Wer nicht mitdarf, der sorgt für ein wenig Presse und hofft dann auf die Nachsicht des Bundestrainers. Der Jogi muss jetzt richtig aufpassen, wen er Anfang Mai (vorläufig) für die WM 2010 nominiert. Entweder beweist er Fingerspitzengefühl oder er macht sich unglaubwürdig. Eine falsche Entscheidung und zack, könnte im Kader Unruhe herrschen. Die ist aber unerlässlich, wenn in Südafrika Erfolge gefeiert werden sollen.
Kuranyi scheint nur der Anfang zu sein.
Dabei hat es der Schalker am Schlausten angestellt. Anstatt laut loszupoltern, zog er sich medial zurück und überzeugte mit Leistung. Derart, dass die Presse irgendwann nicht mehr umhin kam, ihn in den Kader zu schreiben und sprechen. Im Schatten der Journalisten sonnen sich fast zwangsläufig immer ein paar Experten, die fröhlich nachplappern, damit weitere Presse erzeugen und den Bundestrainer unter Druck setzen.
Völlig zurecht in diesem Fall!
Auch, wenn ich Kuranyi an sich nicht mag, so würde ich ihn auch mitnehmen. Als Stürmer neben und mit Stefan Kießling.
Abhaken und nach vorne blicken.
So leicht geht es jedoch nicht. Denn in Wolfsburg sorgte Torsten Frings mal wieder für einen Paukenschlag mit einer astreinen Leistung und zwei Toren. Wenn er immer so spielt, taucht auch er demnächst in den Gazetten auf. “Frings muss zur WM”. Was sogar nachvollziehbar wäre, wenn man das Verletzungspech auf der Doppelsechs betrachtet. Doch Frings brilliert nicht immer so, sieht seinen Zug trotzdem schon (fast) abgefahren und poltert deshalb selber los. Nach Leistung solle es gehen, tut es aber nicht. Deshalb sei er dann wohl nicht dabei. Die Presse nimmt die Worte dankend mit.
Doch Aussicht auf Erfolg hat Frings mit diesen Aussagen nicht. Denn die Presse erzeugte er und nicht die mediale Kunst an sich.
Damit bestätigt Frings (leider) einmal mehr sein Image als alternder und polternder Draufgänger, durch dass er sich jedoch mehr Sympathien verspielt, als neue Freunde (im Trainerstab, der Presse, dem Expertenkreis) zu gewinnen.
Auch, wenn er Recht hat, so mag keinen einen Unruhefaktor im Team haben.
Frings bleibt außen vor und stellt sich in unnötig schlechtes Licht.
Ohne Erfolg damit zu erzielen.
Das hätte er eigentlich wissen können. Wenn er vor Wochen mal gen Torhüterposition in Stuttgart geblickt hätte…
Was sonst noch vom 31. Spieltag bleibt…
Quoten-Nachbrenner
Köln – Bochum 2:0 = 2,10
Stuttgart – Leverkusen 2:1 = 2,15
Wolfsburg – Bremen 2:4 = 2,55
Schalke – Gladbach 3:1 = 1,40
Hamburg – Mainz 0:1 = 7,00
Freiburg – Nürnberg 2:1 = 2,25
München – Hannover 7:0 = 1,18
Dortmund – Hoffenheim 1:1 = 3,80
Frankfurt – Berlin 2:2 = 3,40
Gewinn als Kombiwette: 3.870,36 Euro (bei 1 Euro Einsatz)
Gewinn als 9 Einzelwetten: 25,83 Euro (bei 9 Euro Einsatz)
[Ich übernehme keine Gewähr. Für nichts und niemanden!]
Weiterlesen| Köln 2 | Tosic 15, 78 |
|---|---|
| Bochum 0 | Fehlanzeige |
Also da hatte ich mal (ausnahmsweise) einen richtigen Riecher gehabt. Wenige Stunden vor der Partie tippte ich Zoran Tosic als Torschütze für den Abend und siehe da, der Serbe schlug zu. Doppelt sogar und das reichte dann sogar für den dritten Heimsieg der Saison. Man könnte jubilieren, nach dem 2:0. Dem zweiten in Folge, der dann auch den Klassenerhalt nun (wohl) endgültig klargemacht haben dürfte.
Aber richtig jubeln kann man nicht.
Eher sollten wir uns artig bei Bochum bedanken. Der VfL war erschreckend schwach und ließ den FC einfach gewähren. Also entweder können sie nicht oder sie hatten die bisherigen Heimspiele der Kölner nicht analyisert. Gäste wurden da zuletzt regelmäßig freundlich eingeladen, sich selbst in Szene zu setzen und wichtige Dreier mit nach Hause zu nehmen. Bochum stand tief, wartete ab und tat so, als wollte man an diesem Abend gar nicht Fußball spielen.
Mir soll’s recht sein.
Der Sieg war wichtig. Zum einen natürlich für die Mannschaft, die sich bewies, dass sie es kann. Zum anderen natürlich für die Fans, die endlich mal wieder zu Hause feiern durften. Und ganz besonders Soldo, der damit zumindestens einen Teil der Kölner Saisonziele erreichen kann. Völlig unnötig, dass er erneut in Frage gestellt wird, wo er keine schlechtere Bilanz als Messias Daum aufweist. Aber anderes Thema.
Freuen wir uns über den wichtigen Sieg und über Zoran Tosic. Dessen beide Tore drücken mir aber Tränen in die Augen, wenn man bedenkt, dass er uns im Sommer wieder verlassen wird. Mit seinem Traumpass zum 1:0 hat Yalcin aber bewiesen, dass er den Serben zwar nicht gleichwertig, aber doch ansatzweise ersetzen könnte. Wenn man ihn denn lässt und kein passender Tosic-Ersatz gefunden werden sollte.
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Stimmen
Gegen den VfL begann die Mannschaft meines Herzens engagiert, fast schon druckvoll und willens es den Fans Recht zu machen. Schüsse aus allen möglichen Lagen aufs Tor, passischer und immer um Spielkontrolle bemüht.
