Puh, durchatmen. Die erste Hürde ist genommen und mir bleibt der Spruch “Volle Konzentration auf die Liga” (erstmal) erspart.
Es war das erwartet schwierige Spiel. Emden hat sich hinten rein gestellt, beherzt verteidigt und dem FC das Spielfeld überlassen. Doch es wurde einmal mehr deutlich, dass der Kreativspieler unserem Spiel wirklich fehlt. Hoffentlich kommt da doch noch Einer.
Aber immerhin sprangen andere Spieler in die Bresche.
Brecko zum Beispiel, der defensiv wenig gefordert wurde, dafür aber offensiv Dampf machte, seine Freiheiten nutzte und gleich zwei Mal elegant zu Treffern auflegte. Wenn ich mir vorstellen, dass nach Novas Rückkehr auch Freis auf rechts beginnt, können wir viel Druck über diesen Flügel entfachen.
Sanou scheint seinen Platz erkämpft zu haben. Erst recht mit diesem Tor. Damit ist er an Chihi vorbei gezogen, dem auf Dauer wohl die Rolle des Edeljokers bleiben wird.
Pezzoni durfte noch einmal im defensiven Mittelfeld ran. Nach Boatengs Abgang ist er hier erstmal gesetzt. Aber Maniche sollte seine überflüssigen Pfunde schnell los werden und dem Mittelfeld dann auch hoffentlich die fehlende Kreativität mitbringen.
McKenna wird Geromel verlässlich vertreten. Mohamad bleibt eine feste Größe und scheint seine Sicherheit zurück zu finden.
Enttäuschend – wie schon gegen Bayern – Lukas Podolski. Da hätte ich mir mehr erwartet. Gerade gegen einen kleinen Gegner, wie Emden. Ein paar mehr geniale Momente wären möglich. Hoffentlich ist der Druck für den Jungen doch nicht zu groß.
Maniche dürfte demnächst auch mal von Beginn an auflaufen. Nova soll auch nicht mehr so weit vom Kader entfernt sein. Stoßen die beiden noch ins Team hinzu, wird es noch besser laufen. Allerdings müssen sie auch schnell ihre Topform finden.
Dann, aber nur dann, brauchen wir nicht mal mehr einen neuen Spieler… da auch einfach kein Platz in der ersten Elf wäre.
Die Defensive steht. Brecko hat hoffentlich alle Zweifel endgültig bestätigt. Nur bei Womé habe ich weiter ein mulmiges Gefühl.
Petit und Maniche werden die Zentrale bilden mit Pezzoni als Backup.
Freis und Sanou dürften auf den Außen für Offensivpower sorgen. Chihi ist eine starke Alternative.
In vorderster Front sind Poldi und Nova gesetzt.
Das passt.
Wo wir aber wirklich stehen, werden wir erst nach dem ersten Spieltag sehen. Die Generalprobe ist aber schonmal gelungen… es sei euch überlassen, zu bestimmen, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist.
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Weiterlesen(transfermarkt.de) Hansa Rostock hat die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison getätigt. Enrico Neitzel soll den Sturm der Hanseaten verstärken. Ob er diesen Ansprüchen jedoch gerecht werden kann, ist fraglich. Seit dem Ausscheiden von Martin Max 2004 haben die Mecklenburger keinen treffsicheren Angreifer mehr in ihren Reihen. Es ist wohl das Hauptproblem der Rostocker. Ob Neitzel das Problem jedoch lösen kann?
In der laufenden Saiso erzielte der 32-jährige immerhin 10 Tore in 27 Spielen. Allerdings für Kickers Emden in der dritten Liga. Damit spielt der Stürmer seine beste Saison seit Jahren. Für Lübeck und Erfurt gelangen ihm in den letzten Jahren nie mehr als neun Tore. Wohlgemerkt in der Regionalliga. In der Zweiten Bundesliga, wo er mit Erfurt für eine Saison auflaufen durfte, schoss er gar nur zwei Saisontore. Zu wenig für einen Torjäger.
Trotzdem genießt Neitzel wegen seines Einsatzes gerade im Ostteil der Republik einen guten Namen. Vor allem, da er die beste Zeit seiner Karriere in der ehemaligen DDR (Stendal, Schönberg, Erfurt) bestritt. Nun kehrt er zurück. Auch zu seinen Wurzeln, denn Neitzel ist ein Kind von Mecklenburg-Vorpommern, der sich die ersten Sporen in der Hauptstadt Schwerin verdiente. In Rostock wird er seine aktive Zeit wohl allmählich ausklingen lassen. Es sei denn, ihm gelingt eine späte Leistungsexplosion.
Darauf hofft man anscheinend auch auf der Kogge. Wie sonst kann man sich diesen Transfer erklären? Entweder das oder er soll den Angriff (nur) in der Breite verstärken und hier seine Erfahrung einbringen. Oder man plant in Rostock schon ziemlich fest für die dritte Liga. Dort könnte Neitzel tatsächlich zur Sturmspitze avancieren. Aber bei Hansa sollte man sich lieber doch noch weiter auf Stürmersuche begeben, sonst bleibt Max auf noch längere Sicht der letzte richtige Goalgetter.
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