Die Fußball Weltmeisterschaft könnte für den 1. FC Köln zum Fluch oder zum Segen werden. Dabei wünsche ich prinzipiell “unseren” Spielern alles Gute und würde mich freuen, wenn sie stark spielen, um selbstbewusst ans Geißbockheim zurück zu kehren. Zu großen Anteilen gilt das auch für die WM 2010. Allerdings nicht bei allen Spielern und aus unterschiedlichen Gründen.
Lukas wünsche ich fast zwangsläufig eine starke WM. Man hat schon gegen Malta gesehen, dass er die deutsche Nationalmannschaft braucht, um zufrieden zu sein. Da war wieder sein schelmisches Lachen, was man in Köln schon lange nicht mehr gesehen hat. Die DFB-Elf tut ihm gut, um abzuschalten und ein wenig Abstand zu gewinnen. Man sieht allerdings auch mal wieder, wozu Podolski in der Lage ist, wenn er starke Mitspieler hat. Dann kann er glänzen. Er ist nicht der Führungsspieler, den wir gern in ihm sehen. Für den deutschen Adler wird er mit einem guten Turnier wieder zu alter Stärke finden. Dann gilt es, den Druck in Köln nicht wieder gleich ins Unermessliche steigen zu lassen.
WeiterlesenIn der Regel schwingt immer etwas Angst mit, wenn sich die eigenen Spieler in alle Himmelsrichtungen verteilen, um sich dort dann auch im Rahmen ihrer Nationalmannschaft mit anderen Teams messen. Auch wenn es gut für das Prestige des Vereins ist, viele Nationalspieler im Kader zu haben, so erhöht es doch immer die Gefahr, dass einzelne Spieler angeschlagen zurück kehren. Erst recht, wenn es sich halt um Leistungsträger handelt und man einen von Natur aus schmalen Kader besitzt.
Doch diese Woche ist ideal für den 1. FC Köln gelaufen.
Lukas Podolski konnte neues Selbstvertrauen tanken. Vielleicht ist durch die beiden Treffer der Knoten geplatzt. Ich habe den Lukas schon länger nicht mehr so grinsen gesehen.
Zudem feiern unsere Slowenen Miso Brecko und Milivoje Novakovic den Einzug in die Weltmeisterschaft 2010. Nova hatte schon vor Wochen unterstrichen, wie wichtig ihm diese Chance ist. Nach seiner letzten Länderspielreise kehrte er fit und treffsicher wieder. Jetzt vielleicht auch, wo das große Ziel erreicht ist.
Die Länderspielen dürften sich demnach befreiend auf die Spieler und damit auf das Team auswirken (hoffentlich feiern sie nicht zu euphorisch).
Dass es jetzt ausgerechnet gegen Hoffenheim geht, ist zudem positiv für uns. Schließlich haben Salihovic und Ibisevic mit Bosnien-Herzegowina die WM 2010 nur knapp verpasst.
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Gezwitscher
Flixius: Haha. Heute haben Jens Lehmann UND die Sesamstraße ihren 40. Geburtstag. Lehmann = Grobi oder doch die Schnecke Finchen?
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Abschied von der Haupttribüne
Letzte Impressionen im Millerntor, ehe die Bagger anrücken.
Puh, durchatmen. Die erste Hürde ist genommen und mir bleibt der Spruch “Volle Konzentration auf die Liga” (erstmal) erspart.
Es war das erwartet schwierige Spiel. Emden hat sich hinten rein gestellt, beherzt verteidigt und dem FC das Spielfeld überlassen. Doch es wurde einmal mehr deutlich, dass der Kreativspieler unserem Spiel wirklich fehlt. Hoffentlich kommt da doch noch Einer.
Aber immerhin sprangen andere Spieler in die Bresche.
Brecko zum Beispiel, der defensiv wenig gefordert wurde, dafür aber offensiv Dampf machte, seine Freiheiten nutzte und gleich zwei Mal elegant zu Treffern auflegte. Wenn ich mir vorstellen, dass nach Novas Rückkehr auch Freis auf rechts beginnt, können wir viel Druck über diesen Flügel entfachen.
Sanou scheint seinen Platz erkämpft zu haben. Erst recht mit diesem Tor. Damit ist er an Chihi vorbei gezogen, dem auf Dauer wohl die Rolle des Edeljokers bleiben wird.
Pezzoni durfte noch einmal im defensiven Mittelfeld ran. Nach Boatengs Abgang ist er hier erstmal gesetzt. Aber Maniche sollte seine überflüssigen Pfunde schnell los werden und dem Mittelfeld dann auch hoffentlich die fehlende Kreativität mitbringen.
McKenna wird Geromel verlässlich vertreten. Mohamad bleibt eine feste Größe und scheint seine Sicherheit zurück zu finden.
Enttäuschend – wie schon gegen Bayern – Lukas Podolski. Da hätte ich mir mehr erwartet. Gerade gegen einen kleinen Gegner, wie Emden. Ein paar mehr geniale Momente wären möglich. Hoffentlich ist der Druck für den Jungen doch nicht zu groß.
