Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
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Mirko Slomka: Zweite Chance nach 646 Tagen
1. FC Köln
“Chancen am Markt sollten genutzt werden” sagte Götz und ihm fiel automatisch der Name Bastürk ein. Generell würde er das Mittelfeld stärken, mit wesentlich mehr Dynamik ausstatten. Dafür könne man ja auch auf die eigene Jugend zurückgreifen oder z.B. einen Maniche offensiver spielen lassen, falls die finanziellen Mittel einen Transfer nicht zulassen.
Geht Soldo beim Meister Risiko?
Ehret ist einer der schnellsten Spieler der Liga und damit als veritable Waffe gegen die löchrige Wolfsburger Deckung nahezu prädestiniert. Zudem sind seine Ecken auch durchaus gefährlich.
Podolski verletzt und frustiert.
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WeiterlesenDer Morgen graut, die Vorhänge werden aufgezogen und der Blick fällt die nächstbeste Tribüne. Ein romantisches Stelldichein unter der Anzeigetafel. Das Kindsvolk wächst auf beim Räuber und Gendarmspiel zwischen Block G und H.
Andreas Bergmann ist also weg. Mirko Slomka da. Martin Kind begrüßt einen neuen Trainer bei Hannover 96.
Bergmanns Aus war im Rückblick vielleicht absehbar. Zu brav sei er gewesen. Mehr Kumpel, als Respektperson. Vielleicht ist die Bundesliga eine Klasse zu hoch für den sympathischen Trainer. Wahrscheinlich sollte er dort weitermachen, wo er sich bisher so hervorragend ausgezeichnet hat. Bergmann ist in meinen Augen einer der besten deutschen Jugendtrainern. Er hat ein Auge und ein Gespür für Talente. Er kann sie fördern, aber halt keine Profis fordern.
Dafür ist jetzt Slomka zuständig bei den Niedersachsen.
Weil Slomka aus der Stadt kommt.
Weil Slomka erfolgreiche Tage in Gelsenkirchen verlebt hat.
Weil Slomka bei vielen Vereinen immer wieder im Gespräch war.
Weil er Vorstellungen hat.
Für die erste Liga!
Doch darin liegt das Problem. Liest man dieser Tage zwischen den Zeilen hat der 42-jährige kein Konzept und keine Visionen für ein langfristiges Projekt. Er kann einen Verein nicht von Grund auf aufbauen. Er kann oder will keinen Verein neu aufstellen.
Denn sein Vertrag gilt nur für die erste Liga. Steigt Hannover ab, befindet sich Slomka wieder auf Jobsuche und wird bei jedem wackeligen Trainerstuhl ins Gespräch gebracht.
Unverständlich aus meiner Sicht.
In Hannover sollte man langsam mal anfangen langfristig was aufzubauen. Mit einem Trainer, der auch in die zweite Liga geht, um was Neues entstehen zu lassen. Nach nun zwölf Trainern und sieben Managern in der Kind-Ära seit 1997 wäre es mal Zeit dafür. Will man aber anscheinend nicht. Das traut man Herrn Slomka nicht zu.
Oder will er etwas nicht?
Hat Slomka noch den Anspruch nur erstklassig zu trainieren und dort ein Team weiterzuentwickeln. Ich fände es eine spannende Herausforderung eine Mannschaft auch in Liga zwei nach eigenem Gusto neu zu konzipieren. Slomka etwa nicht? Dann macht er einen gewaltigen Fehler. So früh in seiner Karriere würde er sich den Ruf als ewiger Feuerwehrmann quasi selbst auf die Stirn bappen.
Höchst seltsam alles.
Selbst, wenn 96 die Klasse hält, hätte ich meine Zweifel, wie es mit einem Trainer weitergehen soll, der nicht in der Lage oder zumindest der Laune wäre, auch von unten komplett umzukrempeln.
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Das helle Tor, die Flucht aus der Dunkelheit und die verzweifelte Suche nach dem Glück.
