Denn ich habe vom Spiel nichts gesehen. Ich frage mich auch noch, ob ich mir eine Zusammenfassung antun werde. Werde ich wohl noch erledigen. Aber aktuell bin ich froh, mir das lange Wochenende nicht versauen zu lassen.
0:3 in Berlin.
Das war dann doch bitterer, als ich befürchtet hatte, wenn ich negativ in die Partie gegangen wäre. Ich hatte vor dem Spiel meine Zweifel. Jetzt weiß ich warum.
Als das Spiel gerade angepfiffen wurde, kam ich bei den Eltern meiner Freundin an. Fünfzehn Minuten später konnte ich nicht anders, nicht doch mal einen verstohlenen Blick auf mein BlackBerry zu werfen, um ernüchtert festzustellen. Rückstand. Noch drei Blicke später stand es 0:3 und ich beschloss, erst nach Anpfiff wieder zu schauen. Die Hoffnung war verflogen. Bitter.
Köln hätte einen wichtigen Schritt nach vorne machen können. Das hätte Puffer nach unten gegeben und ein gutes Gefühl für die Länderspielpause. So wird es wieder etwas unruhiger werden. Solbakken muss die Hebel ansetzen und dürfte mit dem Negativerlebnis die Argumente für harte Arbeit auf seiner Seite zu haben. (Leider) fehlen etliche Spieler wegen der Länderspiele.
Am Donnerstag stand ich mit nem Kumpel im Fitnessstudio, wir philosophierten über die Liga und den EffZeh. Bis ich den Satz raushaute: “Gehen Hertha wird das ein ganz anderes Spiel.” Ein Satz, der mich die letzten Tage verfolgte.
Denn die Schlussfolgerung war klar: Gegen Leverkusen und Hoffenheim hatten wir es mit vermeintlich stärkeren, technisch beschlagenen und erfahrenen Mannschaften zu tun. Da können wir uns ohne Druck “hinten reinstellen”, kompakt stehen und gefährliche Konter fahren. Gegen Hertha wird mehr über den Kampf gehen, der Aufsteiger ist der Aufsteiger und Köln muss versuchen mehr das Spiel zu machen.
Alles Schmarrn!
Gegen Hoffenheim und in Teilen gegen Leverkusen haben wir bereits die Spielkontrolle gehabt. Das Konzept von Stale Solbakken beruht nicht auf den Stevens Satz “Die null muss stehen”, sondern einer kompakten Ausrichtung mit zwei dicht beieinanderstehenden Viererketten, frühem Pressing und blitzartiken Angriffen. Läuft alles rund, hat man den Ball bereits an der Mittellinie, kann den Ball halten und nach vorne denken. Also durchaus das Spiel bestimmen.
Hertha BSC hat es richtig gemacht in den letzten Wochen. Nicht unbedingt mit dem Abstieg. Aber sicherlich mit der Zusammenstellung des Kaders, bei der – allen Unkenrufen zum Trotz – Leistungsträger, wie Raffael gebunden werden konnten. Vor allem aber nutzt der Hauptstadtklub den Dämpfer zur Neuausrichtung. Personeller Hinsicht. Am Spielfeldrand.
Dort hat man die Chance genutzt, am Tiefpunkt alte Größen an den Verein zu binden.
Nun hat Preetz viele Ehemalige im Verein installiert. Er will damit Identifikation und Identität schaffen. Preetz spielt jetzt in einer Mannschaft mit Christian Fiedler (Chef-Torwarttrainer), Hendrik Herzog (Zeugwart Profis und Co-Trainer U19), Andreas Schmidt (Aufsichtsratmitglied), Andreas “Zecke” Neuendorf (Spieler U23), Karsten Heine (Chef-Trainer U23), Frank Vogel (Nachwuchskkordinator und Chef-Trainer U16), Pal Dardai (Spieler Profis), René Tretschok (Chef-Trainer U19), Ante Covic (Chef-Trainer U15), Sven Kretschmer (Chef-Scout) und Andreas Thom (Chef-Trainer U17). Für Hertha-Nostalgiker schlägt nun das Herz höher.
