Dortmund. Augsburg. Zwei Niederlagen. Mehr als das. Komplette Aufgabe. Der Tiefpunkt seit Jahren. Für mich. Gefühlt. Ich war echt am Ende. Komplett neben der Spur. Leer. Normalerweise bin ich ein optimistischer Mensch (auch was den EffZeh betrifft), aber hier war der Schlusspunkt erreicht.
Ich hätte hier eine leere Seite veröffentlichen können, um meinen Gefühlszustand zu beschreiben.
Aber selbst dazu hatte ich keinen Bock.
Ich erwarte ja gar nicht mehr viel von den Spielern.
Nur noch Kampf, Wille und Leidenschaft.
Attribute, die Fans seit Jahren in die Wagschale werfen und viel zu wenig das selbe zurück bekommen.
Aktuell müssten wir uns freuen, wenn wir die Relegation erreichen.
Warum ich trotzdem wieder Hoffnung verspüren?
Weiterlesen“Pedro Geromel hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Er ist unser Kapitän und unser Spieler, wir wollen um ihn herum eine gute Mannschaft aufbauen.”
Das war bei Lukas Podolski auch schon mal so. Hatte man gesagt. Getan wurde wenig. Naja, das wäre übertrieben geschildert. Aber zumindest zu wenig. Naja, also es kam zu wenig raus. Denn es wurden ja durchaus Spieler, wie Rensing, Peszko, Jajalo, Jemal, Sereno (wenn auch teilweise nur leihweise) geholt und der Kern mit Talenten, wie Ishak und Roshi bestückt. Rausgekommen ist wenig und so muss es weitergehen. Ein neuer kleiner Neuaufbau?
Um Geromel herum?
Das wäre großartig, aber steht mal wieder in den Sternen. Wenn sich einige Manager an seine Leistung von vor 2 Jahren erinnern, dürften sie zuschlagen und im schlechtestenfall für Köln ein Schnäppchen machen.
goal.com schreibt: “Hannover mit Dusel-Sieg”
Kann man natürlich so sehen. Aber etwas Glück auf der einen und mächtig Unvermögen auf der anderen Seite reichen noch lange nicht, um von Dusel zu sprechen.
Deshalb halte ich es lieber mit Samba-Köln:
“Zurück zu den Tatsachen: Der FC hat sich gestern selbst unter Wert geschlagen und hatte trotz allem und den Schwächen gute Chancen einen oder sogar drei Punkte zu holen. Durch die anderen Spieltagsergebnisse steht man nun ganz fett im Abstiegskampf und dort gehört man aktuell auch hin, wenn man das Tor nicht trifft.”
Wir hatten gestern unsere Chancen. Ein Punkt wäre möglich gewesen. Drei, wenn alles optimal läuft. Man muss aber auch beachten, dass die erste Hälfte murks war. Da lief wenig zusammen und man konnte zufrieden sein, dass wir mit einem 1:1 in die Pause gehen. Ein 0:2 wäre nicht ungewöhnlich gewesen.
WeiterlesenLukas Podolski ist weg. Eine komplette Mannschaft wurde im Sommer verliehen. Im Kader gibt es einige Fragezeichen. Wie könnte die Mannschaft aussehen?
Die Position im Tor ist klar. Michael Rensing ist absolute Nummer eins. Der Vertrag läuft noch bis 2013. Sobald der Klassenerhalt geschafft ist, sollte man mit ihm langfristig verlängern. Geht es für den 1. FC Köln doch noch runter, wird man sehen, ob Rensing bleibt. Er hat bewiesen, dass er ein erstklassiger Torhüter ist. Nur wenn Rensing geht, dürfte Thomas Kessler nochmal eine Chance bekommt. Ansonsten sollte man ihn endgültig abgeben. Mit Timo Horn haben wir ein großes Talent in der Hinterhand.
Die Innenverteidigung könnte mit Geromel und Ammar Jemal gebildet werden. Die feste Verpflichtung von Jemal sollte nur eine Formalie sein. 1,5 bis 2 Millionen Euro wären hier fällig. Hoffen wir, dass für Geromel kein Angebot reinkommt, bei dem die Verantwortlichen zu Grübeln beginnen. Dann hätten wir eine starke IV. Dahinter brauchen wir aber einen Backup, weil wir in dieser Saison leidvoll erfahren mussten, dass wir nicht vor Verletzungen verschont bleiben. Kevin McKenna ist eine verlässliche Größe, aber daneben brauchen wir noch jemanden. Vielleicht bekommen wir Henrique Sereno ja nochmal ausgeliehen. Ein Kauf (kolportierte Ablöse 5 Millionen Euro) scheint unrealistisch. Tomoaki Makino dürfte bei Solbakken keine Chance mehr erhalten. Christopher Schorch fällt mit seinem Knorpelschaden wohl bis zum Mai aus und ist damit eher wieder ein Kandidat für eine erneute Leihe.
