Der Grund für die Leere und Resignation in mir

Ich bin wahrlich keiner von der Sorte, die eine Saison schon in der Hinrunde abschenken.
Ich bin im Gegenteil eher der hoffnungslose Optimist – nennt mich naiv und voller Hoffnung beseelt.
Aber eben jene ich mir in diesen Tagen abhanden gekommen.
Sie ist einer Resignation, Leere und Gleichgültigkeit gewichen.

Ganz unabhängig von irgendwelchen VAR-Entscheidungen. Das sind Geschichten, die wir nicht beeinflussen können und eher dafür sorgen, dass wir den Fokus verlieren für die Themen, die wir beeinflussen können. Müssen. Das alles nervt und frustriert, aber sorgt weniger für meine Resignation.

Genauso wenig hat es was mit der Flut an Verletzungen zu tun. Die schmerzen und tun uns weh. Die sorgen nicht dafür, dass sich ein Stamm einspielen kann oder das allgemeine Selbstvertrauen steigt. Unabhängig davon, dass eigentlich jede Verletzung auch zu einem Leistungsverlust führt. Erst recht, da wir die Probleme schon seit der Vorbereitung haben, in der eigentlich alle Spieler am Start waren. Ich bin kein Sportmediziner, um einzuschätzen, ob die ganzen (Muskel)Verletzungen irgendwas mit dem Rasen zu tun haben. Darum sollen sich andere kümmern. Die können gar nicht dafür sorgen, dass meine Hoffnung schwindet.

Ebenso wenig wie der reine Blick auf die Tabelle. Zwei Punkte sind peinlich. Vier Tore eine Offenbarung. Und doch sind es – ein Dank an Freiburg und Bremen – „nur“ zwei Siege bis zum Relegationsplatz. Das sollte für Hoffnung sorgen.

Tut es aber aktuell nicht mehr.

Was daran liegt, dass ich keinen Ansatz sehe, warum es besser werden könnte.
Wir sind teilweise bemüht. Wir suchen regelmäßig den Abschluss und haben Chancen. Das wäre alles frustrierender, wenn wir hoffnungslos unterlegen wären. Oder?

Oder gerade nicht.
Weil man nicht mehr weiß, was man groß verändern sollte.
Erst recht, da der Großteil der Mannschaft für den Aufschwung der letzten Jahre verantwortlich war. Mit fehlt das Vertrauen, dass ein oder zwei neue Spieler etwas Grundlegendes ändern sollten. Wie sollen einzelne neue Spieler für den Umschwung sorgen?
Den Bock umstoßen hört man so oft. Und dass wir einfach das eine Spiel brauchen, in der wir einen neuen Weg einschlagen. Echt? Hatten wir das nicht schon? Ja, Berlin und Borisov/Baryssau waren keine Ligaspiele. Aber macht das einen Unterschied? Ich finde nicht. In diesen Partien (bzw. der Halbzeit) hätten die Spieler das Selbstvertrauen sammeln können, was ihnen fehlt. Hat es aber nicht.
Es muss was anderes sein. Etwas Grundlegendes.
Und ja, Fussball ist weiterhin Kopfsache und eventuell löst sich da eine Blockade irgendwann oder wir haben mal Glück, dass gewisse Entscheidungen für uns gefällt werden oder wir mal richtig dreckig gewinnen oder ein Kullerball reingeht. Oder sonst was.
Kann alles sein.
Aber diese Hoffnung keimt in mir seit Wochen. Doch es ändert sich nichts.

Was aktuell am meisten schmerzt ist das Gefühl, dass wir es selbst mir einer durchdachten und besonnenen Vereinsführung nicht schaffen den Verein dauerhaft in der ersten Liga zu halten.
Sicherlich sind wir da geblendet von den letzten Jahren, in denen es nur bergauf ging und wir über unserem Niveau spielten während andere Mannschaften schwächelten. Ich will das Rad nicht zurückdrehen und labe mich an diesen Erinnerungen. Erinnerungen, die wohl schnell wieder in die Kategorie „früher“ fallen werden. Egal, wir durften das erleben.

Müssen uns aber wieder an andere Zeiten gewöhnen.
Und das nervt und schlaucht und lässt die Hoffnung sinken.

Der Support wird trotzdem nicht enden.
Nur Gespräche über den EffZeh sind erstmal wesentlich düsterer geprägt… bis zum nächsten Sieg.

Come on EffZeh

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