Yalcin hob das Spielgerät aus dem Mittelfeld über die komplette Bochumer Defensive und fand den in Position gelaufenen Tosic. Die ManUnited-Leihgabe umkurvte Heerwagen und schob das Leder aus spitzem Winkel zum 1:0 über die Linie (15.).
Danach bemühten sich die Gäste, Druck aufzubauen, standen aber einer sicheren FC-Abwehr gegenüber. Bochumer Torchancen blieben deshalb bis zum Pausenpfiff Mangelware.
Es lag auch an den gestern sehr überzeugenden defensiven Mittelfeldspielern Petit und Adam Matuschyk, dass Bochums Spiel nicht stattfand. Petit grätschte (erfolgreich) wie lange nicht mehr, Matuschyk löste seine Aufgabe mit dem Geschick seines überzeugenden Könnens
Durch den frühen Rückstand musste Bochum seine defensive Haltung aufgeben, blieb jedoch leidenschafts- und einfallslos. In der ersten Halbzeit musste FC-Schlussmann Faryd Mondragon keine gefährliche Situation vor seinem Tor entschärfen. Stattdessen wehrte Heerwagen einen Schuss von Fabrice Ehret (38.) aus spitzem Winkel zur Ecke ab.
Nach rund einer Stunde hätte Tosic beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, seine Bogenlampe aus rund 25 Metern lenkte Heerwagen aber mit den Fingerspitzen über die Latte, ein Schuss des sehr spielfreudigen Lukas Podolski aus ähnlicher Distanz verfehlte ebenfalls knapp sein Ziel (64.).
78. Minute: Nach Doppelpass mit Poldi macht Tosic aus zehn Metern das 2:0. Das vierte Saisontor der serbischen Leihgabe von Manchester United.
Und mit Reinhold Yabo, der kurz vor Schluss für Tosic eingewechselt wurde, gab ein weiterer Spieler aus dem FC-Nachwuchs sein Bundesliga-Debüt in dieser Saison.
Drei Jahre in Folge in der höchsten Spielklasse – der größte Vereinserfolg seit 1997, den Verein, Mannschaft und Fans feiern können! Da sage noch einer, wir wären größenwahnsinnig und realitätsfern.
Kölns Coach Zvonimir Soldo hob die gute Teamleistung seiner Mannschaft hervor, lobte aber auch den Doppeltorschützen: `Tosic ist ein junger Spieler, der nach und nach immer besser wird. Wir werden alles versuchen, dass er bei uns bleibt, auch wenn es schwer wird.´
Zahlen und Daten
Platz: 11
Punkte: 37
Tore: 31
Gegentore: 38
Nächster Gegner: SV Werder Bremen

Fußball Bundesliga, 31. Spieltag
16. April 2010 20:30
Ich bin ziemlich gelassen vor der heutigen Partie. Die Erklärung ist ganz einfach: Ich rechne nicht mit einem Sieg. Ist eigentlich bitter, wenn man gegen einen Abstiegskandidaten spielt. Erst recht, wenn dieser seit acht Partien auf einen Sieg wartet. Aber so, wie sich der 1. FC Köln in den bisherigen Heimspielen präsentiert, kann man einfach nicht erwarten, dass der Knoten jetzt platzt.
Auch, wenn ein erster leichter Druck abgefallen ist. Der Klassenerhalt scheint ziemlich sicher, wenn auch noch nicht perfekt. Ein Sieg gegen Bochum würde wohl auch die letzten Bedenken begraben. Dann könnte die Mannschaft mal befreit aufspielen.
Aber heute Abend irgendwie noch nicht.
Es sei denn, Soldo folgt den Empfehlungen der Presse und bringt eine Reihe von Nachwuchskräften. Der Trainer hatte vor Wochen angedeutet, dass er unsere Talente gern in der Bundesliga testen möchte. Aber erst, wenn der Klassenerhalt geschafft ist. Ist er aktuell noch nicht. Rechnerisch gesehen. Deshalb hätte Soldo eine “Ausrede”, falls er sich jetzt noch nicht traut. Was ich sogar verstehen würde. Wie groß wäre die Häme und der Spott, wenn Köln gegen Bochum arg unter die Räder kommt, weil Soldo eine Reihe von Amateuren aufbietet. Deshalb vorsichtig ranwagen an die nächste Aufgabe und gegebenenfalls in der Schlussphase den Jungen eine Chance geben.
Falls wir dann führen sollten.
Der Leidenschaft und dem Biss könnten unbekümmerte Auftritte von Jung-Geißböcken dem Profiteam zumindest nicht schaden.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Freitag
Mondragon
Brecko – Geromel – Mc Kenna – Ehret
Petit —— Matuschyk
Yalcin —— Podolski —— Tosic
Novakovic
———————————————-
Epallé
Sestak ——- Holtby ——- Dedic
Johansson —- Maric
Bönig – Yahia – Maltritz – Pfertzel
Heerwagen
Soldo hat eine Planstelle frei. Nach den Langzeitverletzten Schorch, Pezzoni und Chihi fehlen gegen den VfL die gesperrten Mohamad und Maniche. Zudem fehlt Freis mit einer eitrigen Angina und selbst Nachwuchsstürmer Zielinsky muss mit einer Sprunggelenksverletzung passen. Für Mohamad wird weiter Mc Kenna verteidigen. Gegen die doch recht quirligen Bochumer Angreifer, wird der Turm wohl seine liebe Mühe haben. Dafür sollten die wendigen Brecko und Ehret mit ihren Gegenübern gut zurecht kommen. Zudem muss es gelingen, dass die Außenverteidiger Druck nach vorne ausüben, damit Dedic, Holtby & Co. auch in der Defensive gebunden werden.
Was passiert aber offensiv? Maniche wird durch Tosic ersetzt. Gegen Bochum dürfte er Freiräume haben, die der Junge durchaus zu nutzen weiß. Der Ausfall von Freis stellt Soldo nun vor ein großes Problem. Gleichwertiger Ersatz besteht kaum. Er könnte Ishiaku in die Spitze setzen und Podolski sowie Tosic von den Flügeln kommen lassen. Oder aber, er gibt Podolski zentral Freiräume, so dass er sich fallen lassen, aber auch immer wieder nach vorne stoßen kann. Dann muss Soldo entscheiden, wer auf dem rechten Flügel zum Einsatz kommt. Naheliegend wäre eine Chance für Yalcin, die er mal wieder verdient hätte. Dann würde der FC ein technisches und spielstarkes offensives Mittelfeld aufbieten. Brosinski wäre ein Arbeiter.