WeiterlesenSamstag. Bundesliga. Mal wieder ohne den 1. FC Köln. Drei Mal hatten wir das schon in diesem Jahr. Drei Mal ist es noch so weit (plus die Dienstagspartie am 30. Spieltag). Jetzt auch zwei Mal in Serie, dass wir am Sonntag ran müssen.
Ob das gut oder schlecht ist, mag ich nicht beurteilen.
Die Mannschaft ist sicher nicht so gefestigt, dass sie voller Selbstbewusstsein auf den Rasen stürmt, wenn sie gesehen hat, dass am Samstag alle Konkurrenten gepunktet haben.
Wir werden sehen, wie sich die Spieler aus der Affäre ziehen.
WeiterlesenDoch ziemlich überraschend hat sich der 1. FC Köln von Volker Finke getrennt. Damit hätte ich nicht mal im Ansatz gerechnet. Es verwundert und ist höchst ungewöhnlich, dass der Trainer am längeren Hebel sitzt und nicht der Sportdirektor. Solbakken scheint in den Augen vom Verwaltungsrat das bessere Konzept zu haben, als Finke. Wie Finkes Planungen aussahen, mag ich nicht zu beurteilen. So richtig klar war mir das nicht. Solbakken hat mir von Anfang an gefallen mit einem eigenen, unkonventionellen Ansatz. Neues System, neue Spielordnung. Das braucht Zeit. Die er jetzt erhält.
Gegen Finke mag ich nicht nachkarten.
Dass ich mit ihm nicht immer konform lag, könnt ihr ja nachlesen, wenn ihr wollt. In Freiburg hat er großartig gearbeitet, bringt sicherlich Fußballsachverstand und viele Kontakte mit. In Köln war es aber nicht umsetzbar, so wie er es wollt.
Trotzdem: Alles falsch hat er sicherlich nicht gemacht! Unter seiner Regie wurden Rensing, Peszko und Eichner geholt (er war Ende 2010 sicher in den Transfers schon involviert, auch wenn er erst Anfang 2011 seinen Dienst offiziell antrat), die mithalfen, dass der EffZeh eine starke Rückrunde spielte. Zum Ende der Saison drehte er drei Spiele lang an den richtigen Stellschrauben, um mit drei Siegen (unter anderem gegen Leverkusen und Schalke) den Klassenerhalt und Platz 10 zu sichern.
Finke war es, der Solbakken von einem Engagement in Köln überzeugte. Er hätte auch Nationaltrainer werden können. Dass gerade das zerrüttete Verhältnis zu seinem Trainer sein Aus bedeutete, ist umso verwunderlicher.
2010 von Stuttgart gekommen. Keine schlechte Verpflichtung von Köln. Er war Stammkraft in Fürth und Stuttgart, ehe eine Verletzung ihn aus der Bahn warf. Zum Glück (oder nachträglich Leidwesen?) für den EffZeh, der so einen Spieler bekam, der Bundesligaerfahrung mitbrachte und halbwegs finanzierbar war.
Im zweiten Jahr kann sich Martin Lanig als Stammkraft beim 1. FC Köln sehen.
Trotzdem wird immer wieder über ihn geflucht. Lethargisch sei er. Zudem könne er keinen Pass über drei Meter spielen. Regelmäßig mit unnötigen Fouls, was ihm in 50 Spielen für Köln schon 20 gelbe Karten einbrachte.
Aktuell sehe ich Lanig trotzdem lieber im DM als Jajalo. Vom Potenzial her dürfte am Kroaten nicht zu rütteln sein. Der bringt so viel mit und zeigt aktuell so wenig. Zu Saisonbeginn war er richtig stark und jetzt? Gelingen dem technisch beschlagenen Spieler noch weniger saubere Pässe als Lanig.
In der Halbzeit konnte ich nicht mehr.
Mir schwante Böses.
“Seelisch unterstützt” von meiner Freundin kapselte ich mich von der Außenwelt ab und führte mir ganz oldschool einige Zeitschriften und die FAS zu.
Hat ja irgendwie geholfen.
Irgendwann vor acht lugte ich mal aufs Handy und erfreute mich an einem Punkt.
Dass ich keine Wiederauferstehung der Geißböcke verpasste habe, war klar. Aber egal, immerhin ein Punkt nach so einem Wochenende.
Aber kann uns das in absehbarer Zeit gelingen?
Aktuell muss ich nein sagen.
Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins, kein Präsident, ungleiche Linie zwischen Geschäftsführer und Trainer und dann auch noch der (einzige) Topspieler weg.
Einer der besten Blogger in Deutschland finde ich. Tiefgründig und gewitzt. Immer für einen genialen Text gut.
Wie seine aktuelle Abhandlung zum Thema Fußballfan und Emotionen.
Lesen Leute, lesen!
Fußballfansein ist vor allem das: Warten, Warten, Warten und frustriert sein.
Da fühlen sich (nicht nur) Kölnfans aber sowas von wieder.

