Warum Schmadtkes Äußerungen so wichtig sind

Nachdem rund um den Geißbockheim in den letzten Jahren weitgehend Ruhe herrschte, ist es mittlerweile wieder laut geworden. Oder zumindest unruhig.
Stichwort Standortfrage.
Stichwort 100% FC.
Stichwort Videoschiedsrichter.
Stichwort Transferpolitik.
Allen voran Schmadtke hat sich hier in den letzten Wochen verstärkt hervor getan.
Während des Spiels gegen die Eintracht hatte ich mir folgendes notiert: „Lamentieren von Schmadtke nervt?“

Keine Ahnung, ob das früher genauso war, aber irgendwie fällt auf, dass man ihn laufend am Spielfeldrand sieht, wie er in Diskussion mit dem vierten Offiziellen geht. Von den Interviews nach Spielschluss ganz zu schweigen. Ich finde es bei anderen Vereinen auch immer mega unsympathisch, wenn da jemand ist, der nur poltert. Beim EffZeh geht es mir ähnlich.

Doch spätestens als ich seine Kommentare zum letzten Transferfenster las, ging mir ein Licht auf.
Das Thema ist zwar aktuell, kam aber doch aus dem Nichts.
Ich weiß zwar nicht, in welchem Zusammenhang und nach welcher Frage die Aussagen kamen, aber einen zwingenden Grund sich dazu zu äußern, gab es nicht wirklich.

Es sei denn, es war Berechnung.
Versucht Schmadtke hier eventuell den Fokus zu verschieben. Weg von der Mannschaft hin zu sich (und dem Verein im allgemeinen)?
Ich mag mich irren, aber zuletzt wurde sicherlich mehr über alles mögliche gesprochen – am intensivsten jedoch über Themen, die sich nicht (mehr) direkt auf dem Rasen abspielten.

Klar, können öffentliche Diskussionen die Ruhe innerhalb der Mannschaft beeinträchtigen.
Sicherlich können sich diese Themen auch in den Köpfen der Spieler festsetzen.
Je nachdem, wie diese Kommunikationsstrategie intern argumentiert wird. Vorab – bevor sie getätigt werden.

Man nenne mich naiv, aber ich finde es nicht unrealistisch, wenn sich Stöger und Schmadtke vor die Mannschaft stellen und in den Fokus rücken, weswegen sie angestellt sind. Und warum Schmadtke welche Aussagen tätigt. Ihnen vermittelt, dass es keine Kritik gegenüber den aktuellen Spielern ist und man sie dadurch eher aus der Schusslinie nimmt. Selbst das wäre sicherlich ein Vabanque-Spiel. Innerhalb einer funktionierenden Mannschaft (menschlich, nicht sportlich), die die Truppe zu sein scheint aber ein Risiko, was man eingehen kann.

Der Erfolg muss so oder so zurück auf den Rasen kommen.
Eventuell hilft es da, wenn nicht einzelne Spieler durch die Domstadt gejagt werden, sondern allgemeine Themen.

Es nervt ganz sicher auch so. Mit der – eventuell völlig unrealistischen – Vorstellung fällt es mir aber leichter.

Und die Hoffnung besteht noch immer und ist gestern nochmal angewachsen.
Alles wird gut.
Come on EffZeh!

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