Maniche dürfte demnächst auch mal von Beginn an auflaufen. Nova soll auch nicht mehr so weit vom Kader entfernt sein. Stoßen die beiden noch ins Team hinzu, wird es noch besser laufen. Allerdings müssen sie auch schnell ihre Topform finden.
Dann, aber nur dann, brauchen wir nicht mal mehr einen neuen Spieler… da auch einfach kein Platz in der ersten Elf wäre.
Die Defensive steht. Brecko hat hoffentlich alle Zweifel endgültig bestätigt. Nur bei Womé habe ich weiter ein mulmiges Gefühl.
Petit und Maniche werden die Zentrale bilden mit Pezzoni als Backup.
Freis und Sanou dürften auf den Außen für Offensivpower sorgen. Chihi ist eine starke Alternative.
In vorderster Front sind Poldi und Nova gesetzt.
Das passt.
Wo wir aber wirklich stehen, werden wir erst nach dem ersten Spieltag sehen. Die Generalprobe ist aber schonmal gelungen… es sei euch überlassen, zu bestimmen, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist.
WeiterlesenMiso Brecko war einer der positiven Überraschungen in der letzten Saison. Als Ergänzungsspieler vom Hamburger SV verpflichtet, mauserte sich der Slowene zum Stammspieler beim 1. FC Köln. Standen bis zum Saisonstart erst 21 Bundesligaspiele auf seinem Konto, erhöhte er seine Erfahrung um 33 Partien in Deutschlands höchster Klasse. 2 Tore und 2 Vorlagen (Kicker-Notenschnitt 3,88) steuerte der 25-jährige Nationalspieler bei. Dabei profitierte er allen voran von seiner Vielseitigkeit und der Krankheit von Ümit Özat.
Rechts, wie links. Vorne, wie hinten. Aber auch zentral. Brecko kann fast überall spielen und stellt sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft. Obwohl er seine größten Qualitäten wohl eher in der Offensive besitzt, war er die beste Lösung auf der Position von Ümit. Hier bot er die konstantesten Leistungen von allen Anwärtern.
Unumstritten ist er trotz allem nicht, weswegen sich der FC in der Sommerpause intensiv um einen Rechtsverteidiger bemüht.
Bisher erfolglos. Während Brecko von Beginn an mittrainierte und die Testspiele absolvierte, kamen und gingen unzählige Namen ohne das eine Unterschrift erfolgte. Bis jetzt!
Köln hat den Kampf um Christopher Schorch gewonnen. Der 20-jährige hat die medizinische Untersuchung wohl schon bestanden und wird von Real Madrid ans Geißbockheim wechseln. Doch eher als Ergänzungsspieler. Seine Lieblingsposition ist die in der Innenverteidigung. Doch dort wird er sich hinter Geromel, Mohamad und McKenna anstellen müssen, so dass er sich einzige als rechtes Glied in der Viererkette Hoffnungen machen kann, um an regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen.
Doch dort hat Brecko die Nase vorn. Wegen der letzten Saison und seier Erfahrung. Schroch wird noch zeit brauchen, um eine ernsthafte Alternative in der Bundesliga darzustellen.
Brecko darf sich freuen. Der große Brocken wird ihm nicht vor die Nase gesetzt, so dass sein Spielkonto weiter kräftig erhöht werden kann.
Der nächste Transfer sollte ihn ohnehin nicht weiter ängstigen.
Michael Meier arbeitet weiter an der Verpflichtung eines Taktgebers im Mittelfeld. Ein kreativer Spieler soll noch her, der Poldi und Novakovic in Szene setzen soll. Dabei rückt ein Name wieder in den Mittelpunkt, der schon einmal gehandelt wurde: José Sosa. Bayern München will den Techniker loswerden, damit er Spielpraxis sammeln kann. Für den angedachten Verkauf hat sich kein ernsthafter Interessent gefunden, so dass Köln wieder größere Chancen besitzt.
Ein Kauf wäre nicht zu stemmen gewesen. Eine Ausleihe ist angedacht. In Köln hofft man, dass sich der FCB darauf einlässt. Das wäre ein echter Kracher. Eine der Verpflichtung, die sich Poldi (und Nova) gewünscht haben.
Nach der Trennung von Vucicevic herscht auf der Position gähnende Leere. Um ihren Stammplatz “fürchten” müssten deshalb wohl der Secher neben Petit bzw. der Mann auf dem linken Flügel. Kommt Sosa stellt sich für Soldo die Frage, mit welcher Taktik auftritt. Behält er das bisher einstudierte System mit zwei Sechsern und zwei offensiven Außen bei, wird Sosa wohl auf den linken Flügel rücken, wäre da aber meiner Ansicht nach verschenkt. Idealer wäre bei dem Personal eine Systemumstellung mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler und einem offensiven Trio davor. Dann müssten die Außen (Ehret, Freis) verstärkter nach hinten arbeiten. Kommt es so, dürfen sich die FC-Anhänger aber auch ansehnlicheren Fußball freuen, als noch in der letzten Saison.
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