Ein paar Meinungen zu einzelnen Kritikpunkten

Im Nachhinein ist es immer leicht auf einzelne Personen einzuschlagen.
Sei es die Transferpolitik von Schmadtke.
Die Trainingssteuerung von Stöger.
Die Unprofessionalität der Führungsriege.

Unabhängig davon, dass es nicht immer Einzelentscheidungen sind, gehen mit ein paar Aussagen, die aktuell getätigt werden tierisch auf den Sack.

Exemplarisch mal ein Blick in einen aktuellen Artikel vom Geissblog. Das ist wirklich nur ein Beispiel – ich lese die Artikel gern und sie sind nicht die einzigen mit ähnlichen Äußerungen. Es geht hier deshalb um die Inhalte und nicht die Seite selbst. Und einige der Punkte, die ich hier nicht aufliste, stimmen wahrhaftig. Es soll nur um Kritik gehen, die ich relativieren möchte. Nur damit wir uns sicher verstehen.

Was lesen wir hier also…

… ein völlig unausgeglichener Kader mit einem Überangebot an Innenverteidigern…
Echt jetzt? Wenn haben wir denn in der IV: Heintz, Maroh, Sörensen und Mere. OK, Queiros wurde im Sommer auch verpflichtet, aber damals schon gefühlt als Investition für die Zukunft. Sind vier IVs wirklich ein Überangebot? Erst recht im Angesicht der Verletzungen von Maroh und dem Status, dass Sörensen immer wieder als RV aushelfen muss. Und dann vor einer Saison mit Europapokal? Es wäre fahrlässig gewesen nur mit vier IVs in die Saison zu gehen.

… Sechsern…
Bei Achtern nehme ich das, aber ein Überangebot an Sechsern sehe ich nicht. Eher an einem Fehlen eines echten Sechsers anstelle von oder neben Lehmann. Özcan, Höger und erst recht Jojic, aber auch Nartey sehe ich nicht als Sechser.

… dazu ein körperlicher Zustand, der erst jetzt wieder Bundesliga-tauglich ist…
Klar ist der Zustand jetzt deutlich besser. Es fehlen Belastungen aus den Pokalen und der Trainer hat wieder mehr Spieler zur Verfügung, um einzelnen Akteuren auch mal Pausen zu gönnen. Kann sein, dass Stöger hier eine falsche Trainingssteuerung gewählt hat, das mag ich nicht einschätzen, aber der Vergleich von Hinrunde zu Rückrunde hinkt.

… nun schloss auch Veh im Januar aus, übliche Wege im Abstiegskampf zu gehen. Keine Leihspieler holen, da diese nicht motiviert genug seien. Keine Spieler holen, die im Abstiegsfall wieder weg wären. Keine Profis verpflichten, die nicht über den Sommer hinaus in beiden Ligen weiterhelfen könnten. Statt eines Alles-oder-Nichts-Angriffs auf den Klassenerhalt muss das Trainerteam einen weiterhin schlecht zusammengestellten Kader verwalten und überall Lücken stopfen…
Wie groß war der Aufschrei, als man sich Pizarro ins Boot geholt hatte. Eine Alles-oder-Nichts Aktion im Winter hätte ähnliche Transfers hervor gerufen. Erst recht, da mit dem Klassenerhalt wirklich niemand mehr gerechnet hat. Die Entscheidung hier nicht Personal für ein halbes Jahr zu holen und lieber das vorhandene (Jugend)Personal zu fördern war nachvollziehbar. Nach dem Rückrundenstart kann man hier natürlich ins Zweifeln kommen, aber das war beileibe nicht absehbar.

Ergo: Wir sollten differenziert betrachten und nicht wieder dahin verfallen einfach nur blind draufzuhauen, da es so schön einfach ist. Das hilft niemandem im Verein.

Volle Konzentration und absoluter Support für unsere Mannschaft.
Come on EffZeh!

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