Mitten in der sportlichen Krise muss sich Hertha BSC nicht nur mit den enttäuschten Fans und der ohnehin kritischen Presse auseinander setzen, sondern nun auch mit einer Gesprächsrunde, die sich nur den Ereignissen beim Hauptstadtklub befasst. Da kann man sich sicher sein, dass demnächst die große Keule rausgeholt wird, um auf die Berliner drauf zu hauen.
Die Berliner Morgenpost und der Regio-Sender tv.berlin haben gestern die vierzehntägliche Talkrunde “Querpass – Der Hertha-Talk” gestartet. Ich habe die Sendung nicht gesehen. Eine von euch vielleicht? Würde mich freuen, ob das eine wirklich ernsthafte Sendung ist oder eine simpel gestrikte Null-Acht-Fünfzehn-Runde.
WeiterlesenNicht nur Sky sorgt aktuell für Unmut. Letzte Woche bekam ich übrigens mal wieder einen abendlichen Anruf, ob ich nicht Sky buchen möchte, da ja mein Premiere-Abo ausläuft. Nach einem Nein und einem “ist mir zu teuer”, kam abermals ein “OK, Danke!”. Kein verbessertes Angebot, das ich im Übrigen ohnehin ablehnen würde, da ich den Spaß am Livefußball zurück gewonnen habe. Sei es “nur” bei den Amateuren, oder wie am Samstag im Millerntor oder nächstes Wochenende (wenn auch am Sonntag) in der Noch-HSH-Nordbank-Arena. Ich brauche gar kein Pay-TV mehr, da die Sportschau , Radio und andere nachträgliche frei erhältliche und gleichfalls legale Angebote.
Zum Beispiel der Kicker. Seit ewigen Zeiten bin ich Abonnent und man dürfte meinen, die Jungs und Mädels aus dem Olympia-Verlag hätten meine Adresse schon lange mit dem Abo-Merkmal versehen. Inklusive E-Mail-Adresse. Aber anscheinend nicht. Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Mail mit dem unwiderstehlichen Angebot “14 Tage kostenlos Probe lesen!”. Vier Ausgaben bekäme ich frei Haus und müsste danach nichts weiter tun, da die Belieferung automatisch endet. Normal würde ich das machen, wenn ich nicht schon über zehn Jahre mein Abonnement hätte.
WeiterlesenNach einer sechsjährigen Pause ist sie wieder da. Sie Sportsendung, die nicht nur versuchte das Fußballformat im Fernsehen zu revolutionieren, sondern den Grundgedanken einer solchen Sendung tatsächlich veränderte. Es ging nun mehr um Entertainment. Trotz allem wurden die Zahlen nicht vergessen. Die ran-Datenbank ebnete den Weg zur tiefergehenden Analyse. Die Leute von ran waren Vorreiter. Umso interessanter wird es sein, ob Sat.1 heute Abend ähnliche Meilensteine setzt.
Im FAZ-Fernsehblog erhält man vorab einen Eindruck vom neuen Format. Was Revolutionäres ist sicherlich nicht dabei. Zuschauer werden ausgesperrt, um näher am Spielfeldrand zu sein. Vernünftig. Die Leute sollen auf die Tribünen und in die Sportkneipen, denn in ein Studio. Eine Frau darf auch mitmischen, was seit Monica Lierhaus auch keine Weltveränderung bedeutet. Dafür will man Spielzüge in 3D darstellen, was nun aber auch nicht sonderlich interessant klingt. Sowas ähnliches versucht man bei Kicker-TV schließlich auch schon länger und wenn man “wahre” Livebilder hat, warum soll man dann auf Animationen zurück greifen. Egal, wie gut sie gemacht sind.
Aber lassen wir uns überraschen, was die (nicht ganz neue) ran-Crew noch im Köcher hat. Willkommen, zurück und auf eine schöne Zeit… ab heute Abend mit Timisoara gegen Stuttgart. Quasi als internationale Generalprobe für Dortmund gegen Real Madrid, einen Tag später.
Weiterlesen… ab auf bild.de und die Spielberichte online schauen.
Jaja, ich weiß, ich will keine Werbung für BILD machen, aber sie bieten immer mehr nützlichen Service für den Fußballfan. Nach der Facebook-Applikation “mein Klub” kooperiert der Onlineauftritt nun mit Sky.
Ab heute, quasi ab jetzt kann man jeweils montags ab 0:00 die Nachberichterstattung des Pay-TV-Anbieters for free online abrufen und sich nochmal ein Bild über die Spiele machen.