Da geht aus weiter Ferne und ohne Berlinbezug selbst das Herz auf. Spieler, mit denen ich “aufgewachsen” bin und die zu Berlin gehören, wie Häßler, Lottner und Littbarski nach Köln.
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“Hat die Arminia überhaupt Tafelsilber?”
Oder: Wie Union-Fans die Kraft gewinnen mit Herthanern in die Diskussion zu gehen.
1. FC Köln
Och. Naja. Hm. FC Home Trikot 2010/2011
Schlicht ist edel ist chic. Weiß wäre aber deutlich besser. Vielleicht 2011/2012, lieber FC!
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WeiterlesenEs scheint, als sei die Menschheit eine Horde von erbärmlichen Klugscheißern. In dieser Horde weiß jeder alles, aber wirklich alles besser, und mit twitter hat auch jeder einzelne dieser Horde nun das nötige Postillionshorn in der Hand, um sein Besserwissen auch jederzeit kund tun zu können.
| Köln 0 | Fehlanzeige |
|---|---|
| Berlin 3 | Raffael 25, 45
Cicero 75 |
Ganz ehrlich, was soll man nach so einem Spiel schreiben?
Der 1. FC Köln hat einmal mehr vor eigenem Publikum keine überzeugende Leistung abgerufen. Abrufen können. Irgendwie scheinen die Spieler zu verkrampfen, wenn sie die Choreo ihrer Anhänger sieht. Trotz eines 5:1 im Rücken und dem Tabellenletzten vor der Brust, gelingt es dieser Mannschaft nicht, hinten sicher zu stehen und vorne eiskalt zu knipsen.
Stattdessen vergeben wir vorne die ersten Chancen, ziehen uns dann verunsichert zurück und patzen defensiv so dermaßen, dass der Gegner fast nur noch einschieben muss.
Berlin hat clever gespielt. Der gesamte Druck lastete auf den Hauptstädtern und wie sie diesen aktuell trotzen ist beeindruckend. Da ziehe ich meinen Hut. Eigentlich schon abgeschrieben und nun doch mit kleinen Chancen. Vor allem beweisen sie, dass sie mehr als nur mithalten können. Die Saison haben sie vorher verloren. Im Gegensatz zum FC, der die Spielzeit im Schlussspurt verlieren kann. Oder aber noch richtig retten.
Denn in den schweren Partien zu Beginn einer Halbserie zogen sich die Geißböcke überzeugend aus der Affäre, um dann gegen die “vermeintlich leichten Gegner” die schöne Ausgangsposition zu verspielen. Wir hätten uns freispielen können, um dann weiter nach oben zu blicken.
Stattdessen müssen wir nun leicht ängstlich gen Relegationsplatz blicken. Erst recht, da es jetzt gegen die Teams aus dem Keller geht. Aber vielleicht braucht Köln den Druck, um überzeugen zu können. Was ein Armutszeugnis wäre für die Mannschaft. Ohnehin frage ich mich, was in den Köpfen von den Jungs vorgeht. So unkonstant kann man eigentlich gar nicht spielen. Und wenn ich mir die Tore nochmal in Ruhe angeschaut habe, dann frage ich mich, wo die Ruhe, das Stellungsspiel und die Zweikampfstärke unserer zentralen Verteidigung geblieben ist? Wurde die Hintermannschaft letzte Saison und bis zum Winter noch hochgejubelt, ist sie nun nur noch ein Schatten ihrerselbst und nur peinlich. Das Debakel gegen Berlin aber auch Mohamad, Geromel und Mondragon zu schieben, wäre zu einfach. Eher wünsche ich mir hier wieder eine Einheit, die kompakt auch noch hinten arbeitet.
Idealerweise schon gegen Hoffenheim. Mit einem torlosen Spiel wäre ich da schon zufrieden. Dass dann Mohamad fehlt, ist bitter. Sein Rot war jedoch notwendig. Hätte er Ramos ziehen lassen, wäre das schon das 0:3 gewesen. Vielleicht tut dem Libanesen eine Pause ganz gut. Soldo sollte jetzt Stärke zeigen und sein Team einer genauen Prüfung unterziehen. Wer zieht noch am selben Strang? Wer hat den Abstiegskampf verinnerlicht? Wer frisst in dieser Situation Gras? Falls sich tatsächlich nicht elf Mann finden (was aktuell den Anschein hat), dann gehören halt Amateure ins kalte Wasser geschmissen. Wann, wenn nicht jetzt?