Oder aber, Soldo schmeißt einen Youngster ins kalte Wasser. Stürmer Simon Terodde und Mittelfeldspieler Reinhold Yabo rücken von der U23 auf und werden im Bundesliga-Kader auftauchen. Vielleicht schon von Beginn an?
Bochum muss auf den Stabilisator im Mittelfeld verzichten. Dabrowski fällt im Saisonfinale aus. Ein herber Schlag für den VfL. Der Routinier wird wohl durch Johansson ersetzt. Ansonsten muss Herrlich wenig ändern.
Mein Tipp
Gerade in der Offensive ist Bochum gefährlich. Da tummeln sich hinter Epallé vier wendige und schnelle Spieler, die eine Abwehr zum Wanken bringen können. Holtby ist in guter Verfassung und Sestak sowie Dedic eigentlich immer für einen Treffer gut. Da die Kölner Defensive zuletzt nicht übermäßig sicher stand, wird das eine wackelige Angelegenheit.
Soldo wird deshalb wohl versuchen, dass hinten lange die null steht. Wie gegen Hoffenheim, um dann in der Offensive den wichtigen Treffer zu erzielen. Da wird aber Geduld gefragt sein. Gegen eine ebenfalls nicht wirklich sattelfeste Bochumer Hintermannschaft sollte aber mal die Lücke gefunden werden, in die es dann reinzustoßen gilt, um eiskalt abzuschließen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Tosic heute trifft.
Trotzdem, ich mag an keinen Sieg glauben. Zu oft wurden wir in den Heimspielen in diesem Jahr schon enttäuscht. Deshalb mein Tipp: 1:1.
WeiterlesenVor anderthalb Jahren wurde die TSG 1899 Hoffenheim noch hochgejubelt. Oder verflucht. Es ähnelte schon an Verhältnisse, wie beim FC Bayern München. Zumindest, wenn es in der Betrachtung der Fans geht. Entweder mochte man diesen Verein oder man hasste ihn. Die Region freute sich über einen neuen Player. Ziemlich neutrale Zuschauer bejubelten das Offensivfeuerwerk, dass die Mannschaft Woche für Woche auf dem Rasen zelebrierte. Der Rest hasste die Machenschaften der “gekauften Söldnertruppe”, die nur Erfolg zu haben schienen, da sie Abermillionen in neue Spieler investieren konnten. Schon zu Zweitligazeiten übertrafen sie mit ihren Transfers die Budgets vieler Erstligisten. Der Höhenflug schien sich in der ersten Liga fortsetzen zu wollen, weswegen Zuspruch und Abneigung dementsprechend wuchsen.
Lassen wir außen vor, dass viel in die Infrastruktur und vor allem in die Nachwuchsarbeit investiert wurde.
Der Aufschwung kam zu brutal. Das ging alles viel zu schnell. Kein Wunder, dass einem dort die Sinne vernebelt wurden. Nun scheint Hoffenheim jedoch in der Realität abgekommen zu sein. Der Fall ist hart, schließlich geriet der Verein in luftigen Höhen ins Straucheln. Was bleibt, ist ein Dumpfer Aufschlag und heftige Reaktionen. Auf den Rängen.
Die “heißblütigen” 1899-Anhänger folgen nun den Gesetzen der Liga und pfeifen ihre Mannschaft gnadenlos aus. Frust. Verständlich, wenn man vor Monaten noch vom internationalen Geschäft geträumt hatte. Zu irreal waren da die Erwartungen. Unmöglich, diesen Hoffnungen gerecht zu werden. Vor Jahren dümpelte Hoffenheim noch in den Niederrungen des deutschen Fußballs herum. Aktuell bestreitet eine junge Mannschaft die erste zweite Saison in der höchsten Spielklasse. Da erwartet kein Verein der Welt den unglaublichen Höhenflug und freut sich über den Klassenerhalt.
Das wird die TSG noch irgendwie gebacken bekommen.
Aber bis Sinsheim in Europa bekannt geworden ist, werden noch einige Spielzeiten ins Land streichen… dafür muss der Klub seinen Weg weitergehen und an der Vision festhalten. Gegen den Willen der Anhänger.
So lange, bis halb Deutschland Hoffenheim wieder “bajuwarisch “hasst” und nicht nur fast mitleidig gen Provinz blinzelt.
Was sonst noch vom 30. Spieltag bleibt…
Quoten-Nachbrenner
Gladbach – Frankfurt 2:0 = 2,30
Hannover – Schalke 4:2 = 5,00
Bremen – Freiburg 4:0 = 1,35
Berlin – Stuttgart 0:1 = 2,35
Hoffenheim – Köln 0:2 = 3,95
Mainz – Dortmund 1:0 = 3,50
Leverkusen – München 1:1 = 3,30
Bochum – Hamburg 1:2 = 2,35
Nürnberg – Wolfsburg 0:2 = 2,35
Gewinn als Kombiwette: 9.192,09 Euro (bei 1 Euro Einsatz)
Gewinn als 9 Einzelwetten: 26,45 Euro (bei 9 Euro Einsatz)
[Ich übernehme keine Gewähr. Für nichts und niemanden!]
Weiterlesen… und klebt am Besten direkt noch den Stadionnamen ab.
| Hoffenheim 0 | Fehlanzeige |
|---|---|
| Köln 2 | Matuschyk, 46. 82. |
Nein, der 1. FC Köln war gestern nicht wirklich stark und überzeugend. Aber immerhin ging der Ball mal wieder ins Tor. Es wurden wieder drei Punkte eingefahren. Die Auswärtsbilanz wurde mit dem Sieg bei 1899 Hoffenheim weiter aufpoliert.
