Auftakt geglückt. 3:1 gegen Borussia Dortmund. Also die Zweite. So wie unsere. Regionalliga West. Tabellenführer. Nach dem ersten Spieltag. Bravo, Glückwunsch! Zu einem Dreier, der am Ende noch arg wichtig werden könnte.
Denn es galt die Punkte jetzt einzufahren. Am Wochenende. Noch bevor die Profis ins Pflichtspielprogramm einsteigen. Dann nämlich werden beim FC II nicht mehr die selben Spieler auflaufen können.
Ich finde es ohnehin gut, dass keine alten Hasen im Team aufgenommen wurden. Also Profis, die in der ersten Mannschaft nicht zum Einsatz kommen und dann drei Klassen tiefer immerhin Spielpraxis sammeln können.
Aber schaut man sich den aktuellen Kader an, finden sich mal sechs Spieler darin, die in der Bundesliga angreifen wollen. Zumindest gehören sie zum erweiterten Kreis und sollen Druck aufbauen. Salger gehört wohl schon zur ersten Mannschaft. Andere sind auf dem Sprung.
WeiterlesenDas Interview von Philipp Lahm hat Nachwehen hinterlassen. Nicht nur beim FCB, Lahm und dem DJV, sondern auch bei mir. Aber nicht aus rechtlicher oder disziplinarischer Sicht, sondern aus Inhaltlicher. Denn natürlich hat der Nationalspieler recht, wenn er Mißstände anprangert. Als Leistungsträger darf er das. Als Führungsspieler muss er das sogar. Dass er dafür den falschen Weg gewählt hat, abgehakt. Gut für BILD… und mich…
Denn auch in Köln fehlt seit Jahren eine klare (Transfer)Linie. Jeder neue Trainer bringt neue Ideen mit, die er umzusetzen versucht. Dass dabei Spieler hinten runterfallen, die nicht mehr ins System passen, fast zwangsläufig. Dass dem Verein selber aber ein großer Schaden zugefügt wird, fällt erst später auf. Nämlich dann, wenn ein Großverdiener nur noch auf der Bank sitzt und ein Wechselfenster in weiter Ferne ist… und bis er gehen kann, hat er ein halbes Jahr nicht mehr gespielt und so findet sich kein Abnehmer mehr. Oder halt nur jemand, der nur noch einen Bruchteil bezahlen mag. Verlust für den Verein.
Dass es heutzutage zweifellos schwierig ist ein gewisses Konzept durchzusetzen, ist auch mir klar.
Wünschenswert wäre es zweifellos. Ich denke nur an Ajax, die in den Neunzigern von der F-Jugend bis zu den Profis ein und dasselbe System trainiert und gespielt haben. Für Talente ist da der Weg viel offener nach oben. Die erste Elf bekommt Spieler, die perfekt geschult sind. Was will ein Trainer mehr?
Eine eigene Philosophie. OK, aber wer in Amsterdam unterschrieben hat, wusste, dass er sich auf ein 4-3-3 einstellen musste. Wer das nicht wollte, der kam gar nicht in die Wahl oder wurde schnell wieder gegangen.
Deshalb wäre es wohl nur im Sinne jedes Vereins mit Zukunftsambitionen, die einzelnen Teams noch gezielter aufeinander abstimmen und klare Richtlinien vorzugeben.
Eigentlich ein Kleines, möchte man merken.
Aber anscheinend doch schwieriger, als man als Außenstehenden denken mag.
Schauen wir einfach mal nach Köln.
Dort scheint Soldo nicht so richtig zu wissen, wie er spielen soll, aber doch klingt durch, dass er auf eine Viererkette, zwei Sechser, zwei offensive und kreative Außen hinter zwei Spitzen abzielt.
Da das nötige Kleingeld fehlt, um Topstars zu holen und passende Spieler anscheinend rar gesät sind, um den Ansprüchen gerecht zu werden, könnte man erwarten, dass man zumindest versucht im Nachwuchs talentierte Nachrücker zu formen.
Aber weit gefehlt.
Schaut man sich die U23 an, fällt auf, dass sie im letzten Spiel im 4-3-3 aufgelaufen ist.
Bei der U19 wird eifrig das 4-2-3-1 einstudiert.
Immerhin findet sich diese Ausrichtung auch bei der U17 wieder. Respekt!
Trotzdem ein Armutszeugnis.
Was soll man da noch Positives draus ziehen?
Maximal, dass die Spieler variabel geschult sind… na super!
Aber immerhin ist das kein rein Kölsches Problem, wie Lahm beweist und bei den anderen Bundesligisten wird es wohl kaum anders sein.