Der “Verlust” meines Pay-TV-Abos ist damit immer erträglicher und kurioserweise somit auch dank Sky
Welch Überraschung. Das neue Sky schreibt im ersten Halbjahr tiefrote Zahlen. Man spekuliert sogar mit dreistelligen Millionen-Verlusten. Wenn man sich nun ansieht, wie mit langjährigen Kunden umgegangen wird, dann sollte sich der Trend sogar noch verschärfen.
Doch anstatt daraus zu lernen, macht man es bei Sky sogar noch schlimmer.
Man kooperiert zwar mit bild.de und bietet dort die Zusammenfassungen for free an, lässt aber gleichzeitig auf eigener Plattform live streamen, weicht aber auch dort nicht von den völlig überhöhten Preisen ab. Selbst Abonnenten müssen pro Spiel/Konferenz zehn Euro bezahlen. Warum sollte man das machen, wenn man eh per Abo und dann wohl auch in besserer Qualität am (Groß)Bildschirm gucken kann. Auch Nicht-Abonennten werden sich eher nicht dazu hinreißen lassen eine Konferenz bei Sky Select zu gucken. Denn dann verlangt Sky doch glatt einmal 19 Euro… tut man sich das jedes Wochenende an, ist man auch mal locker bei 80 Euro im Monat…
… und dafür darf man sich dann nicht mal Spiele im Nachhinein (noch einmal) anschauen. Dafür gibt es dann immerhin bild.de, aber trotzdem.
Fährt Sky weiter diese Hochpreispolitik, werden die Zahlen weiter in den Keller rauschen.
Wär sich dann wohl demnächst um die Bundesligarechte bewirbt?
WeiterlesenJetzt ist das Thema wohl auch für Sky durch.
Abends erhielt ich doch noch einen Anruf vom freundlichen Sky-Kunden(Call)Center.
Ich dachte, dass da vielleicht doch noch ein Friedensangebot hereinflattert, aber Sky braucht anscheinend keine (neuen/alten) Kunden.
Ich wurde nur gefragt, ob ich gern Sky abonnieren möchte.
Als ich verneinte kam die Nachfrage nach dem Warum (nicht).
Ich meinte es sei eindeutig zu teuer.
“OK, danke, Tschüß!”
Wie bitte?
Wie sind denn die Mitarbeiter geschult, dass sie sich dermaßen leicht abwimmeln lassen. Fängt man normalerweise nicht jetzt erst richtig an zu verhandeln und bietet dem Kunden ein Willkommensangebot an?!
Aber anscheinend hatte die Mitarbeiterin im Callcenter dieses “zu teuer” schon zu häufig gehört, um sich zu motivieren.
Wenn man bei Sky so weiterarbeitet, haben wir im nächsten Sommer einen neuen Bundesligaanbieter, da Sky dann pleite ist.
WeiterlesenNein, es lässt mich nicht los.
Gestern hatte ich kurzfristig ein Fünkchen Hoffnung, dass es doch noch ein gutes (Live-)Ende nehmen könnte als ich den Brief in meinem Kasten sah. Vielleicht wurde meine Mail doch erhöht. Möglicherweise hat man vielleicht sogar von meinem Unmut über das neue Programmpaket und den dazugehörigen “Service” gehört und gelesen.
Doch stattdessen machen es die Damen und Herren nur noch schlimmer.
Im Brief stand, dass man versucht hätte mich mehrmals zu erreichen. Auf meinem Telefon kann ich genau sehen, wer mich wann versucht anzurufen. Nicht, dass ich zurück rufe, aber ich weiß es und die Nummer von Sky war nicht dabei. Kann sein, dass das Sky-Callcenter wirklich mal versucht hat durchzuklingeln, aber ich will nicht mit einem anonymen Callcenter sprechen. Wenn, dann richtig.
Weiter geht’s. Ich dachte, vielleicht schreiben sie, dass man mir folgendes Angebot machen möchte.
Aber nix da!
Stattdessen darf ich nur lesen, dass ich doch mal bei denen anrufen soll! Hallo? Will ich jetzt noch was von denen oder die von mir? Gutgut. Dann eben nicht. Erst recht, da sie nur ihre kostenpflichtige allgemeine Kundenhotline angeben. Warteschleife mal inbegriffen. Anscheinend sitzt man bei Sky noch auf einem hohen Ross.
… und nimmt (ehemalige) Kunden gar nicht ernst.
Denn als letzten Punkt wird mir auch noch emfpohlen, dass ich gern das Online-Kundencenter nutzen darf.
