Glückliche Außenseiter

Die gesamte Bundesliga spielt in zwei eingefahrenen Systemen. Entweder heißt es 4-2-3-1 oder 4-1-4-1. Hauptsache nur ein Stoßstürmer, damit die Defensive besser steht.

So könnte der 1. FC Köln 2011/2012 aussehen

Gestern Abend habe ich mir im Nachklapp die erste Pressekonferenz von Stale Solbakken abgeschaut. Er macht auf den ersten Blick einen echt sympathischen Eindruck. Überlegt, gekonnt witzig und wesentlich fröhlicher, als es Finke bei seinen PKs zuletzt war. Ein guter Start, wie ich finde.

Aus Fehlern lernen

Am Samstag war es mal wieder soweit. Nach einigen mehr als anständigen Spielen, brach der FC wieder ein. Nullzudrei auf Schalke. Bitter! Nicht, dass wir gegen den Verein gewinnen müssen. Nicht, dass ich darauf getippt hätte. Dafür siedele ich den S04 viel weiter oben in der Tabelle an. Aber die Leistung hat einfach nicht gestimmt und unsere Fehler wurden einmal mehr so glasklar aufgezeigt.

Der zweite Stürmer

Nächsten Samstag geht es gegen Hamburg. Zeit, den Gegner mit den eigenen Mitteln zu schlagen. Her mit der Raute!

Alles für Adil

Zvonimir Soldo hat am Wochenende für Überraschungen gesorgt. Nicht nur personell (Clemens), auch taktisch. Statt mit einem 4-3-1-2 lief der 1. FC Köln im 4-1-4-1 auf. Poldi durfte als alleinige Spitze ran. Die beiden vermeintlichen Zehner Yalcin und Jajalo wechselt sich in der Zentrale ab (abgesichert durch Petit). Freis und Clemens beackerten die Flügel. Unterstützt von den Außenverteidigern.

Soldos Handschrift

45. Minute. Köln in Ballbesitz. Spielaufbau in der eigenen Defensive. Während sich Mc Kenna und Mohamad noch den Ball zuspielen, rückt Brecko schon ein Stück vor. Meterweise, bis zur Mittellinie. Und darüber hinaus. Lanig, der den Slowenen sieht, lässt sich fallen und rückt etwas nach außen. Als der Ball auf die linke Seite kommt, wagt sich Brecko weiter nach vorne. Jajalo spielt diagonal. Direkt in den Lauf von Brecko. Der flankt direkt. Der Ball segelt auf Novakovic’ Kopf. Tor!

Im Sinne der Mannschaft

Man kann Zvonimir Soldo vieles vorhalten, aber ihn als alleinigen Sündenbock für die schwache letzte Saison verantwortlich zu machen, ist zu einfach und nicht gerechtfertigt. Sicherlich hat er Fehler gemacht. Wer nicht im letzten Jahr? Ich habe wahrscheinlich unzählige falsche Schritte gewählt. Das ist menschlich!

4-3-1-2

Neulich habe ich schon einmal über die Kölner Taktik für die kommende Saison geschrieben. Kurz bevor der Text online ging, flatterte noch eine Nachricht rein, in der Soldo über eine Taktikänderung auf 4-3-1-2 nachdachte.

Kennt selbst Soldo seine Taktik (noch) nicht?

Heute war Trainingsauftakt am Geißbockheim. Ein paar (National- und verletzte) Spieler haben noch gefehlt und doch wird es jetzt nicht nur ernst, sondern auch interessant. Denn man muss das Gefühl gewinnen, dass Zvonimir Soldo sich noch nicht mal über die neue Taktik sicher ist.

Bye Bye Franck

Die Gerüchteküche brodelt wieder. Juventus Turin spielt dabei eine gewichtige Rolle. Angeblich soll Juve an Schalkes Kuranyi interessiert sein. Geromel steht zudem im Fokus und schlussendlich auch Bayerns Ribéry. Hier wird die Sache dann nicht nur spaßig, sondern richtig interessant. Glaubt man nämlich diversen Gazetten (oder einfach mal dem Videotext) Glauben schenken darf, dann ist ein Tauschgeschäft angedacht. Turin bekommt den Franzosen und gibt dafür im Gegenzug Diego ab. Der Brasilianer, der in der Serie A nicht glücklich zu werden scheint, wäre zurück in der Bundesliga, wo er sich wohl fühlt und gefeiert wurde. Er wäre bei dem Verein, der ihn angeblich schon einmal haben wollte.