Ein paar letzte Worte zu Anfang

Jetzt also doch.
Ich muss ein paar Worte zu Anfang loswerden.
Dass die Trennung nachvollziehbar und notwendig war, dürfte jeder gesehen haben, der sich mit dem EffZeh beschäftigt. Ob der Zeitpunkt der richtige ist, ich weiß es nicht. Den Aufstieg hätten wir schon klar gemacht und jetzt garantiert ihn und auch niemand.
Generell hab ich ja eher noch länger – und im Rückblick – zu lange zu ihm gehalten. Da ich generell eher ein Typ bin, der Personen Zeit und Vertrauen schenkt, um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Eventuell hätte sein System in Liga eins sogar funktioniert, wenn die Sommertransferphase besser genutzt würde.
Denn am Personal lassen sich etliche Probleme der Saison festmachen – Stichwort Schnelligkeit. Und hier kann man nicht nur Anfang eine Schuld zuschreiben. Das ist aber auch den meisten bewusst.

Mein größtes Problem war seine fehlende Fähigkeit auf Situationen innerhalb von Spielen (und Phasen) zu reagieren. Dann hatte er einen Plan im Kopf, den er verfolgen wollte. Auch wenn es offensichtlich schien, dass das nicht zum Erfolg führen würde. Ganz nach dem Motto: Entweder so oder wir verlieren halt. Vielleicht war es das totale Vertrauen – und sei es nur in die individuelle Klasse.
Dabei hatte er durchaus Flexibilität gezeigt, als er vom bevorzugten 4-1-4-1 auf Dreierkette & Doppelsturm umstellte.

Dass acht Niederlagen zu viel sind. Geschenkt. Aber dass man keine Weiterentwicklung gesehen hat, ist das größte Problem. Wenn mehr Mannschaften in der Lage gewesen wären uns an unseren Schwachstellen weh zu tun und den Mut dazu besessen hätten, wären es mehr als acht geworden. So schwer war das nicht. Und selbst dann hätte die offensive Qualität wohl ausgereicht.

Pawlak und Schmid sind jetzt die Verwalter, die es zu Ende bringen und dabei mit den gleichen Problemen kämpfen müssen. Der Sommer wird spannend.

Auch wenn Anfang für viele verbrannt ist und kein gutes Haar an ihm gelassen wird, so müssen wir in einigen Punkten doch dank sagen.

  • Drexler wäre ohne ihn vielleicht nicht gekommen und hätte nicht diese Rolle eingenommen
  • Cordoba ist unter ihm doch noch zum Torjäger mutiert

Allgemein wünsche ich mir nun, dass nicht nur panikartig Schnelligkeitsdefizite auf dem Transfermarkt ausgeglichen werden, sondern ein Plan besteht. Für den Klub und Dinge, für die er stehen soll. Ich hoffe, dass der talentierte Nachwuchs ehrliche Chancen erhält sich zu entwickeln. Ich hoffe auf eine ruhigere Zukunft – da setzt sich wieder meine Naivität und der ungläubige Glaube durch. Aber so lang ist ein ruhiges Fahrwasser gar nicht her.

Es geht weiter. Immer weiter.
Come on EffZeh!

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