1. FC Köln
Soldo hat Absalonsen im Visier
Weiterlesen| Köln 0 | Fehlanzeige |
|---|---|
| Hannover 1 | Rosenthal 37. |
Was ist das Positive an einem Spiel, in der man sich vor eigenem Publikum nur eine Torchance erarbeiten konnte und völlig zurecht verlor?
Zum einen, dass es nicht höher als 0:1 ausfliel und zum Zweiten, dass man das Spiel nicht gesehen hat. Nicht live und auch nicht in der Zusammenfassung. Eigentlich wollte ich, wie bei jeder verpassten Sportschau Montag früh online die Zusammenfassung anschauen. Ich habe es gelassen.
Die Spielberichte waren einfach zu erschreckend.
Am Samstag lief nichts zusammen. Null und nada!
Ich hatte anscheinend absolut großkotzig einen Sieg erwartet und wurde umso mehr enttäuscht. Diese Mannschaft wird es schwer haben. Egal, gegen wen es geht. Aber mit dieser – nicht vorhandenen – Einstellung kann man einfach nicht gewinnen. Nicht in Gladbach, nicht gegen Hannover und auch nicht in Berlin.
Wenn es eine Mannschaft mit dieser Offensivkraft nicht schafft regelmäßig ins gegnerische Gehäuse zu treffen, dann kann das einfach nichts werden. Köln hat aktuell die wenigsten Torchancen erspielt. Nicht nur in der Liga, sondern in der Bundesligageschichte, wenn man den 11. Spieltag zu Grunde legt. Alle anderen vier Teams, die zu diesem Zeitpunkt weniger Gelegenheiten zum Einschuss hatten sind später abgestiegen.
Ich sehe schon das hämische Gelächter in Fußball-Deutschland, wenn Köln mit den Topverpflichtungen Podolski und Maniche, zudem mit dem Abwehrbollwerk Geromel-Mohamad sowie etit und Novakovic kläglich scheitert.
So weit sind wir zum Glück noch nicht, noch lange nicht.
Aber langsam muss der FC aufwachen. Der Verein, die Spieler und der Trainer. Ich verlange nicht den Kopf von Soldo, um Gottes Willen. Er ist und bleibt ein Trainernovize, der aber gewisse Erfahrung mitbringt und den ich gern länger am Geißbockheim sehen möchte. Aber er ist gefordert und muss nun durchgreifen.
So, wie es aktuell läuft, kann es einfach nicht weiter gehen.
Die Einstellung, die Taktik, die Aufstellung. Überall muss er den Hebel ansetzen, bevor es zu spät ist. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Glaubt man dem Express ist es nur noch die Partie in Berlin. Dort müssen wir punkten… und zwar dreifach. Sonst haben wir nach dem Hammer-Auftakt gegen Vereine auf Augenhöhe auch nur vier Punkte aus vier Spielen eingefahren. Zu wenig!
Aber auch die Spieler sind gefordert. Sie müssen sich endlich den Arsch aufreißen, Gras fressen und kämpfen. Alles wirkt lethargisch, so als wolle man im Vorbeigehen die Punkte einfahren. So geht es aber nicht. Nun sind Typen gefragt. Ein Mondragon im Mittelfeld wäre super. Auch unkonventionelle Maßnahmen, wie ein McKenna als zweite Sturmspitze neben Novakovic. Meinetwegen auch einige unserer Youngsters, die sich unbekümmert einfach ins Getümmel schmeißen. Am Ende ist es mir egal, hauptsache Soldo findet die richtigen Worte.
Sonst werde ich mir bald wohl ganz bewusst keine Spiele und Zusammenfassungen mehr angucken…
Platz: 15
Punkte: 9
Tore: 6
Gegentore: 11
Nächster Gegner: Hertha BSC
Im Moment sieht es doch wieder ganz gut aus. Der 1. FC Köln hat das schwere Auftaktprogramm verkraftet und bei den leichteren Aufgaben gleich mal überzeugen können. Von einem Puffer zu den Abstiegsrängen kann man freilich noch nicht sprechen, aber erstmal haben wir fünf Teams unter uns und einen deutlichen Aufwärtstrend zu verzeichnen.
