Irgendwie kann ich mit den Nominierungen von Joachim Löw zur Fußball Weltmeisterschaft 2010 nicht richtig leben. Natürlich gibt es immer Härtefälle und ich kann mich kaum erinnern, dass ich mal zu hundert Prozent mit der Entscheidung eines Bundestrainers konform ging. Das ist halt Fußball. Jeder hat andere Vorstellungen und Sichtweisen. Fans sehen gern „nur“ die einzelnen Leistungen, der Trainer muss einfach das „Große Ganze“ im Blick behalten. Die Spieler müssen zusammen und vor allem in sein Konzept passen. Dieser Blick geht mir gern ab.
Aber den aktuellen Blick von Löw möchte ich auch gar nicht haben.
WeiterlesenWer nicht mitdarf, der sorgt für ein wenig Presse und hofft dann auf die Nachsicht des Bundestrainers. Der Jogi muss jetzt richtig aufpassen, wen er Anfang Mai (vorläufig) für die WM 2010 nominiert. Entweder beweist er Fingerspitzengefühl oder er macht sich unglaubwürdig. Eine falsche Entscheidung und zack, könnte im Kader Unruhe herrschen. Die ist aber unerlässlich, wenn in Südafrika Erfolge gefeiert werden sollen.
Kuranyi scheint nur der Anfang zu sein.
Dabei hat es der Schalker am Schlausten angestellt. Anstatt laut loszupoltern, zog er sich medial zurück und überzeugte mit Leistung. Derart, dass die Presse irgendwann nicht mehr umhin kam, ihn in den Kader zu schreiben und sprechen. Im Schatten der Journalisten sonnen sich fast zwangsläufig immer ein paar Experten, die fröhlich nachplappern, damit weitere Presse erzeugen und den Bundestrainer unter Druck setzen.
Völlig zurecht in diesem Fall!
Auch, wenn ich Kuranyi an sich nicht mag, so würde ich ihn auch mitnehmen. Als Stürmer neben und mit Stefan Kießling.
Abhaken und nach vorne blicken.
So leicht geht es jedoch nicht. Denn in Wolfsburg sorgte Torsten Frings mal wieder für einen Paukenschlag mit einer astreinen Leistung und zwei Toren. Wenn er immer so spielt, taucht auch er demnächst in den Gazetten auf. “Frings muss zur WM”. Was sogar nachvollziehbar wäre, wenn man das Verletzungspech auf der Doppelsechs betrachtet. Doch Frings brilliert nicht immer so, sieht seinen Zug trotzdem schon (fast) abgefahren und poltert deshalb selber los. Nach Leistung solle es gehen, tut es aber nicht. Deshalb sei er dann wohl nicht dabei. Die Presse nimmt die Worte dankend mit.
Doch Aussicht auf Erfolg hat Frings mit diesen Aussagen nicht. Denn die Presse erzeugte er und nicht die mediale Kunst an sich.
Damit bestätigt Frings (leider) einmal mehr sein Image als alternder und polternder Draufgänger, durch dass er sich jedoch mehr Sympathien verspielt, als neue Freunde (im Trainerstab, der Presse, dem Expertenkreis) zu gewinnen.
Auch, wenn er Recht hat, so mag keinen einen Unruhefaktor im Team haben.
Frings bleibt außen vor und stellt sich in unnötig schlechtes Licht.
Ohne Erfolg damit zu erzielen.
Das hätte er eigentlich wissen können. Wenn er vor Wochen mal gen Torhüterposition in Stuttgart geblickt hätte…
Was sonst noch vom 31. Spieltag bleibt…
Quoten-Nachbrenner
Köln – Bochum 2:0 = 2,10
Stuttgart – Leverkusen 2:1 = 2,15
Wolfsburg – Bremen 2:4 = 2,55
Schalke – Gladbach 3:1 = 1,40
Hamburg – Mainz 0:1 = 7,00
Freiburg – Nürnberg 2:1 = 2,25
München – Hannover 7:0 = 1,18
Dortmund – Hoffenheim 1:1 = 3,80
Frankfurt – Berlin 2:2 = 3,40
Gewinn als Kombiwette: 3.870,36 Euro (bei 1 Euro Einsatz)
Gewinn als 9 Einzelwetten: 25,83 Euro (bei 9 Euro Einsatz)
[Ich übernehme keine Gewähr. Für nichts und niemanden!]
WeiterlesenDie fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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