Dabei präsentierten sich beide Mannschaft nicht zweitklassig. Erstklassig sowieso nicht. Die Begegnung erinnert eher an dritt- oder viertklassige Teams. Da lief nur wenig zusammen. Beiden Vereinen war die Verunsicherung anzumerken. In der Offensive setzte keiner Akzente. Hoffenheim hatte noch die besseren Möglichkeiten, aber was vor einem Jahr noch fast selbstverständlich reinging, wurde diesmal verzogen und leichtfertig vergeben. Köln sorgte vielleicht nur zwei Mal ernsthaft für etwas Gefahr. Das reichte diesmal für zwei Treffer. Weil sich ein Youngster den Mut nahm, um zwei Mal aus der Distanz abzuziehen. Matuschyk hat eine überraschend beeindruckende Schusstechnik. Wie er das Leder völlig unbekümmert in den Winkel geknallt hat, chapeau! Damit sollte er seinen Platz in der Mannschaft bis zum Ende der Saison sicher haben.
Matuschyk hat eine tolle Bewerbung abgeliefert. Er wird sich in Zukunft nicht zum Spielmacher entwickeln, aber zu einer guten Lösung auf der Halbposition. Ein Spieler, der nach hinten arbeitet, aber auch in der Vorwärtsbewegung Akzente setzt und mal abschließt, wie gegen Hoffenheim. Wenn sich der Junge weiter so entwickelt und auf dem Boden bleibt, hätte ich wohl keine Probleme, wenn ein Maniche oder ein Petit dem Geißbockheim im Sommer den Rücken kehrt (können wir ja gegen den VfL testen, wenn Maniche nach zehnter gelber Karte fehlt). Vor allem verzeihen wir Fans einem Eigengewächs auch mal ein schlechteres Spiel.
Michael Meier hat damit eine Sorge weniger, wenn er den Kader für die kommende Saison trotz leerer Kassen planen muss.
Gleichzeitig geht der Eff Zeh den Weg mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern weiter, die idealerweise noch aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Chihi und Pezzoni haben es vorgemacht. Schorch ist nachgezogen. Nun könnte mit Matuschyk der Nächste folgen.
Die Planungen können nun etwas intensiver in Angriff genommen werden.
Auch wenn ich sicher noch nicht den Klassenerhalt bejuble. Dafür bin ich immer noch zu ängstlich und abwartend. Aber es lässt sich wieder besser an. Auch, wenn wir am nächsten Wochenende fast schon erwartungsgemäß gegen Bochum verlieren.
Es sei denn, die FC-Fans kleben vorher “Rhein Energie Stadion” ab und bleiben dem Spiel einfach mal fern.
Stimmen
Der FC setzte auf seine bewährte Auswärtstaktik, stand sehr tief in der eigenen Hälfte und wartete auf Konter, während die Hoffenheimer vergeblich versuchten, die FC-Defensive zu durchbrechen.
In der 16. Minute zeigten die Hausherren den ersten erfolgversprechenden Vorstoß, als Obasi den Ball steil auf Ibisevic durch die Kölner Viererkette stecke. Der Bosnier scheiterte zwar an Mondragon im Kölner Tor, doch der Abpraller landete wieder bei Obasi, der sofort abzog. Geromel konnte aber den Schuss des Nigerianers im letzten Moment ablenken.
Nachdem Maniche (43.) – den Fabrice Ehret gut im Strafraum freigespielt hatte – die letzte Chance der ersten Hälfte vergeben hatte, ging es mit dem 0:0 in die Pause.
50 Sekunden nach dem Seitenwechsel sorgte Matuschyk mit einem sehenswerten Weitschuss-Tor für den ersten echten Höhepunkt.
Die Hoffenheimer Fans reagierten auf den Rückstand mit Beschimpfungen der eigenen Profis und dem Ausrollen eines Plakats mit der Aufschrift `Rangnick raus´. Die Chance zum Ausgleich vergab Ibisevic (75.), dann schlug Matuschyk nochmals zu.
Zahlen und Daten
Platz: 13
Punkte: 34
Tore: 29
Gegentore: 38
Nächster Gegner: VfL Bochum

Fußball Bundesliga, 30. Spieltag
Samstag, 10. April 2010 15:30
Oje, drei Mal standen sich Hoffenheim und Köln bisher schon in der Bundesliga gegenüber. Drei Mal siegte 1899. Die Tordifferenz spricht eine deutliche Sprache: 9 zu 1.
Warum man trotzdem Hoffnung haben kann?
Ansonsten standen sich beide Mannschaften nur noch zwei Mal in der zweiten Liga gegenüber. Diese beiden Duelle entschied der FC für sich bei 5:1 Toren. Fehlt quasi nur ein deutliches 4:0 für Köln und dann ist die Bilanz ausgeglichen…
Und wenn man sich die Leistungen beider Mannschaften in den letzten Wochen anschaut, dann könnte man schon von (gesteigertem) Zweitliganiveau sprechen. In der Rückrunden-Tabelle liegt Köln auf Platz 13, die TSG gar auf dem Relegationsplatz. Dank der ansprechenden Hinrunde, können sich gerade die Hoffenheimer freuen, dass sie nicht im Abstiegsstrudel stecken.
Aber warum es mit 1899 derart bergab geht, ist schon fast verwunderlich. Allerdings nur fast (ich habe 1899 vor der Saison auf Rang neun getippt). Nach dem Aufstieg hat das Team zweifellos brilliert und sich in andere Sphären gezaubert. Allerdings “nur”, wenn es um die Ansprüche und Erwartungen geht. Die schnellten dermaßen in die Höhe, dass man meinen könnte, 1899 gehört schon zum Favoritenkreis. Um die Meisterschaft!
Dabei hatte Hoffenheim “einfach nur” die Chance genutzt unterschätzt zu werden, um dann geschickt die Freiräume zu nutzen, die das Team braucht, um zu zaubern und mit Offensivfußball zu überzeugen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein ging vieles von allein. In der Rückrunde kam dann schon der Einbruch. Damals projezierten alle Experten den Abfall auf das Fehlen von Ibisevic. Aber es war mehr. Der Angreifer hatte, wie die Mannschaft über seinem Niveau getroffen. Die Erwartungen stiegen. Dem konnte ein Aufsteiger gar nicht gerecht werden.
