Ich bin (wie) Peter Neururer

Peter, der Große hat einmal mehr ausgedient. Die Zebras wollten ihn nicht mehr haben. Mission Aufstieg schien in Gefahr. Eine weitere Station auf der Neururer-Landkarte bleibt somit in seinem Rücken. Es hätte mein Schicksal sein können.

Nein, ich war noch nie Trainer. Nicht in der Bundesliga. Nicht mal irgendwo auf dem Dorf. Auch Kinder habe ich nie vom Spielfeldrand aus geführt. Ohnehin habe ich selbst nur als Kind gespielt und mit fortschreitendem Alter dem Fußball eher passiv gefröhnt. Sei es am Fernsehen, vor dem Radio oder eben am Bildschirm. Per Ticker, Blog oder als Möchtegern-Manager bei einem Onlinespiel.

Warum MF nicht mehr den Adler tragen wird

Gegen Borussia Dortmund war Manuel Friedrich einmal mehr eine konstante Größe im Team von Bayer 04 Leverkusen. Im Abwehrzentrum räumte er alles weg und der Kicker kührte ihn danach sogar zum Spieler der Partie. Friedrich zählt in dieser Saison wieder zu den besten und konstantesten Innenverteidigern der Liga. Nur in der Nationalmannschaft scheint sein Zug abgefahren zu sein. Hier hat er den Anschluss (nach Südafrika 2010) schon vorher verpasst. Da ändert wohl auch die enorme Leistungsexplosion in dieser Saison nichts mehr dran. Selbst, wenn Trainer, Manager und Spieler selbst noch von der WM träumen, Jogi Löw hat keinen Grund, Manuel Friedrich nochmal zu nominieren.

Was Hertha jetzt braucht

Feuer und frisches Blut.

„Aus der Not eine Tugend machen.“ Kling und erstmal ein paar Euro ins Phrasenschwein.

Aber irgendwie läuft alles darauf hinaus, dass in der Hauptstadt die Talente eine Chance verdient haben. Talentierte Nachwuchsspieler hatte man bei BSC schon öfter. Jetzt könnte ihre Stunde schlagen, da es keine andere Möglichkeit mehr zu geben scheint.

Weshalb man nie zu Bayern wechseln sollte

Gestern Abend. Irgendwo in Hamburg.
Mitten drin eine gewisser Lothar Matthäus.
Hoch oben auf seinem Podium und bevor es zur Autogramm- und Fotografierrunde ging, gab der ehemalige Bundesligaspieler ein wenig von seinem Wissen preis.

Er lobt Özil genauso sehr wie Lahm. Dann widmete er sich seiner zweiten Karriere.
Schon weit herum gekommen ist er ja schon als Trainer. Hat in Brasilien trainiert. In Ungarn und auch Israel. Nur mit Deutschland wollte es für den 48-jährigen bisher noch nicht klappen.

Der Unsinn mit dem Transferfenster

Keine Ahnung, vielleicht ist das nur ein absolut subjektives Gefühl, dass keiner Realität entspricht. Vielleicht war es schon immer so, aber mir ist es bisher noch nie so bewusst gewesen. Vielleicht habe ich mittlerweile mehr einen Blick dafür. Aber möglicherweise habe ich auch recht und es war noch nie so auffällig, wie jetzt.

Kann es sein, dass in diesen Monaten – außerhalb der offiziellen Wechselphase – viel mehr spekuliert und verhandelt wird, als früher?

Caio vor dem Abschied?

Michael Skibbe scheint sein Vertrauen in Caio endgültig verloren zu haben. Noch bei seinem Antritt hatte er betont, dass er den Brasilianer zu seiner wahren Stärke formen möchte. Er gab ihm alle Rückendeckung und stellte sich deutlich hinter ihn, selbst nachdem der Spielmacher mal wieder den Laktattest abgebrochen hatte.

Und trotzdem: Eintracht und Caio, das passt irgendwie nicht.

Das scheint nun auch Skibbe einzusehen. Der Trainer bringt schon seinen legitimen Nachfolger ins Gespräch: Lincoln

Nach dem 8. Spieltag

Nach meiner Pause habe ich zumindest für den Quoten-Nachbrenner auch die Spieltage fünf bis sieben aufgearbeitet und starte dann jetzt auch wieder normal mit dem achten Spieltag.

9 Tweets über den Achten

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Torschützenkönig! Na und?

Als Ende Mai der Transfermarkt so langsam in Schwung kam und gerade für die vorderste Reihe Spieler gesucht wurden, hatte ich mal kurzerhand die Torjäger von zwei-, dritt- und viertklassigen internationalen Ligen aufgelistet. Quasi als kompakter Überblick für die Manager dieser Welt, um noch schnell ein Schnäppchen mit dem Torjäger der Zukunft zu machen.

Etwas mehr als drei Monate später sieht das Resultat ernüchternd aus. Nur fünf von 23 Torjägern haben in diesem Transferfenster den Verein gewechselt.

Robben ist nicht der Letzte

Louis van Gaal hat klare Vorstellung. Dem Holländer liegt es im Blut, dass seine Mannschaft idealerweise im 4-3-3 auflaufen muss. Bisher fehlte ihm das passende Personal, wie er stets betonte, weswegen er auf ein anderes System umstellen musste. Vorübergehend. Irgendwann soll der FC Bayern München durchaus im 4-3-3 auflaufen.

Dafür müssen dann aber noch mehr Plastellen besetzt werden. Nimmt man das aktuelle Personal, könnte sich folgende 4-3-3-Formation herausbilden (wobei vG’s eigen initierte Neuverpflichtungen Priorität besitzen).

Von Emotionen gepackt

Es müsste mir fast peinlich sein. Ist es aber nicht. Denn das gehört dazu. Sobald ich auf der Tribüne stehe, bin ich in einer anderen Welt. Aus einem sonst vielleicht recht ruhigen wird wie auf Knopfdruck ein lauter pöbeliger Mensch. Ein Typ, der dicht gedrängt steht und lauthals schreit und flucht und feiert und verzweifelt. Ein Fußballfan, der alles besser sieht und weiß. Jemand, der „den da unten“ überlegen ist. Der besser flanken und grätschen kann und ohnehin jede Situation besser antizipiert und erkennt.

Nur leider stimmen die Eindrücke im Stadion nur selten mit der Realität überein.