, um Topstars zu holen und passende Spieler anscheinend rar gesät sind, um den Ansprüchen gerecht zu werden, könnte man erwarten, dass man zumindest versucht im Nachwuchs talentierte Nachrücker zu formen.
Aber weit gefehlt.
Schaut man sich die U23 an, fällt auf, dass sie im letzten Spiel im 4-3-3 aufgelaufen ist.
Bei der U19 wird eifrig das 4-2-3-1 einstudiert.
Immerhin findet sich diese Ausrichtung auch bei der U17 wieder. Respekt!
Trotzdem ein Armutszeugnis.
Was soll man da noch Positives draus ziehen?
Maximal, dass die Spieler variabel geschult sind… na super!
Aber immerhin ist das kein rein Kölsches Problem, wie Lahm beweist und bei den anderen Bundesligisten wird es wohl kaum anders sein.
WeiterlesenDer (fast)tägliche Fußball-Überblick mit den wichtigsten Nachrichten des Tages.
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Liverpool staring at European exit after latest injury blow for Steven Gerrard
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„Wat ’ne coole Sau!“
Über Magaths gutes Händchen beim Schalker-Nachwuchs.
Ballpod München, Ausgabe 6 (20. Oktober 2009)
Tradition und leere Ränge
Oder Rätselraten bei Preston North End.
Blogger haben gewählt: Die FC-St.-Pauli-Jahrhundertelf
Groartige Idee
Da werden Erinnerungen wach. Manche Spieler hatte ich fast vergessen, aber nun taucht von meinem inneren Auge das Panini-Bild von Andre Golke wieder auf. Herrlich.
Gerade jetzt, nachdem mit Lukas ein Eigengewächs zurück geholt wird, hört man hier und da riesige Lobeshymnen auf unsere Nachwuchsarbeit. Und sicherlich können wir uns freuen, dass ein Podolski zu diesen Ehren gekommen ist und auch ein Sinkewitz mal hoch im Kurs stand. Ganz bestimmt sogar ist die Durchlässigkeit von den Amateuren zu den Profis in Köln recht hoch.
Da hat aber nicht nur was mit unserer guten Talentförderung zu tun, sondern einfach mit einem gerade in zweiter Reihe dünnen und mittelmäßigen Personaldecke. Ergänzt mit wirtschaftlichen Faktoren ergibt sich fast nur die Möglichkeit offene Stellen durch kostengünstige Amateure aufzufüllen. Das ist auch gut so, ist der richtige Weg in meinen Augen. Aber von einer vorbildlichen Nachwuchs-Einbindung möchte ich nicht zwingend sprechen.
Ein Matip (an sich Bochumer Jung) und ein Chihi sind mit großem Talent gesegnet, aber erhalten am Geißbockheim nicht das dauerhafte Vertrauen, um sich wirklich durchzusetzen. Stattdessen werden sie gelobt, füllen den Kader aber nur auf. Ergänzen ihn, statt ihn zu verstärken, so dass schnell die Vermutung aufkommen kann, dass die Beiden deshalb so nachhaltig gelobt werden, um in der Breite zumindest namentlich gut aufgestellt zu sein.
Ein Pezzoni (Frankfurter Eigengewächs in Diensten des FC) hat in der abgelaufenen Saison neben Petit einen enormen Leistungssprung genommen und sich überraschend zum Stammspieler gemausert, wird aber prompt wieder geblockt. Zuerst holte man im Winter Boateng und nun hält man zumindest ein Auge offen. Für den Fall, dass noch ein guter Sechser auf dem Markt auftaucht.
Warum frage ich mich?
Wenn man seine Talente wirklich fördern will und dann auf ein Trio, wie Pezzoni, Chihi und Matip zurückgreifen kann, warum gibt man ihnen dann nicht die Chance neben gestandenen Spielern weiter zu wachsen?
An der mangelnden Qualität kann es in meinen Augen nicht liegen.
Mit Brosinski und Yalcin wurden letztes Jahr zwei weitere Jugendspieler hochgezogen. Mich würde es wundern, wenn sie in diesem Jahr vermehrt ihre Einsatzschancen bekommen würden.
Im aktuellen Kader stehen mit Josè Vunguidica, Michael Gardawski, Sebastian Zielinsky, Lukas Nottbeck, Adam Matuschyk und Christian Clemens gleich sechs weitere Talente parat. Inwieweit sie wirklich eingebunden werden, mag ich zu bezweifeln.
