Nova Doppelpack

Wie gut, dass sie wieder an Bord sind: Geromel und Novakovic.

Das Duo scheint aktuell einfach unersetzlich für den FC zu sein, auch wenn es „nur“ zu einem Unentschieden in Frankfurt reichte. Aber erst in Hälfte zwei, als beide Spieler an ihre Leistungen der Hinrunde anknüpfen konnten, hielt auch der FC dagegen. Davor war es einfach nur grausig.

Die Eintracht bestimmte die Partie. Fast locker, weil bei den Gästen nur wenig bis gar nichts zusammen lief. In der Defensive standen wir zu weit vom Mann weg. Fenin hätte schon früh die Führung erzielen können und auch Liberopoulos genoss einige Freiheiten. Aus dem Mittelfeld kamen keine Ideen. Hierbei bestätigte Vucicevic einmal mehr, dass er für uns keine echte Verstärkung ist. Wohl nie wieder werden wird. Dabei profitierte er auch nur vom Pech von Yalcin. Unser Talent, das sich gegen Wolfsburg in die erste Elf gespielt hatte, musste kurzfristig mit einer Oberschenkelverhärtung passen. Novakovic und auch Radu (der völlig zu Recht anstatt von Ishiaku in der Startelf stand) hingen komplett in der Luft.

Eintracht drückte und ging verdient in Führung. Auch Dank der Kölner Hintermannschaft. Nach einem Freistoß tauchte Russ frei vor Mondi auf und zudem mustergültig ab, um dann locker einzuköpfen. Ich frage mich, wer für den Frankfurter zuständig war. Der Ball war schließlich lange genug in der Luft. Genügend Zeit, um sich zu seinem Gegenspieler zu orientieren. Nichts da. Ein deutliches Zeichen, was alles nicht stimmte beim FC.

In Hälfte eins.
Denn das ist der entscheidende Fakt.
In der Pause muss es heftig geknallt haben, denn nach dem Seitenwechsel präsentierte sich eine völlig veränderte Mannschaft.
Auf einmal drückten wir. Wir standen kompakt. Geromel und Mohamad deckten ihre Gegenspieler gewohnt eng und zweikampfstark. Petit trieb aus dem defensiven Mittelfeld an. Ehret konnte nur selten glänzen, dafür versuchte sich jetzt Vucicevic etwas mehr. Wenn auch meistens erfolglos. Dafür holten sich die Stürmer die Bälle und boten sich mehr an. Die ersten Chancen gehörten uns und dadurch auch fast zwangsläufig das erste Tor in Hälfte zwei.

Nach einem Musterpass von Brecko durch die Gasse, hatte Nova alle Zeit die lange Ecke an zu visieren. Tor. Der Torjäger ist wieder da.

Danach ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und etwas mehr Glück für Frankfurt. Nach einem Volleyknaller von Fenin prallte das Leder vom Pfosten an den bis dato glänzend parierenden Mondragon und von dort über die Linie. Die zweite Führung für die Hausherren. Aber nicht das Ende der Fahnenstange.

Weil der FC nicht aufsteckte und weiter sein Glück suchte. Vucicevic hatte etwas Vertrauen getankt und zog aus der Distanz ab. Pröll ließ den Ball zu unserem Glück in die Mitte abprallen, wo Radu in aussichtsreicher Position stand, dann aber von Chris von hinten von den Beinen geholt wurde. Völlig zu Recht ein Elfer für uns (und Rot gegen Chris). Nova zum zweiten und zum zweiten Mal genauso sicher. Eiskalt Pröll vernascht und zum 2:2 verwandelt. Mit einem Mann mehr, wäre hier sogar mehr drin gewesen. Matip hatte sich in den Strafraum getankt, als nur noch fünf Minuten zu spielen waren. Er wurde behindert, hätte sich vielleicht sogar fallen lassen können und es hätte erneut Elfer gegeben, aber Matip witterte die leichtere Chance den Siegtreffer zu erzielen. Er überließ dem eingewechselten Ishiaku, der die Chance hatte, sich in den Vordergrund zu spielen. Fast freie Schussbahn, das sollte ein Torjäger ausnutzen. Tat er aber nicht. Er verzog und vergab somit die große Chance zum Sieg.

Wäre wohl etwas glücklich gewesen, aber das hätte spätestens am Dienstag eh keinen mehr interessiert.

So trennt sich der FC zum zweiten Mal in dieser Saison von Frankfurt mit einem Unentschieden (Hinspiel: 1:1). Einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt (die Mittelfeldplätze?) haben wir gleichzeitig auf Distanz gehalten.

Zwei Spiele, zwei Punkte. Nicht glänzend, aber OK.

Nun geht es gegen Karlsruhe und da muss zwingend ein Dreier her. Auch wenn der KSC den HSV noch nieder kämpfte, sollte hier ein Sieg drin sein. Auch, weil Geromel und Novakovic ja anscheiend wieder im Rhythmus sind 🙂

Apropos KSC: Freis hat mal wieder getroffen, sogar doppelt und Miller in Hälfte zwei glänzend gehalten. Gegen Köln dürfen sie gern wieder schwächeln, in der nächsten Saison aber gern wieder überragen. Dann im Geißbock-Dress 😉

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