Auch mit den vielen Millionen nicht, die in die junge Mannschaft gesteckt wurde.
Nun ist Ibisevic wieder da, spielt eine (für ihn) normale Saison und zack steckt 1899 im Mittelfeld fest. Und nun? Keine Panik sage ich. Zum einen hatte das Team natürlich mit Verletzungen (Obasi, Demba Ba) zu kämpfen, die eine Mannschaft nicht so einfach wegsteckt. Zudem haben sich die Gegner besser auf Hoffenheim eingestellt und schlussendlich spielt der Verein erst im zweiten Jahr in Deutschland’s höchster Spielklasse. Rückschläge inbegriffen.
Daraufhin den Trainer in Frage zu stellen, halte ich für höchst fragwürdig und zweifelhaft. Rangnick hat eine hervorragende Aufbauarbeit geleistet und verfolgt zudem ein Konzept. Daran sollte festgehalten werden, wenn man Hoffenheim langfristig in der Bundesliga etablieren möchte.
Parallelen zu Köln quasi. Hier war vor der Spielzeit ein Trainer-Novize verpflichtet worden, der sich im harten Geschäft erst zurechtfinden muss. Ihm gehört zweifellos die Zukunft. Wenn man Soldo vertraut und ihm die Zeit gibt.
Von daher ist die Partie am Samstag wie eine Wundertüte.
Hoffenheim ist gesichert. Sollte unbeschwert aufspielen können, muss aber mal wieder siegen, um Ruhe in den Verein zu bekommen und Selbstvertrauen für das Restprogramm, vor allem aber (schon) für die neue Saison zu tanken.
Köln braucht den Dreier. Zwingend! Denn sonst stecken sie knietief im Abstiegssumpf. Die Presse rumort schon, einige Fans lehnen sich gegen den Trainer auf. Der Boulevard lauert schon auf die Niederlage, um dann Soldo endgültig wegzuschreiben.
Druck gibt es also für beide Mannschaften.
Und hier lauert die Chance für den FC. Während Hoffenheim unter Druck bisher nicht überzeugen konnte, haben die Geißböcke zuletzt oft dann brilliert, wenn es richtig ernst wurde… und nicht, wie gegen Berlin, wo man den Tabellenletzten ja eigentlich nur mal im Vorbeigehen besiegen muss. Jetzt sind wieder andere Tugenden und vor allem eine andere Einstellung gefragt.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
Hildebrand
Beck – Simunic – Compper – Ibertsberger
Weis
Luiz Gustavo —- Salihovic
Carlos Eduardo —————- Maisocuel
Ibisevic
————————————————–
Novakovic —- Freis
Podolski
Matuschyk —— Maniche
Petit
Ehret – Geromel – Mc Kenna – Brecko
Mondragon
Ralf Rangnick hat in der Offensive wieder mehr Möglichkeiten, nachdem Obasi wohl zurück kehrt. Auch, wenn Demba Ba sicherlich fehlt. Mal sehen, ob Obasi schon von Anfang an stürmen darf oder als Joker gebracht wird. Maicosuel müsste dann wohl auf die Bank. Neben Tagoe, der ebenfalls bereit ist. Ibertsberger ist angeschlagen, schafft er es nicht rechtzeitig, beginnt wohl mal wieder Eichner. Vielleicht erhält auch Raitala eine Gelegenheit, sich zu zeigen, nachdem er (für mich überraschend) seinen Vertrag in Hoffenheim verlängert hat. Viel ändern wird Rangnick trotz der “Krise” aber wohl eher nicht.
Zvonimir Soldo hat Maßnahmen angekündigt. Nachdem gegen Berlin auch noch in einem Testspiel gegen die eigene Reserve mit Lustlosigkeit brilliert wurde, will der Trainer durchgreifen. Viele sagen endlich. Nur machen es seine Spieler ihm nicht leicht. Nachdem mit Schorch, Chihi und Pezzoni wichtige Stützen verletzt ausfallen, holten sich gegen Hertha Mohamad und Tosic ihre Platzverweise ab. Noch weniger Alternativen für Soldo. Fünf Spieler, die sofort in der ersten Elf auflaufen könnten. Das kann eine Mannschaft, wie Köln nicht verkraften. Zu schmal ist der Kader besetzt.
Nun muss Soldo also mit Kreatvität überzeugen und entweder sein System gänzlich umwerfen oder mal jungen, unbekannten Spielern eine Chance geben. Wie Matuschyk, der während der Saison im Kader auftauchte und nun erstmal seinen Platz sicher zu haben scheint.
In der Abwehr beginnt (endlich!) Fabrice Ehret von Beginn an. afür erhält Brecko eine erneute Chance auf rechts. Er soll den quirligen Maicosuel stoppen. Mc Kenna rückt für Mohamad in die Innenverteidigung und könnte im Duett mit Geromel ein unangenehmer Gegenspieler für Ibisevic sein. Viel wird auf die Halbpositionen ankommen, die Gustavo und Salihovic außer Gefecht setzen müssen. Hoffenheim darf nicht zum Spielen kommen, dann hat Köln verloren. Maniche gilt nicht als unangenehmer Beißer. Hier wird Petit immer wieder aushelfen müssen. Vielleicht bekommt auch Brosinski eine Chance, obwohl Maniche zuletzt wieder passabel gespielt hat. Setzt Soldo auf eine spielerische Ausrichtung, um 1899 zu überraschen, wäre Yalcin eine Option. Das würde Hoffenheim aber mehr Freiräume geben. Gefährlich!
