Warum Horn und Olkowski auch als Hoffnungsträger dienen


Zur Situation auf den Außenverteidiger-Positionen

Was liest und hört man gerade nicht alles zu Olkowski und Horn. Beide mit gewissen Qualitäten, die sie nicht abgerufen haben und damit eine Baustelle aufrissen. Allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen.

Links hinten haben wir aktuell kein Problem. Jonas Hector ist zurück und hier unumschränkte Nummer eins. Gut für den EffZeh und auch gut für ihn selbst. Er kann auf seiner gewohnten Position zurück in den Rhytmus finden, in der er im Sommer auch bei Jogi Löw gebraucht wird.

Blöd allerdings für Jannes Horn, der sich zum Ende der Hinserie in den Kader gespielt hatte und sich nun hinten anstellen muss. Deshalb werden schon Fragen laut, ob man ihm im Winter nicht vielleicht doch hätte abgeben sollen.

Die Situation um Horn

Aus finanzieller Sicht müsste man das bejahen. Der Spieler kam im Sommer für sieben Millionen, hat keine Bäume ausgerissen und nun wäre Leipzig wohl bereit gewesen zehn Millionen hinzublättern.

Sportlic führt eh kein Weg an Hector vorbei und zur Not könnte ein Heintz dort auch spielen. Genau da liegt das Problem. Wer sagt uns, dass Hector bis zum Sommer fit bleibt oder nicht doch noch in der Zentrale benötigt wird? Dann müsste Heintz aus der Zentrale weg beordert werden. Nur als Erinnerung: Heintz war in der Hinserie der mit Abstand beste Innenverteidiger des EffZeh. Diese Stärke aufgeben, weil man seine Außenbahn nicht richtig besetzt? Den Aufschrei über die miserable Kaderzusammenstellung hätte ich gern gehört – nicht! Nach dem Verkauf von Rausch und im Wissen dass Handwerker offensiv besser aufgehoben ist, gab es gar keine Frage. Die Ausnahme wäre gewesen, wenn man direkt passenden Ersatz gefunden hätte. Vielleicht gab es diese Überlegungen sogar, die zu keinem Ergebnis geführt haben.

Ich finde den Verbleib von Horn gut und wichtig. Auch mit Blick auf Liga zwei. Hector dürfte dann nicht zu halten sein und wer dann einen U-Nationalspieler in der Hinterhand hat, kann darauf beruhigt schauen.

Die Situation um Olkowski

Anders auf rechts. Diese Position wurde nicht erst im Sommer als Schwachstelle ausgemacht. Klünter konnte seine Leistungen der Vorsaison nicht bestätigen und entpuppte sich dann als Geheimwaffe in der Offensive. Olkowski ist seit zwei Jahren (oder gar schon mehr?) von seiner Bestform entfernt. Risse wäre nur eine Notlösung, würde zeitgleich offensiv fehlen und fehlt obendrein verletzt. Blieb also nur Sörensen, der aus der Mitte abgezogen wurde.

Hier wurde tatsächlich versäumt passendes neues Personal zu finden oder zu entwickeln. Keine Frage, der Verein wird sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und Spieler gescoutet haben. Das ganze scheint kompliziert zu sein. Das man aber gar keinen Spieler findet und sei es nur ein Backup scheint verwunderlich. Gerade, da man frühzeitig mit Olkowski abgeschlossen zu haben schien, hätte hier was passieren müssen.

Nun haben wir das Problem. Sörensen ist unsere defensive Schwachstelle auf der Position. Die Flanke ist in jedem Spiel der Hebel unserer Gegner, um Gefahr auszuüben und Treffer zu erzielen. Mit Schnelligkeit gegen Sörensen anrennen und die Flanke scheint sicher. Damit müssen wir jetzt leben.

Da ich befürchte, dass wir keine Überraschung aus der zweiten Mannschaft oder der U19 hochziehen, bleiben nun zwei Möglichkeiten. Entweder Klünter bekommt hier wieder das Vertrauen und muss an der Erwartung wachsen. Oder Olkowski taucht mit einmal wieder auf und ergreift seine letzte Chance in Köln. Beide Varianten haben für mich einen gewissen Charme.

Egal wie, wir müssen die Flanke dicht bekommen.

Und gerade mit Blick auf den RV bin ich froh, dass wir auf LV nicht den selben Fehler begangen haben, um hier einen Engpass hevor zu beschwören, nur weil noch ein paar Euro mitgenommen werden wollten.

Come on EffZeh!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.