Befreiungsschlag

Endlich wieder ein Dreier.
2:0 in Cottbus.
10 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.
Wir können wieder entspannter in die Länderspielpause gehen.

Darauf sollten wir aufbauen und die nächsten Punkte einfahren, um den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern, damit Meier rechtzeitig planen kann.

Dafür verzichte ich auch darauf, meinen FC zaubern zu sehen.
Ich halte es mal ausnahmsweise mit Uli Hoeneß und Bayern München: „Jetzt geht es nur noch um Punkte.“

Auf nach Cottbus

… und mauern!

Was Hans Meyer in Gladbach misslang, soll den 1. FC Köln zurück in die Erfolgsspur führen: Konsequente Abwehrarbeit, frei nach dem Motto: „Die null muss stehen“.

Gegen Energie Cottbus wird der FC wohl so defensiv wie schon lange nicht mehr auflaufen.
Lediglich Novakovic, Ehret und Radu sollen die Offensive beleben.
Der Rest soll hinten dicht machen.
Matip, so munkelt der Kicker soll als „Libero“ vor der Abwehr agieren und dann sogar noch zwischen Petit/Pezzoni und Viererkette absichern.
In der Verteidigung erhält wohl McKenna mal wieder eine Chance. Zwar gilt Cottbus nicht als besonders kopfballstark, aber schaden kann es erstmal nicht.

Hennes VII eingeschläfert

Ein Glück gibt es aufmerksame Leser, die einen darauf aufmerksam machen, wenn einem mal etwas durchgerutscht ist.
Am Wochenende wollte ich in dem Beitrag zum Spiel Köln-Gladbach neben der Story um Ümit Özat auch kurz Hennes VII gedenken.
Der langjährige Geißbock musste letzte Woche eingeschläfert werden, nachdem er seine Amtszeit schon krankheitsbedingt beenden musste. Danach wurde er im idyllischen Stall gepflegt. Leider konnte er seine Krankheit nicht überwinden.

Heruntergeholt

Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt.
2:4 gegen Gladbach verloren.
Das Rätsel um Ümit Özat ist gelöst.

Unser Kapitän ist nicht mehr unser Kapitän und wird auch nie wieder Kapitän irgendeiner Mannschaft sein.
In einer emotionalen Pressekonferenz gab Ümit Özat sein Karriereende bekannt.
Die Ärzte bestätigten die Herzmuskelentzündung und empfahlen ihm nie wieder Leistungssport auszuüben.
Der Türke gehorchte nicht nur den Medizinern, sondern wahrscheinlich auch seiner Familie.
Zum Wohle seiner Gesundheit kehrt er dem aktiven Sport den Rücken.

Auf dem Feld haben wir am Samstag vielleicht auch schon seinen dauerhaften Nachfolger gesehen.
Zwar ist und bleibt die rechte Außenseite eine unser Schwachstellen in der Saison.
Doch die verlässlichste Größe war bisher ohne Frage Miso Brecko.
Defensiv stabil und mit großen Akzenten im Vorwärtsdrang.
Auch wenn ich ihn noch immer offensiv stärker sehe, ist seine Position wohl eher in der Defensive zu sehen. Auch weil Offensiv die Konkurrenz zu groß erscheint.

Vor dem Derby

Noch zwei Tage und dann erwartet der 1. FC Köln die Fohlen zum Derby.
Ein Sieg sollte her, um wirklich sicher in die nächsten Wochen zu blicken. Der Punktestand wäre dann schon auf 32 und die Borussen auf Distanz gehalten. Da wir zuletzt wirklich gegen jeden Gegner gut mithalten konnten, sollte der Sieg gelingen. Auch wenn das Derby seine “eigenen Gesetze” hat. Die Gladbacher haben zuletzt bewiesen, dass sie sicherlich kein Kanonenfutter sind. Doch auswärts gelang bisher auch erst ein Auswärtssieg.
Irgendwie muss es gelingen Marin in Schach zu halten, dann könnte es gelingen. Miso Brecko muss beweisen, dass er rechts hinten ein stabiler Mann ist.