Gerade das Mittelfeld setzt eigentlich kaum noch Akzente. Über die volle Spielzeit. Egal, ob Petit, Maniche oder Tosic. Sie alle nehmen sich immer wieder Pausen. Pausen, die unsere Gegner eiskalt bestrafen. Wenn die Mannschaft keine Trotzreaktion zeigt, dann wird es echt eng.
Zum Glück geht es jetzt erstmals wieder auf Reisen. Und danach?
Vielleicht sollten wir bei der DFL ein freiwilliges Geisterspiel beantragen. Vielleicht klappt es dann in dieser Saison doch noch mit einem Heimsieg.
Stimmen
Einen kapitalen Bock von Hertha-Keeper Jaroslav Drobny konnte Novakovic aber nicht nutzen (2.). Doch der Elan verpuffte relativ schnell. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte keine Chancen, gingen aber trotzdem in Führung.
Vor dem 0:1 durfte Ramos am Kölner Strafraum in aller Ruhe den Ball führen. Der Kolumbianer wagte einen Schuss, obwohl er eigentlich hätte abspielen müssen. Doch der abgeblockte Versuch kam zu Raffael, der gegen Mohamad und Geromel aus nächster Nähe einschoss.
Nur zwei Minuten später hätten dann die Kölner den Ausgleich markieren müssen: Nach einer Tosic-Ecke von links verlängerte Sebastian Freis per Kopf auf den langen Pfosten, wo Novakovic völlig freistehend aus zwei Metern ans Lattenkreuz köpfte (27.).
In der 43. Minute zirkelte der starke Tosic einen Freistoß aus etwa 25 Metern genau auf den rechten Winkel. Drobny klärte den Ball aber mit den Fingerspitzen und rettete seinen Farben damit die Führung. Diese baute Raffael (45.) kurz später sogar noch aus.
Peinlich wurde es dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Zunächst kam FC-Torwart Faryd Mondragon nach einer Ramos-Flanke zu spät, dann konnte Mohamad nach einem Kopfball von Lukas Piszczek den Ball nicht wegschlagen.
Ramos, der im Mittelfeld mehrere Kölner düpierte und alleine auf Mondragon zueilte, wurde vom hinterhersprintenden Mohamad ins Straucheln gebracht. Der Berliner schleppte sich noch in den Strafraum und sank dann zu Boden. Referee Peter Gagelmann entschied auf Freistoß und Rot für den Libanesen (73.).
Es ist schon eine blamable Leistung, die wir da abgeliefert haben. Dafür den Trainer verantwortlich zu machen, ist mir zu einfach. Die Spieler müssen sich selbst hinterfragen“, sagte Manager Michael Meier, der Trainer Zvonimir Soldo aus der Schusslinie nahm.
Zahlen und Daten
Platz: 13
Punkte: 31
Tore: 27
Gegentore: 38
Nächster Gegner: 1899 Hoffenheim
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Wir blenden mal die Linie ein…
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Wie man von einem schlechten Spiel ablenkt (von und mit Paolo Guerrero)
1. FC Köln
Strange Days – Gedanken zum 29. Spieltag
Da wagt dieser Mann, unmittelbar nach der Slapstick-Einlage unseres Torwarts, welche zum 0:2 führte die Fans zu kritisieren, ja sogar als Schuldige an dem Dilemma aus zu machen? Sind das die Aussagen eines Säufers oder eines Wahnsinnigen?
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Fußball Bundesliga, 29. Spieltag
Samstag, 03.04.2010 18:30
Ich verziehe mich mal ein paar Tage und spanne in Paris aus. Ohne Fußball. Ohne Internet. Auch mal nett.
Deshalb schon heute eine Vorschau, da ich über Ostern dazu sicherlich auch keine Zeit finden werde. Das Interview mit einem Gegner-Blogger fällt demnach auch flach.