Ach, echt! Wusst ich gar nicht. Nee, warte mal… darüber hatte ich doch meine Anfrage geschickt… nee klar, so versessen bin ich auf weitere Post von Sky nun auch wieder nicht…
Zusatz: Flixius hat den Brief noch genauer gelesen.
WeiterlesenDie Entscheidung steht also fest: Mein Premierevertrag wurde gekündigt, Sky tut alles (in Form von Tatenlosigkeit), um mich als Kunden zu verlieren und so stellte ich gestern fest, dass es nur noch Radio und Sportschau geben kann.
Nicht ganz:
Schließlich schiebt sich eine “neue zweite Macht” an sich neben Sky als Livefußballanbieter zu etablieren. Constantin Medien AG hatte sich vor Wochen mit der Deutschen Telekom geeinigt, dass sie ab der neuen Saison die Fußballübertragung übernehmen werden. Als Sublizenznehmer produziert Constantin Medien somit das neue IPTV Angebot. Dafür wurde zuerst die Sport Medien GmbH gegründet und gerade gestern erhielt Constantin auch grünes Licht von der KEK – Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich erhalten. Constantin Medien und Deutsche Telekom erklärten, dass die Telekom keinen Einfluss auf die Programmentscheidungen hat, wodurch dem neuen IPTV-Sender LIGA total! nichts mehr im Weg steht.
Viele Eckpunkte wurden hierfür schon vorher festgelegt, z.B. die Gesichter des neuen Senders.
Johannes B. Kerner, Oliver Welke, Matthias Opdenhövel, Frank Buschmann und Klaus Gronewald präsentieren alle Partien in hochauflösender HD-Qualität. Jörg Dahlmann, Markus Höhner, Oliver Forster, Carsten Fuß, Daniel Günther, Martin Quast, Hansi Küpper, Wolff C. Fuss, Frank Buschmann, Thomas Herrmann, Holger Pfandt, Markus Götz, Uwe Morawe und Jonas Friedrich komplettieren das Team als Kommentatoren. Durchaus bekannte Gesichter mit Rang und Namen.
Man darf also einiges erwarten. Allein, es gibt einen Haken: Das Angebot!
Wie schon bei Sky ist nicht der normale Fußballtarif das Problem. 14,95 Euro kostet LIGA total! im Monat. Wer den Fußi-Genuss in HD genießen will, muss noch annehmbare 19,95 Euro blechen. Grundvoraussetzung für die Buchung von LIGA total! ist jedoch das Entertain-Paket von der Deutschen Telekom und das kostet in der billigsten Version schon satte 44,95 Euro. Für Fernsehen, Telefon und DSL ein stolzer Preis, der bei mir über den bisherigen Ausgaben liegt. Damit fällt auch LIGA total! für mich flach.
Wer allerdings schon ein Entertain-Paket sein Eigen nennt, für den lohnt sich die Zubuchung von LIGA total! allemal.
Für mich bleibt somit die Sportschau und das Radio… wobei es im zweiten Punkt immerhin ein webzweinulliges Angebot gibt: 90elf. Den Internetsender (u.a. mit Legende Günther Koch) habe ich in der letzten Saison schon ein-zwei-Mal ausgetestet. Wenn der Server mitspielt eine gute Alternative für all Jene, die zuhause kein normales Radio mehr rumstehen haben.
Habe ich irgendein Angebot noch übersehen und vergessen?
WeiterlesenUkrainer sind bis dato (gerade im Vergleich zu russischen Öl-Patriarchen) nicht als die großen Geschäftsmänner im Sport aufgefallen. Bis jetzt. Findige Fußballfunktionäre wollten das Ligawesen reformieren und wurden nun in ihre Schranken gewiesen. Laut aktuellem Urteil gibt es kein gemeinnützig und kommerziell zusammen, sondern nur getrennt. Entweder oder also. Der Verband hatte das anders gesehen und seine Liga als gemeinnützig-kommerziell ausgegeben. Der Hintergund scheint klar: Der Verband hatte sich steuerliche Vorteile erhofft (dank der Gemeinnützigkeit), wollte aber trotz allem fette Gewinne einfahren.
Oberflächlich betrachtet wäre diese Kombination sogar möglich. Wikipedia weist folgende Definitionen auf.
Als gemeinnützig wird eine Tätigkeit bezeichnet, die darauf abzielt, das allgemeine Wohl zu fördern. Wenn eine Organisation als gemeinnützig anerkannt worden ist, wird sie von den Steuern ganz oder teilweise befreit.