Gespannt dürften alle gen Kölner Sturmreihe schauen. Novakovic und Podolski passen nicht zu hundert Prozent zusammen. Aus meiner Sicht nicht aus spielerischen Gründen, sondern eher aus gekränkten Eitelkeiten zweier Leader, die im Offensivspiel die volle Aufmerksamkeit wünschen. Geht nicht. Ergo: Zusammenraufen und zusammenspielen. Am Besten nicht nebeneinander. Podolski würde ich alle Freiheiten gewähren. Soll er sich fallen lassen, nach vorne stoßen oder sich mal auf den Flügel bewegen. Novakovic darf dann vorne lauern, auf den einen tötlichen Pass, den er dann mal wieder gern verwandeln darf. Freis gehört immer mehr ins Sturmzentrum. Dort hat er (zu Beginn der Rückrunde) seine Klasse bewiesen. Daran sollte sich Soldo erinnern. Will Soldo im Angriff durchgreifen, stünde wohl nur Ishiaku bereit, den er für seinen Einsatz lobt. Er wäre der Gegenpart zu Nova, der dann wol draußenbleiben dürfte und der Stoßstürmer, der Räume schafft für Freis und Poldi.
Aber wie gesagt: Alternativen sind rar gesäht. Es stünden “nur” noch Amateure zur Auswahl. Würde mich aber auch freuen, wenn einer von denen eine Chance erhält.
Das sagt der Gegner
Er wird bis zum Saisonende ausfallen. Umso schöner, dass sich die Dembabären, der Hoffenheimer Fanklub, der sich besonders dem Angreifer zugewandt fühlt meinen Fragen gestellt haben. Markus hat mir die Antworten versprochen, sobald sie da sind, pflege ich sie nach.
Mein Tipp
Hier scheint alles möglich. Hoffenheim brennt mal wieder ein Offensivfeuer nieder und brilliert mal wieder, wie zu “alten Zeiten”. Beide Mannschaften neutralisieren sich und schleppen sich zum Remis. Köln überrascht einmal mehr und schafft den Klassenerhalt. Viel wird von der Tagesform ankommen, von der Motivation und Einstellung sowie von der ersten viertel Stunde. Hellwach sein, heißt es für beide Teams. Ausgang ungewiss.
Da ich mich auf Tore freue, tippe ich auf ein 2:2.
Weiterlesen| Köln 0 | Fehlanzeige |
|---|---|
| Berlin 3 | Raffael 25, 45
Cicero 75 |
Ganz ehrlich, was soll man nach so einem Spiel schreiben?
Der 1. FC Köln hat einmal mehr vor eigenem Publikum keine überzeugende Leistung abgerufen. Abrufen können. Irgendwie scheinen die Spieler zu verkrampfen, wenn sie die Choreo ihrer Anhänger sieht. Trotz eines 5:1 im Rücken und dem Tabellenletzten vor der Brust, gelingt es dieser Mannschaft nicht, hinten sicher zu stehen und vorne eiskalt zu knipsen.
Stattdessen vergeben wir vorne die ersten Chancen, ziehen uns dann verunsichert zurück und patzen defensiv so dermaßen, dass der Gegner fast nur noch einschieben muss.
Berlin hat clever gespielt. Der gesamte Druck lastete auf den Hauptstädtern und wie sie diesen aktuell trotzen ist beeindruckend. Da ziehe ich meinen Hut. Eigentlich schon abgeschrieben und nun doch mit kleinen Chancen. Vor allem beweisen sie, dass sie mehr als nur mithalten können. Die Saison haben sie vorher verloren. Im Gegensatz zum FC, der die Spielzeit im Schlussspurt verlieren kann. Oder aber noch richtig retten.
Denn in den schweren Partien zu Beginn einer Halbserie zogen sich die Geißböcke überzeugend aus der Affäre, um dann gegen die “vermeintlich leichten Gegner” die schöne Ausgangsposition zu verspielen. Wir hätten uns freispielen können, um dann weiter nach oben zu blicken.
Stattdessen müssen wir nun leicht ängstlich gen Relegationsplatz blicken. Erst recht, da es jetzt gegen die Teams aus dem Keller geht. Aber vielleicht braucht Köln den Druck, um überzeugen zu können. Was ein Armutszeugnis wäre für die Mannschaft. Ohnehin frage ich mich, was in den Köpfen von den Jungs vorgeht. So unkonstant kann man eigentlich gar nicht spielen. Und wenn ich mir die Tore nochmal in Ruhe angeschaut habe, dann frage ich mich, wo die Ruhe, das Stellungsspiel und die Zweikampfstärke unserer zentralen Verteidigung geblieben ist? Wurde die Hintermannschaft letzte Saison und bis zum Winter noch hochgejubelt, ist sie nun nur noch ein Schatten ihrerselbst und nur peinlich. Das Debakel gegen Berlin aber auch Mohamad, Geromel und Mondragon zu schieben, wäre zu einfach. Eher wünsche ich mir hier wieder eine Einheit, die kompakt auch noch hinten arbeitet.
Idealerweise schon gegen Hoffenheim. Mit einem torlosen Spiel wäre ich da schon zufrieden. Dass dann Mohamad fehlt, ist bitter. Sein Rot war jedoch notwendig. Hätte er Ramos ziehen lassen, wäre das schon das 0:3 gewesen. Vielleicht tut dem Libanesen eine Pause ganz gut. Soldo sollte jetzt Stärke zeigen und sein Team einer genauen Prüfung unterziehen. Wer zieht noch am selben Strang? Wer hat den Abstiegskampf verinnerlicht? Wer frisst in dieser Situation Gras? Falls sich tatsächlich nicht elf Mann finden (was aktuell den Anschein hat), dann gehören halt Amateure ins kalte Wasser geschmissen. Wann, wenn nicht jetzt?
Gerade das Mittelfeld setzt eigentlich kaum noch Akzente. Über die volle Spielzeit. Egal, ob Petit, Maniche oder Tosic. Sie alle nehmen sich immer wieder Pausen. Pausen, die unsere Gegner eiskalt bestrafen. Wenn die Mannschaft keine Trotzreaktion zeigt, dann wird es echt eng.
Zum Glück geht es jetzt erstmals wieder auf Reisen. Und danach?
Vielleicht sollten wir bei der DFL ein freiwilliges Geisterspiel beantragen. Vielleicht klappt es dann in dieser Saison doch noch mit einem Heimsieg.