Gegen Hannover hat der Eff Zeh Klasse gezeigt und einen desolaten Gegner auseinander genommen. Das war gut, aber so wird es nicht weiter zu gehen. Denn Berlin hat Lunte gerochen und hofft noch auf den Klassenerhalt, obwohl es aussichtslos erscheint. Während 96 den Abstiegskampf entweder noch nicht verinnerlicht hat oder sich schon aufgibt, hält BSC am letzten Strohhalm fest. Das bewiesen sie eindrucksvoll in Wolfsburg und am Wochenende auch gegen Dortmund, wo sie den Sieg verdient gehabt hätten. So ein “Zwei-Punkte-Verlust” kann eine Mannschaft runterziehen, aber auch gleichzeitig aufrichten. Denn der Gegner war schließlich kein Geringerer, als ein Europa League-Aspirant, der zuletzt mehr als überzeugt hat.
Berlin hat eine große individuelle Klasse. Wenn man allein Spieler, wie Drobny, Raffael, Kacar und Ramos siegt, dann sollte das Team nicht da unten feststecken.
Köln muss also gewarnt sein und wieder mit einer konzentrierten Leistung auftreten. Ohne allzu großen Druck, aber mit der noch größeren Chance einen Abstiegskandidaten (wohl endgültig) in Liga zwei zu schießen.
Schlecht für die Hauptstadt, aber beruhigend für Köln, das dann endgültig für die erste Liga 2010/2011 planen darf.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
In der Woche kann noch einiges passieren. Deshalb steht meine Prognose auf wackeligen Füßen und entspricht wahrscheinlich noch weniger der Realität, als ohnehin.
Mondragon
Brecko – Geromel – Mohamad – Womé
Petit
Maniche ——— Matuschyk
Tosic
Novakovic – Podolski
—————————————
Ramos – Gekas
Raffael
Cicero —————- Kacar
Lustenberger
Kobiashvili – Bengtsson – Friedrich – Piszczek
Drobny
Da Köln gegen Hannover nicht eine (!) gelbe Karte kassiert hat, hat Soldo die Qual der Wahl und mit Podolski einen hochkarätigen Rückkehrer. Zudem kehrt Geromel zurück.
Berlin hat gegen Dortmund trotz intensiver Partie keinen Karton kassiert. Allerdings fällt Hubnik mehrere Wochen verletzt aus. Für ihn könnten Bengtsson oder Janker beginnen.
Mein Tipp
Das Berliner Sturmduo ist im Moment in Topform. Gekas und Ramos sind brandgefährlich. Da werden Mohamad und Geromel enorm gefordert sein. Aber in normaler Spitzenform, sollten sie auch die Beiden unter Kontrolle haben. Wobei man das Duo nie ganz ausschalten kann. Ergo: In der Offensive muss von Köln wieder was kommen. Dribbler Tosic könnte die nicht gänzlich sattelfeste Hertha-Defensive durchaus vor Probleme stellen. Dazu haben Poldi und Nova in den letzten Partien wieder Selbstvertrauen getankt.
Das wird sicherlich nicht so eine dominierende Partie, wie gegen 96. Eher ein Spiel von zwei Teams auf Augenhöhe. Aber langsam muss der Eff Zeh auch mal im Rhein Energie Stadion überzeugen. Das gelingt, weil Köln weniger Druck hat und Berlin die Scheiße am Fuß klebt. 2:1 für den FC!
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Nach 28 Spieltagen ist eine Tabellenführung schön aber noch nicht wichtig. Wichtiger ist erkennen zu dürfen, wie gut diese Mannschaft sein kann und wozu sie sich in dieser Saison schon entwickelt hat.
Die Eintracht lag höchst unverdient zurück und der Kid, dem nicht zu Unrecht eine gewisse Nähe zu bestimmten schmerzlindernden pharmazeutischen Produkten nachgesagt wird, hatte ein Lächeln auf dem Gesicht.
1. Bundesliga, 28. Spieltag / Hertha BSC 0 BVB 0
1. FC Köln
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Zack, zack, Endlospapier in den 24-Nadeldrucker und schon ist die Osttribüne voll
Felix, ich bin enttäuscht von Dir.
Stellungnahme der Ultras zu den Vorfällen gegen Nürnberg
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