Deshalb kann man fast vermuten, dass der Großteil dieser Spieler über kurz oder lang bei Konkurrenten landet oder sie irgendwann als “ewige Talente” abgestempelt werden.
Zwei Talente suchen in diesem Sommer vielleicht auch deshalb das Weite. Innenverteidiger Albert Alex wechselt zu (den Amateuren von) 1899 Hoffenheim und Stürmer Lucas Musculus heuert bei TuS Koblenz an. Beide entstammen unserer U19. Gerade Alex hätte ich gern weiter am Geißbockheim gesehen. Als Innenverteidger Nummer vier, der – wenn er sich richtig entwickelt – McKenna ablösen könnte. Musculus erzielte letzte Saison immerhin 11 Tore in 17 Bundesliga West-Jugendspielen. Eine Chance hätte er vielleicht schon in der letzten Saison verdient gehabt, als unsere Offensive noch nicht so breit, wie aktuell aufgestellt war.
Ich verlange keineswegs lediglich auf Jungspunde zu setzen. Aber entweder hört man auf, andauernde Lobeshymnen auf den Nachwuchs zu verfassen oder man beginnt dieses Potenzial endlich zielgerichteter auszuschöpfen.
Der 1. FC Köln sollte aufwachen und sich seine durchaus gute Nachwuchsarbeit nachhaltig zu Nutze machen, indem man der Jugend eine ehrlich Chance gibt. Nicht nur als Bankdrücker, sondern als “echte Profis”. So wie einst Lukas Podolski.
- Hinweis. Gedankenstütze für mich. Weitere FC-Artikel, die die Tage folgen:
Erkenntnisse der ersten Testspiele
Spielplan der neuen Saison
Team der Zukunft (hat sich nach näherer Betrachtung schon wieder erledigt)
Pro Chihi
(bundesliga.de) Niko Kovac betreut ab sofort die Junioren-Mannschaft von RB Salzburg. Der 37 Jahre alte Kroate unterzeichnete einen Zweijahresvertrag. Damit bleibt der ehemalige Bundesligaspieler den Österreichern auch nach seinem Karriereende treu. Zuletzt hatte er für die erste Mannschaft der Salzburger drei Jahre lang die Schuhe geschnürt. Nach zwei Saisons als Stammspieler kam er zuletzt jedoch nur noch zwölf Mal zum Einsatz. Zuvor war er schon für Bayer 04 Leverkusen, Hamburger SV, FC Bayern München und Hertha BSC aktiv. Als Jugendtrainer kann der Nationalspieler austesten, ob der Trainerberuf ihm liegt oder nicht.
Weiterlesen(transfermarkt.de) SG Wattenscheid 09 und Galatasaray Istanbul verhandeln aktuell über eine mögliche Kooperation zwischen beiden Vereinen. Dabei soll es um eine Zusammenarbeit im Jugendbereich gehen. Die Geschichte wäre vor allem für den deutschen Verein interessant, weil sich so die Möglichkeit ergeben könnte, den Kader mit talentierten türkischen Spielern aufzufüllen. Galatasaray kann davon eher im geringen Maße profitieren, da die SG aktuell nur in der NRW-Liga spielt und die Talente deshalb nicht gegen vergleichsweise starke Mannschaften antreten müssen. Allerdings erhalten sie immerhin Spielpraxis.
Im Moment spielen in Wattenscheid schon zwei türkische Spieler. Emre Köksal und Farat Toku. Die könnten – wenn die Kooperation tatsächlich unterzeichnet wird – beste Gesellschaft erhalten. Wahrscheinlich nicht durch den Deutsch-Türken Barsi Özbek, der zwar gern nach Deutschland zurück kehren möchte, aber da eher Interesse bei hochklassigen Vereinen weckt. Schließlich träumt er von der Nationalmannschaft. Eine Verpflichtung vom zweiten Deutschen im Gala-Kader, Alparslan Erdem klingt da schon eher realistisch.
Aber vor allem würde wohl die türkische Kolonie ausgebaut. Ugur Ucar (21 Jahre), Serkan Kurtulus (19) und Yaser Yildiz (20) scheinen am Wahrscheinlichsten, da dieses junge Trio kaum zu Einsatzzeiten in der türkischen Süper Lig kommt. Wirkliche Verstärkungen wären wohl Mehmet Güven (13 Saisoneinsätze für Gala) und Aydin Yilmaz (15), aber ob der türkische Erstligist die beiden 21-jährigen in die unterklassige Liga ziehen lassen würde?
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