Stimmen
Einen kapitalen Bock von Hertha-Keeper Jaroslav Drobny konnte Novakovic aber nicht nutzen (2.). Doch der Elan verpuffte relativ schnell. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte keine Chancen, gingen aber trotzdem in Führung.
Vor dem 0:1 durfte Ramos am Kölner Strafraum in aller Ruhe den Ball führen. Der Kolumbianer wagte einen Schuss, obwohl er eigentlich hätte abspielen müssen. Doch der abgeblockte Versuch kam zu Raffael, der gegen Mohamad und Geromel aus nächster Nähe einschoss.
Nur zwei Minuten später hätten dann die Kölner den Ausgleich markieren müssen: Nach einer Tosic-Ecke von links verlängerte Sebastian Freis per Kopf auf den langen Pfosten, wo Novakovic völlig freistehend aus zwei Metern ans Lattenkreuz köpfte (27.).
In der 43. Minute zirkelte der starke Tosic einen Freistoß aus etwa 25 Metern genau auf den rechten Winkel. Drobny klärte den Ball aber mit den Fingerspitzen und rettete seinen Farben damit die Führung. Diese baute Raffael (45.) kurz später sogar noch aus.
Peinlich wurde es dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Zunächst kam FC-Torwart Faryd Mondragon nach einer Ramos-Flanke zu spät, dann konnte Mohamad nach einem Kopfball von Lukas Piszczek den Ball nicht wegschlagen.
Ramos, der im Mittelfeld mehrere Kölner düpierte und alleine auf Mondragon zueilte, wurde vom hinterhersprintenden Mohamad ins Straucheln gebracht. Der Berliner schleppte sich noch in den Strafraum und sank dann zu Boden. Referee Peter Gagelmann entschied auf Freistoß und Rot für den Libanesen (73.).
Es ist schon eine blamable Leistung, die wir da abgeliefert haben. Dafür den Trainer verantwortlich zu machen, ist mir zu einfach. Die Spieler müssen sich selbst hinterfragen“, sagte Manager Michael Meier, der Trainer Zvonimir Soldo aus der Schusslinie nahm.
Zahlen und Daten
Platz: 13
Punkte: 31
Tore: 27
Gegentore: 38
Nächster Gegner: 1899 Hoffenheim

Fußball Bundesliga, 29. Spieltag
Samstag, 03.04.2010 18:30
Ich verziehe mich mal ein paar Tage und spanne in Paris aus. Ohne Fußball. Ohne Internet. Auch mal nett.
Deshalb schon heute eine Vorschau, da ich über Ostern dazu sicherlich auch keine Zeit finden werde. Das Interview mit einem Gegner-Blogger fällt demnach auch flach.
Gegen Hannover hat der Eff Zeh Klasse gezeigt und einen desolaten Gegner auseinander genommen. Das war gut, aber so wird es nicht weiter zu gehen. Denn Berlin hat Lunte gerochen und hofft noch auf den Klassenerhalt, obwohl es aussichtslos erscheint. Während 96 den Abstiegskampf entweder noch nicht verinnerlicht hat oder sich schon aufgibt, hält BSC am letzten Strohhalm fest. Das bewiesen sie eindrucksvoll in Wolfsburg und am Wochenende auch gegen Dortmund, wo sie den Sieg verdient gehabt hätten. So ein “Zwei-Punkte-Verlust” kann eine Mannschaft runterziehen, aber auch gleichzeitig aufrichten. Denn der Gegner war schließlich kein Geringerer, als ein Europa League-Aspirant, der zuletzt mehr als überzeugt hat.
Berlin hat eine große individuelle Klasse. Wenn man allein Spieler, wie Drobny, Raffael, Kacar und Ramos siegt, dann sollte das Team nicht da unten feststecken.
Köln muss also gewarnt sein und wieder mit einer konzentrierten Leistung auftreten. Ohne allzu großen Druck, aber mit der noch größeren Chance einen Abstiegskandidaten (wohl endgültig) in Liga zwei zu schießen.
Schlecht für die Hauptstadt, aber beruhigend für Köln, das dann endgültig für die erste Liga 2010/2011 planen darf.
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
In der Woche kann noch einiges passieren. Deshalb steht meine Prognose auf wackeligen Füßen und entspricht wahrscheinlich noch weniger der Realität, als ohnehin.
Mondragon
Brecko – Geromel – Mohamad – Womé
Petit
Maniche ——— Matuschyk
Tosic
Novakovic – Podolski
—————————————
Ramos – Gekas
Raffael
Cicero —————- Kacar
Lustenberger
Kobiashvili – Bengtsson – Friedrich – Piszczek
Drobny
Da Köln gegen Hannover nicht eine (!) gelbe Karte kassiert hat, hat Soldo die Qual der Wahl und mit Podolski einen hochkarätigen Rückkehrer. Zudem kehrt Geromel zurück.
Berlin hat gegen Dortmund trotz intensiver Partie keinen Karton kassiert. Allerdings fällt Hubnik mehrere Wochen verletzt aus. Für ihn könnten Bengtsson oder Janker beginnen.
Mein Tipp
Das Berliner Sturmduo ist im Moment in Topform. Gekas und Ramos sind brandgefährlich. Da werden Mohamad und Geromel enorm gefordert sein. Aber in normaler Spitzenform, sollten sie auch die Beiden unter Kontrolle haben. Wobei man das Duo nie ganz ausschalten kann. Ergo: In der Offensive muss von Köln wieder was kommen. Dribbler Tosic könnte die nicht gänzlich sattelfeste Hertha-Defensive durchaus vor Probleme stellen. Dazu haben Poldi und Nova in den letzten Partien wieder Selbstvertrauen getankt.
Das wird sicherlich nicht so eine dominierende Partie, wie gegen 96. Eher ein Spiel von zwei Teams auf Augenhöhe. Aber langsam muss der Eff Zeh auch mal im Rhein Energie Stadion überzeugen. Das gelingt, weil Köln weniger Druck hat und Berlin die Scheiße am Fuß klebt. 2:1 für den FC!