Auch, da mit Maniche im Pokal der Spieler zurück gekehrt ist, der unserem Spiel eine klare Linie und kreative Ideen gibt. Er ist die ordnende Hand, die Petit und Podolski aktuell noch lange nicht sind, obwohl sie es sein müssten! Aber das P-Duo spult einfach nur eine solide Leistung runter, ohne die individuelle Klasse auch nur aufblitzen zu lassen.
Schade. Vor allem, da die Gründe nicht ganz ersichtlich sind.
Petit wird zwar nicht jünger und hatte in der Rückrunde schon seinem Körper Tribut zollen müssen, als er sichtlich abbaute.
Podolski kam mit großen Vorschusslorbeeren, aber sollte eigentlich befreiter spielen. Trotz dem Druck, der auf ihm lastet. Vielleicht nimmt Maniche ihm diesen. Oder Novakovic. Oder Soldo, indem er ihn endlich zentraler aufbietet, wo Poldi seine Qualitäten besser ausspielen kann.
Ansonsten hat es Novakovic allen gezeigt und nach all den Querelen endlich Leistung und vor allem Tore geliefert. Nun wissen wir wieder, was wir an dem Knipser haben.
Offensiv geht es also schrittweise aufwärts, auch wenn Ishiaku nur noch ein Schatten seiner selbst ist und bei Freis der Knoten einfach nicht platzen mag.
Defensiv stehen wir zentral mit Mondragon, Mohamad und Geromel ohnehin sicher. Ein wirklich starker Defensivverbund, den ich zu den Stärksten in der Liga zähle. Auf dem Flügel ist Brecko solide, aber nicht überragend und links wird fröhlich umgestellt, da sich Womé immer wieder verletzt und nun auch Schorch erstmal ausfällt.
Den Aufwärtstrend sollten wir gegen Hannover 96 am Samstag bestätigen und den dritten Saisonsieg folgen lassen.
Drei wichtige Zähler, die eingefahren werden müssen.
Da die Niedersachsen selbst mit ständigen Verletzungen zu kämpfen haben und auch noch nicht konstant auftreten, sollten wir zu Hause eine gute Möglichkeit haben. Angst habe ich allerdings ein wenig vor Ya Konan. Der überrascht mich ungemein und war in den letzten Wochen immer für ein Tor gut. Ihn gilt es auszuschalten und idealerweise schonmal früh in Front zu gehen, um dann ruhiger nach vorne gehen zu können.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
———— Mondragon ————
Brecko – Mohamad – Geromel – Ehret
——- Petit —— Maniche ——-
- Freis ————– Podolski —–
——- Ishiaku — Novakovic ——-
—— Ya Konan —– Stajner ——
————- Bruggink ————-
— Sofian Chahed —- Rosenthal —
————– Balitsch ————–
Djakpa – Schulz – Haggui – Cherundolo
————— Enke —————
“Never change a winning team.”
Auch wenn ich es mir anders wünsche, glaube ich, dass Soldo die Mannschaft von Trier auf den Platz schickt. Freis darf also wieder rechts offensiv beginnen. Ehret wird zurück in die Viererkette beordet, soll aber für Dampf nach vorne sorgen. Erst recht, da Podolski diesmal von Anfang an weiter zentral spielt. Im Sturmzentrum erhält Ishiaku mal wieder eine Chance – vielleicht die Letzte?!
Bei Hannover kehrt Enke zurück. Fromlowitz, der den Nationaltorhüter stark vertreten hatte muss zurück auf die Bank. Das macht es den Kölnern nicht leichter ein Tor zu erzielen.
Mein Tipp: 2:1
Das sagt der Gegner
Stefan vom Hannover96-Blog stand mir diesmal Rede und Antwort. Gerade seine Aussage, dass Hannover traditionell auswärtsschwach ist, lässt mich doch weiter hoffen. Ansonsten fürchtet er sich genauso vor dem gegnerischen Torhüter, wie ich
Spielfeldrand: Hallo Stefan, zuletzt geht es bei euch ja munter hoch und runter. Zwei Heimsiege in Folge stehen zwei Auswärtsniederlagen gegenüber. Was ist aus deiner Sicht der Grund für die unterschiedlichen Leistungen?