Derbytime: Bleibt friedlich!

Ja, ich halte es mit Michael Meier.
Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach verliere ich kein schlechtes Wort gegen den Rivalen.
Zum einen aus Respekt, weil die jährlichen Duellen gegen die Fohlen irgendwie das Salz in der Suppe sind und ich eine gewisse Hass-Liebe mit dem Nachbarn verbinde.
Zudem, da es nicht sein muss, dass wir uns gegenseitig hochpushen und es zu völlig unnötigen Eskalationen kommt.

Ich hatte es geahnt

Das vierte Remis im fünften Spiel behält dem 1. FC Köln zwar den Status “ungeschlagen 2009″. Aber ein Punkt gegen einen Konkurrenten aus der unteren Hälfte ist einfach zu wenig. Erst recht, wenn man zu Hause spielt.

Doch es soll irgendwie nicht sein in diesem Jahr.
Gegen Teams aus dem Keller will einfach kein Sieg heraus springen, egal wie gut man spielt.
So auch gegen Arminia. Wir haben die Partie über weite Teile dominiert. Wir hatten mehr Chancen. Aber am Ende genauso viele Tore wie Bielefeld.
Bitter, dass das auch mit freundlicher Mithilfe zu Stande kam.
Nach der Führung durch Petit legte Brecko per Fehlpass mustergültig für Katongo auf. 1:1.
Hätten wir aber schon bis zum Ausgleich unsere Chancen besser ausgenutzt, wäre die Begegnung schon nach Hälfte eins entschieden.
Aber es läuft nicht im Abschluss. Erst recht, wenn Novakovic nicht fit ist.

(Kein) Selbstläufer

Die Euphorie nach dem Sieg gegen den FCB ist allmählich verflogen.
Gleichzeitig allerdings auch der Blick auf die Ergebnisse davor. Drei Mal Unentschieden in Serie. Gegen Wolfsburg. Gegen Frankfurt. Gegen Karlsruhe.
Klar, der 1. FC Köln ist damit in der laufenden Rückrunde noch ungeschlagen. Mit sechs Punkten aus diesen Spielen kann man prinzipiell erstmal zufrieden sein.

Allerdings hätte man sich das Erreichen der Zähler wohl anders durchgerechnet. Zwei Siege gegen Eintracht und den KSC sowie zwei Niederlagen gegen die Wölfe und die Bayern wären wohl kalkulierbar. Wie bekannt, kam es jedoch anders. Gegen zwei direkten Konkurrenten der unteren Tabellenhälfte reichte es nicht zum Sieg.

Nun kommen die Arminen.

Der FC kann langsam planen.

So richtig realisiert habe ich das Spiel noch nicht.

Erst die Überraschung, als Brosinski in der Startaufstellung auftauchte.
Dann der Jubel über das 1:0 und die ausgelassene Freude über Brosinskis Debüttreffer.
Ein Freudenfest. Voller Zitterei und Angespanntheit.
Eine packende Schlussphase mit Mondragons Paraden und dem Anschlusstreffer.
Karneval in Köln.
Zu bitter, dass man nicht live dabei war.

Nun kann auch die Planung für die nächste Saison beginnen.

Das neue FC-Gesicht

Vergesst Lukas Podolski. Cancelt den Vertrag. Schließlich haben wir Daniel Brosinski. Das Talent wurde am Samstag völlig überraschend von Christoph Daum ins kalte Wasser geschmissen. Bundesligadebüt, während einige gestandene bzw. erfahrene Spieler noch draußen auf der Bank saßen. Der junge bedankte sich mit einer couragierten Leistung. Kein Gefühl von Nervosität.
In der 34. Minute sein großer Moment. Vucicevic setzte sich über rechts genial durch und passte scharf in die Mitte. Dort stand der 20-jährige, als hätte er es geahnt, hielt den Fuß hin. 2:0. Ein erstes Bundesligator im ersten Bundesligaspiel. Nachdem ihn vorher nur Insider oder Köln-Fans kannten, kennt ihn nun die gesamte Fußballnation.