Ehret bleibt ein Geißbock

Das ich das noch mal sage: Schön, dass Fabrice Ehret verlängert hat.
Ich bin bekanntlich kein Freund des Franzosen, aber muss objetiv (leider) anerkennen, dass er zu einer konstanten Größe im linken Mittelfeld des FC geworden ist. Seitdem er nicht mehr allzu viel nach hinten arbeiten muss bzw. eine Absicherung durch einen linken Verteidiger erhält, ist er aufgeblüht. Seine Stärken hatte er schon immer in der Offensive, weswegen er mir allzu oft Kopfschmerzen bereitete. Als Verteidger. Im Mittelfeld ist er wesentlich besser aufgehoben. Er besticht durch Laufbereitschaft und seine Flanken. Der ganz große Spieler wird er trotz allem nie, aber zumindest haben wir durch die Verlängerung um zwei Jahre das größte Problem auf der Seite gelöst.

Marco Kurz vielleicht?

Die Trainersuche zieht sich. Die Herren Meier & Co. haben sich anscheinend noch nicht endgültig festgelegt, wer die Nachfolge von Christoph Daum antreten soll. Einerseits verständlich, da die Last schon groß ist, die Erwartungshaltung sowieso und die Ziele weit oben gesteckt werden sollen. Da muss es schon passen mit dem richtigen Trainer.

Allerdings geht mittlerweile auch Zeit flöten.
Zeit, die vielleicht auch die aktuell favorisierten Herren Slomka und Soldo abschrecken könnte.
Zeit, die aber auch in der weiteren Kaderplanung fehlt.

Zum Beispiel beim Thema Nemanja Vucicevic.

Wieso sucht Köln für die Offensive?

Entweder ist eine Information an mir vorbei gegangen oder ich verstehe wirklich nichts von Fußball. Oder der Kölner Express hat selber keinen Schimmer, was der 1. FC Köln plant und deshalb heillos Namen ins Transferkarussell wirft, egal für welche Position.

Bisher dachte ich, die Schwachstellen der Geißböcke wären klar: Beide Außenbahnen.
Darüber könnte man noch über einen neuen Sechser nachdenken.

Ginge Mondragon, bräuchte man einen neuen Keeper.
Verlässt auch Ehret den Verein müsste links offensiv nachgebessert werden.
Ansonsten stünde die Offensive.

Kann das stimmen?

Nachdem sich die Wogen langsam legen und ich den Abgang von Christoph Daum verkraftet habe, schlägt diese Nachricht nochmal ein: Der FC war wohl in ernsten Gesprächen mit Nihat. Spätestens seit der EM 2008 ist er allen Fußballfans ein Begriff, als ihm zwei Treffer in vier Spielen gelangen und er einer der herausragenden Spieler war.

Dieser Spieler soll ernsthaft mit Köln verhandelt haben?
Kaum vorstellbar. Wenn da nicht Christoph Daum wäre. Unser Ex-Trainer genießt bekanntermaßen einen großen Ruf in der Türkei. Möglich, dass der Trainer hier seine Kontakte hat spielen lassen.

Rudi Bommer kommt ans Geißbockheim

Sensation. Neuer Trainer in Köln wird jemand, den gar keiner auf der Rechnung hatte: Rudi Bommer.
Der 51-jährige ist seit seiner Entlassung im November 2008 beim MSV Duisburg arbeitslos und war in der Versenkung verschwunden.
Nun taucht er plötzlich am Geißbockheim auf.

Die Gründe sind leicht: Köln sucht nach dem Abgang von Christoph Daum einen erfahrenen Trainer mit eigenen Ideen, der die Spieler täglich besser macht. Beziehungsweise wieder zur alten Form verhilft. Allen voran Manasseh Ishiaku. Seit seinem Wechsel zum FC läuft er seiner Form hinterher. Das Toreschießen scheint er in Köln komplett verlernt zu haben. Bommer soll ihm helfen.

Völlige Leere vor dem halben Neuanfang

Ich musste ein paar Mal auf den Kalender blicken, ob nicht vielleicht doch der erste April sei heute morgen.
Nicht nur, dass die Wettervorhersage der nächste Tage nicht unbedingt ein sommerliches Juni darstellt, sondern auch die Meldung vom Abschied Christoph Daum ließ mich stocken. Ein herber Schlag aus heiterem Himmel. Damit hatte wohl niemand gerechnet. Vielleicht nicht einmal Daum selbst. Aber Fenerbahce Istanbul muss so ein heftiges Angebot abgegeben haben, dass Daum selbst nicht anders konnte, als zuzusagen. Er selbst gab zu verstehen, dass er bei der Perspektive und den finanziellen Möglichkeiten keine andere Wahl gehabt hätte.

Am 25. Juni geht es weiter

An dem Donnerstag bittet Christoph Daum zum Trainingsauftakt für die Saison 2009/2010.

Bis dahin sollten auch die letzten Personalentscheidungen gefallen sein, damit alle Mann von Beginn an und vor allem schon im ersten Trainingslager an Bord sind. Falls sich danach noch ein Schnäppchen auftut, sollte zumindest das zweite Trainingslager Pflicht sein.11

Platz 12

Das Ziel ist erreicht. Klassenerhalt. 39 Zähler sind es am Ende. Hiier möchte ich mich bei den punkteabgebenden Vereinen herzlich bedanken.

Fünf Millionen für Sosa & Co.

Bevor es am Samstag zur Klassenerhaltsfeier gegen den VfL Bochum kommt und ich hoffe, dass wir uns mit einem Sieg von der Saison verabschieden – Zum einen weil es schön ist und zum anderen, weil es sportlich fair wäre, erst nach dem Schlusspfiff die Sektkorken knallen zu lassen, schreiten die Planung für die kommende Saison voran.

Fünf Millionen sollen Christoph Daum anscheinend zur Verfügung stehen, um den Kader weiter zu verstärken.

Danke Hamburg

Noch nie wurde es uns so leicht gemacht drei Punkte einzufahren.
Nicht nur, dass das Spiel für den 1. FC Köln egal war.
Die Klasse war gehalten. Nach oben ging eh nichts mehr. Ziel erreicht.
Da zudem Goalgetter Novakovic ausfiel, musste einem böses schwanen.

Erst recht, da es für den Hamburger SV noch um einiges ging. Die Europa League.
Doch nach dem 0:1 haben sie ganz schlechte Karten und der FC konnte Selbstbewusstsein für das Saisonfinale gegen Bochum tanken.
Herrlich.
Karneval in Hamburg.