Stefan: Wir waren schon immer sehr Heimstark und leider auch sehr Auswärtsschwach. Gegen den Meister auch Wolfsburg konnten wir immerhin schon zwei Tore schießen und gegen Frankfurt war es auch eine knappe Niederlage. Durch Andreas Bergmann denke ich, wird die Mannschaft nun auch Auswärts stärker und hoffentlich gegen Köln 3 Punkte mitnehmen.
Spielfeldrand: Vor der Saison hätte ich getippt, dass Forssell-Schlaudraff erstmal euer Sturmduo sein wird. Schlaudraff fällt aus, Forssell findet seine Form einfach nicht, Hanke muss sich ohnehin hinten anstellen und nun überzeugen Stajner und Ya Konan. Hand auf’s Herz: Hättest du damit gerechnet?
Stefan: Bei Stajner auf jeden Fall. Er ist ein Typ der sich immer voll rein hängt und bis am Limit kämpft, deshalb wird er in Hannover auch so gefeiert. Ya Konan habe ich Anfangs für eine Alibi Verpflichtung gehalten, weil etwas getan werden musste. Mittlerweile sieht man aber, dass er auch wirklich Tore schießen will und kann. Er arbeitet viel was bei uns sehr wichtig ist.
Spielfeldrand: Wie zufrieden bist du allgemein mit Andreas Bergmann? Ich muss ja sagen, dass ich den Typen einfach gut finde.
Stefan: Andreas Bergmann ist einfach ein cooler Typ! Der bringt frischen Wind in die Mannschaft und steckt voller Energie. Man hat mit ihm die absolut richtige Entscheidung getroffen.
Spielfeldrand: Jetzt geht’s nach Köln. Was erwartest du von dieser Partie?
Stefan: Ich erwarte dass sich Hannover voll reinhängen wird. Aber mit Montragon im Tor wird es sehr schwer werden das wichtige 0:1 zu machen. Außerdem hat Köln fantastische Fans die eure Mannschaft nach vorne Peitschen wird.
Spielfeldrand: Und zum Schluss. Dein Tipp für das Spiel?
Stefan: Ein knappes 1-2 für die Roten
Danke für das nette Gespräch, Stefan und auf ein spannendes Spiel!
WeiterlesenStagnation in Niedersachsen. Hannover kommt nicht richtig voran. Zwar hat Hecking keinen Stammspieler (maximal Tarnat) verloren, aber auch kaum herausragende Qualität hinzu gewonnen. Haggui, Chahed, Djakpa und Rama bringen Talent mit, müssen aber an ihrem Maximum spielen, um 96 nach vorne zu bringen. Hauptaufgabe wird es deshalb sein, die etablierten Leute weiter zu formen. Hanke und Forssell müssen regelmäßig treffen. Schlaudraff zu alter Form finden und Stajner konstantes Niveau abrufen.
Im Mittelfeld hängt viel davon ab, ob Rosenthal den nächsten Schritt geht und ob Bruggink auch über eine gesamte Saison Führungsfigur und Scorer sein kann. Die Defensive vor Enke steht, hängt aber auch von den Leistungen der Jungen ab.
Meine Frage: Erzielt Bruggink in der Rückrunde wieder mehr Scorerpunkte als in der Hinserie?
Mein Tipp: 12.
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Sehr geile Geschichte über Kökschetau, die für Kasachstan den dritten Qualifikationsplatz zur Europa League sicherten. Jedoch auf kuriosen Wegen.
Gezwitscher
nolookpass: Da haben die Alten Herren vom KSC 1864 Leipzig mitgedacht: www punkt rb-leipzig punkt de – gestern zehn Prozent ihrer Zugriffe verzeichnet.
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