(via Wikipedia)
Der Begriff Kommerzialisierung beschreibt einen Prozess, in dem wirtschaftliche Interessen einen immer stärkeren Einfluss gegenüber ideellen Werten gewinnen.
(via Wikipedia)
Was das für die ukrainische Liga bedeutet: Durch Werbegelder und Lizenzvergabe würden Einnahmen generiert, die vorrangig wirtschaftliche Interessen befreidigt. Allerdings wird dafür auch ein wenig Fußball geboten, der schließlich ein öffentliches Gut ist und das allgemeine Wohl fördert. Leider sehen das Gerichte – völlig zu Recht – anders. Ein Versuch war es trotzdem wert. Den Ruf als seriöse Geschäftsmänner konnten sich die Ukrainer dadurch allerdings nicht verschaffen.
Gelingt es nun nicht (wovon eigentlich nicht auszugehen ist), ändert eine Annulierung aller Ergebnisse seit 1996 nichts an der Machtverteilung im ukrainischen Ligafußball. Aktuell ist Dynamo Kiew mit 13 Titeln Rekordmeister vor Donezk (4) und Tawrija Simferopol (1). Gelten nur noch die Meisterschaften seit der Gründung 1991, bleibt Kiew mit vier Triumphen vor dem Debütsieger Simferopol.
P.S.: Die Überschrift lautet im Übrigen: “Gemeinnützig-Kommerziell”
WeiterlesenSeit Jahren bin ich Pay-TV-Kunde. Zuerst bei Premiere, zwischendurch bei Arena und zuletzt wieder bei Premiere. Nun, wo ich auch Kunde bei Sky werden könnte, werfe ich den Federhandschuh und verzichte freiwillig auf die samstäglichen Livespiele. “Back to the roots” ist mein Motto für die kommende Saison.
Mit der Namensänderung wollte Premiere eigentlich sein schlechtes Image loswerden. Was sie geschafft haben ist für meinen Teil genau das Gegenteil. Ich war mit Premiere im Großen und Ganzen zufrieden. Egal, was in der Presse stand oder woanders gesagt wurde. Ich hatte meine Bundesliga und das genügte mir, um glücklich zu sein. Der Start von Sky schien auch noch vielversprechend. Der Werbespot kam zwar lächerlich daher, aber der Sender schien moderner werden zu wollen. Zudem klang der erste Brief noch besänftigend. Vor Wochen informierte man mich, dass ich natürlich meinen alten Tarif behalten könnte. Bundesliga unter dem aktuellen Sky-Fußball-Tarif (16,90 €) ließ die Vorfreude auf die kommende Saison weiter steigen.
Letzten Freitag dann der Schock: Im zweiten Brief machte man mich doch freundlich darauf aufmerksam, dass mit der neuen Programmstruktur auch mein Vertrag gekündigt werden müsste. Natürlich dürfte ich einen neuen Vertrag mit Sky abschließen. Man freue sich auf einen neuen-alten Kunden. Zack, der saß.
Denn natürlich kann man Bundesliga nicht mehr einzeln buchen. Stattdessen bräuchte man als Basis das Standardpaket von Sky. Ergo: Doppelte Kosten, wobei ich das andere Paket gar nicht haben wollte. 33,80 Euro müsste ich bezahlen, um in der Regel an vier Wochenende pro Monat Bundesliga gucken zu dürfen. 10 Euro pro Spieltag. Danke nein!
So schrieb ich eine freundliche, aber nachdrückliche E-Mail an Sky mit der Bitte mir als langjährigem Kunden doch ein besseres und persönliches Angebot zu unterbreiten. Ich ließ sogar die Hintertür offen mich versöhnlicher zu stimmen, indem man mir eine neue d-box (ich besitze noch immer das erste Modell!!!) kostenlos zur Verfügung stellen könnte.
Die Antwort: Keine!
Anscheinend ist man bei Sky nicht gewillt alte Kunden wirklich zu binden. Es scheint ihnen egal zu sein. Sie hatten einige Tage Zeit, sich zu rühren, aber stattdessen herrscht völlige Stille. Enttäuschend, aber deutlich. Mich als Kunden haben sie damit verloren und so freue ich mich irgendwie auf die Ursprungsinformation per Radio und Sportschau.
Vielleicht hat die fehldende Antwort auch mit ihrem neuen Angebot zu tun. Ich bin nicht der Einzige, dem die Paketumstellung auf den Magen schlägt. Keine Ahnung, wie viele Mails daraufhin bei Sky eingegangen sind. Aber das hat man sich bei Sky selbst eingebrockt. Ich bin gespannt auf die ersten Abozahlen nach der Umstellung.
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