Schmadtke und der Dank

OEieiei Köln.
Nachdem man als einzige Mannschaft der Liga am letzten Spieltag die Punkte verdoppeln konnte, löst man einen Tag später den Vertrag mit seinem Geschäftsführer auf.

Eine aktuelle sportliche Entscheidung ist das sicherlich nicht. Am fehlenden Zielwasser von Guirassy & Co. hing seine Präsenz am Spielfeldrand nicht. Mich würde aber durchaus interessieren, ob Schmadtke den Kader hätte weiterplanen dürfen, wenn wir gegen Bremen den Dreier eingefahren hätten.

Die Erklärung des Vereins lässt anderes vermuten. Da scheint es tiefergehende Auseinandersetzungen innerhalb des Vereins gegeben haben. Was bei dem Blick auf die Vita von Schmadtke nicht sonderlich überraschend dürfte. Er galt vorher als unbequem und da darf man umso größer herausstellen, dass der gesamte Verein in den letzten vier Jahren diese Tiefenentspanntheit ausgestrahlt hat – unabhängig davon, was in den nächsten Wochen herauskommen mag (Spoiler: Machtkampf Stöger vs. Schmadtke).

Interessante dürfte aber sein, wo die Differenzen in der weiteren Zusammenarbeit gelegen haben. Schmadtke wollte neben Cordoba keinen weiteren größeren Millionentransfer (um die 20 Mio) tätigen, während man intern auf Basis der wirtschaftlich hervorragenden Situation durchaus dazu bereit gewesen wäre? Oder ist es anders herum, dass er jetzt tief in die Tasche greifen wollte, während man andererorts von Millionentransfers im Winter wenig hält? Ging es um einzelne Spieler? Gab es Streitigkeiten im Stile Pizarro vs. Novakovic? Ging es eventuell sogar un strukturelle Fragen. Wurde nur ein „Sündenbock“ gesucht? Oder hat es tatsächlich einfach nicht mehr gepasst?

Die Transferbilanz des Sommers haftet auf jeden Fall an ihm. Schenkt man den Worten von Schmadtke in den letzten Wochen Glauben, hat auch er daran zu knabbern gehabt.

Die Stärke der Diskussionen muss in den letzten Tagen zugenommen haben. Sonst hätte man nicht diesen Zeitraum gewählt. Mitten in der Hinserie. Zu einer Zeit, in der es eh brodelte und man andere Themen zu beackern hatte. Nur fehlt der Prellbock, wie mars das so treffend formuliert hat. Schmadtke hat viele Diskussionen auf sich projeziert und damit von der Mannschaft fern gehalten. Wie der Verein damit umgeht, wird sich zeigen.

Einen kurzfristigen sportlichen Aufschwung kann ich auf Basis dieser Trennung nicht erwarten. Dafür müssen die Spieler weiterhin selber sorgen. Indem sie sich in Abschlusspositionen bringen und das Ding dann endlich mal versenken.

Schmadtke ist beim EffZeh Geschichte.
Einer der besten seiner Zunft, um den uns einige Vereine beneidet haben.
Er wird eine Position im Verein einnehmen und ich befürchte, wir werden uns noch mal nach ihm sehnen.

Mit auf sein Konto (und das seines gesamten Teams) gehen die Verpflichtungen von Modeste, Heintz, Bittencourt, Osako und Sörensen. Mere, Horn (Jannes), Nartey, Handwerker und Guirassy sind für mich weiterhin gute Investitionen in die Zukunft. Selbst Olkowski, Höger, Jojic und Cordoba würde ich (teilweise noch) nicht als Fehleinkäufe verbuchen.
Dazu kommen aber vor allem die langfristigen Verlängerungen mit Stützen, wie Horn (Timo), Hector und Risse.
Dafür bleibt mir nur der Dank!

Der EffZeh muss nun daran arbeiten im Winter den Kader geschickt zu verstärken, die Mannschaft zu stärken und einen Nachfolger von Schmadtke zu finden, der ins Gefüge passt und den Verein weiterentwickelt.

Come on EffZeh!

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