WeiterlesenSchonmal den Dekoder warm laufen lassen. Vorberichterstattung anschauen. Das erste Bier öffnen und sich auf den Anpfiff freuen. Die Zeiten sind vorbei. Samstag nachmittag sah ganz anders aus. Die Amateurvereine Hamburgs (vorrangig in der Region Wandsbek) dürfen sich freuen. Ich komme samstags wieder öfters vorbei.
Sky machts möglich
Statt Couch stand ich schon um 15:00 am Spielfeldrand und wartete auf den Anpfiff. In der Bezirksliga. Bis zum Samstag wusste ich gar nicht, dass um diese Uhrzeit mitten in der Saison draußen sogar schönes Wetter sein kann. Strahlender Sonnenschein, aber nicht zu heiß. Wunderbar. Anpfiff und ein flottes Spiel. Zudem irgendwie intensiver, wenn man live dabei ist. Gleich einem Stadionbesuch. Nur billiger. Weil die Heimmannschaft vergessen hat, am Eingang jemanden mit Kasse zu platzieren. Ansehnlicher Fußball für lau.
Sky machts möglich
Punkt 15:30 starten neben mir zwei Jungs ihre mobilen Telefone, stecken sich die Stöpsel ins Ohr und verfolgen die Radiokonferenz. Zum Glück lautstark genug, dass ich zumindest über die wichtigsten Ergebnisse informiert werde. Leider nur so lange, bis der Gästetrainer losprustet: “Bei uns steht es 1:0 und ihr faselt was von 3:1. Was interessiert mich der HSV.” Aber immerhin, leise flüstern ist erlaubt.
Ein schöner Nachmittag. Ich habe leicht Farbe bekommen. Geld gespart und trotzdem Fußball gesehen. Für die Bewegtbilder der Bundesliga gibt es dann nachträglich zum Glück weitere Möglichkeiten.
Danke Sky!
Weiterlesen… talentierten Nachwuchskicker, der auf dem „Weg nach oben“ ist und seine Erfahrungen bei Spielfeldrand – Das Magazin schildern mag. In Form einer eigenen Kolumnen können die Leser verfolgen, wie steinig (oder eben nicht) der Weg in höhere deutsche Spielklassen ist. Bewerbungen bitte per Mail an: kontakt@spielfeldrand-magazin.de
… ehemalige Profispieler, Trainer und Manager, die aktuell nicht mehr im großen Rampenlicht des Fußballs stehen für ein Kurzinterview in der Rubrik “Was macht eigentlich”. Interesse und Tipps bitte per Mail an: kontakt@spielfeldrand-magazin.de
Du suchst auch jemanden oder etwas, für etwas, dass sich um Fußball dreht? Dann kurze Mail an mich und wir schauen, was sich machen lässt!
WeiterlesenDas “Kicker Sportmagazin” hat das Potenzial der Berichterstattung vom Amateurfußball wohl erkannt und forciert nun auch diesen Part in seinem Portfolio. Über die Partnerseite spielerkabine.net können geneigte Anhänger unterklassiger Vereine seit gestern auch Spielberichte ihrer Mannschaft lesen. Inklusive aufgehübschter Aufstellungen und Fotos. Gleichzeitig sind die Leser aufgefordert auch ihre Eindrücke als Kommentar zu hinterlassen. Einen Haken hat die Geschichte jedoch: Verantwortlich sind keine (angehenden) Redakteure, sondern die Fans selbst, die sich nach Spielschluss für lau die Mühe machen, alle Informationen einzutragen. Da wird es interessant. Die breite Bereitschaft sich diese Zeit zu nehmen herrscht aktuell wohl eher in geringem Maße. Zudem kann man davon ausgehen, dass die Spielberichte dann immer sehr einseitig und emotional angehaucht sein werden. Die Objektivität könnte hier verloren gehen. Trotz allem eine schöne Idee, die für Liebhaber der Amateurklubs eine Plattform werden könnte. Wenn denn genügend Leute mitmachen. Auch wenn solche überregionalen Plattformen sich aus meiner Sicht eher weniger gegen lokale Angebote durchsetzen werden, beweist die Spielerkabine mit ihrer Mutter vom “Kicker”, dass der Amateurfußball noch immer eine wichtige Stellung in der Fußballszene genießt.
WeiterlesenNews
Dynamo frei für Verhandlungen mit Sportfive
‘Streetfootballworld’ wirbt in Fußball-Stadien
Amateurklubs demonstrieren gegen Bundesliga
Stanislawskis 24-Minuten-Ansprache
Blogs
Jetzt wird Hertha BSC Meister!
The Wild, Wild West