WeiterlesenWenn der Herr Magath so in die Kamera grinst und sein schelmischstes Lächeln aufsetzt, könnte man meinen, dass er alles von langer Hand geplant hat. Seine Meisterschaft mit Wolfsburg, sein Wechsel nach Schalke und die direkte Titelverteidigung. Auch, wenn er es nie sagen würde, aber so selbstverständlich sieht man seine Mannen mittlerweile mitten im Kampf um die Meisterschaft.
Wie so ein Erfolg schlussendlich zu Stande kommt, ist egal. Danach fragt am Ende keine mehr.
Stattdessen wird sich Louis van Gaal fragen lassen, warum er nicht lernfähig ist. Immer wieder setzt er seine beiden Sieggaranten Ribery und Robben auf die Bank (um sie für kommende Aufgaben zu schonen, was an sich auch verständlich ist), um dann aber (zur Halbzeit) festzustellen, dass er das Duo (oder mindestens einen) doch benötigt, um erfolgreich sein zu können. Ohne unnötig klugscheißen zu wollen, aber als ich am Samstag gehört habe, dass RibRob auf der Bank sitzen, habe ich auf Stuttgart gesetzt.
Man darf zu abwarten, wie vG in den kommenden entscheidenen Spielen entscheidet oder ob er weiterhin fast leichtfertig die Meisterschaft verzockt.
Was sonst noch vom X. Spieltag bleibt…
Quoten-Nachbrenner
Bochum – Frankfurt 1:2 = 2,90
Mainz – Wolfsburg 0:2 = 2,35
München – Stuttgart 1:2 = 5,90
Berlin – Dortmund 0:0 = 3,30
Hannover – Köln 1:4 = 3,15
Bremen – Nürnberg 4:2 = 1,35
Leverkusen – Schalke 0:2 = 3,05
Hoffenheim – Freiburg 1:1 = 3,65
Gladbach – Hamburg 1:0 = 3,25
Gewinn als Kombiwette: 20.415,13 Euro (bei 1 Euro Einsatz)
Gewinn als 9 Einzelwetten: 28,90 Euro (bei 9 Euro Einsatz)
[Ich übernehme keine Gewähr. Für nichts und niemanden!]
Weiterlesen| Hannover 1 | Cherundolo 81 |
|---|---|
| Köln 4 | Tosic 12, 71
Petit, 20 Novakovic, 28 |
Ich musste mir schon die Augen reiben, ähh die Ohren putzen. Nach fünf Stunden Kellerputzen hatte ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht, um rechtzeitig 15:30 90elf zu lauschen. Ich hatte mich auf einen – aus Kölner Sicht – ruhigen Nachmittag eingestellt. Ein holpriges Spiel. Wenig Akzente. Ein Tor vielleicht. Ergo nebenbei ein wenig im Internet rumdaddeln und schreiben. Doch dafür blieb wenig Zeit.
Der FC bewies gegen Hannover, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Sicherlich war 96 kein Gradmesser und erschreckend schwach. Aber wie Köln aufgetreten ist, das konnte sich sehen lassen. Nicht mutlos, nicht gehemmt, nicht defensiv. Eher mit Druck, Moral und offensivem Mut. Alles voran Zoran Tosic bewies, warum er im Winter geholt wurde, wirft aber auch die Frage auf, warum Soldo ihn bisher so selten brachte. Mit technischer Klasse und guter Ballkontrolle in hohem Tempo sorgte er für den ersten Torjubel. Da wollte ich schon bei Twitter schreiben: “Das war das Tor des Tages.”
Doch Köln machte weiter und nach guter Vorarbeit von Maniche zog dessen Landsmann Petit ab und erhöhte auf 2:0. Hannover war gebrochen uns sackte danach förmlich zusammen. Spätestens nach dem Elfer von Novakovic war die Geschichte gegessen. Erst recht da dieser Elfmeter doppelt bitter zu werden schien. Nach gelber Karte Nummer ein holte sich Balitsch noch vor der Pause die zweite ab.
Ein wenig Zweifel kam auf, als Bremen seine 3:0 Führung zu verspielen schien. Doch 96 war zu harmlos und Köln konnte das machen, was sie besonders gut können. Defensiv sicher stehen und gefährliche Nadelstiche setzen. Durch die schnellen Tosic und Freis. Während Letztgenannter das Ding eigentlich endgültig entscheiden musste, legte er “nur” auf, damit Erstgenannter zum zweiten Mal an diesem Tag zuschlagen konnte. Eine astreine Leistung.
Der Anschlusstreffer von Cherundolo war nur Ergebniskosmetik, aber trotzdem ärgerlich. Dieses “zu null” hätte ich gern noch mitgenommen.
Sei’s drum! Köln konnte Selbstvertrauen tanken und allen voran einen Abstiegskandidaten (besonders hinsichtlich seines Restprogrammes) in den Keller schießen.
Durchatmen! Eine Woche. Denn nächste Woche muss Köln zwingend nachlegen, um dann endgültig sagen zu können: “Das war es dann wohl!”
Stimmen
Ganz schlimmes Spiel der Heimmannschaft. Von Anfang an war kein Druck, kein Aufbäumen, keine Leidenschaft zu spüren. Ganz so wie sich der FC in Mainz präsentierte.
Zoran Tosic, der für fünf Monate geleaste Serbe, wackelte am Strafraum-Eck Christian Schulz und Karim Haggui aus, dann schlenzte er den Ball mit viel Zeit und Raum unhaltbar ins obere Toreck. Eine Schönheit.
Wer jetzt glaubte, der FC würde sich auf dem sicheren 3:0 ausruhen, wurde eines besseren belehrt. Immer wieder kombinierte die Elf von Zvonimir Soldo in Richtung 96-Tor.
Mit hängenden Köpfen bemühten sie sich nur noch halbherzig, das Tor der Gäste zu belagern, die wenig Mühe hatten die harmlose Slomka-Elf in Schach zu halten.
Der FC feierte am Samstagnachmittag den höchsten Sieg seit dem Wiederaufstieg.
Der FC steht jetzt bereits deutlich besser da als in der Hinrunde.
Zahlen und Daten
Platz: 12
Punkte: 31
Tore: 27
Gegentore: 35
Nächster Gegner: Hertha BSC
