Geis – Der Schweinsteiger vom Geißbockheim

Über Johannes Geis kann man trefflich streiten.
Ein Spieler, der schon in jungen Jahren für Furore sorgte und dem man eine Zukunft in der Nationalmannschaft assistieren konnte.
Ein Spieler, der den nächsten Schritt ging und dort in der Versenkung verschwand.
Eventuell war es doch ein Problem der Qualität auf höchstem Niveau. Wahrscheinlich war es aber einfach der falsche Verein. Oder Trainer. Oder System.
Ein Spieler, der nun einen Neuanfang startet und in Köln zurück zu alter Stärke finden will.
Auch hier entfachten direkt Diskussionen.
Ist er der richtige Spieler für die Sechs?
Kann er uns nach der langen Pause direkt weiterhelfen?
Findet er auch mittelfristig einen Platz im Kader und könnte uns somit auch in Liga eins weiterhelfen?
Der Start war verheißungsvoll. Geis zeigt Präsenz, Übersicht unf tritt als Spielmacher auf.
Es bleiben aber Zweifel.
An seiner Schnelligkeit.
An der Aggressivität.
Damit an der Tauglichkeit als einzige Sechs.

Eventuell liegt es an meiner aktuellen Pendler-Lektüre, aber damit erinnert er mich an Bastian Schweinsteiger.
Nicht von der Klasse.
Aber von den Anlagen.
Seine besten Auftritte hatte Schweinsteiger immer, wenn er zentral einen aggressiven Nebenmann hatte. Jemanden, der die Drecksarbeit übernommen hat, damit er seine Spielintelligenz entfalten konnte.
Eventuell fehlt Geis auch in Köln ein Spieler der Marke van Bommel oder Martinez.
Ein Özcan beispielsweise, der sich reinhaut und Geis damit Freiräume schafft, um das Spiel zu ordnen.
Nur leider sieht das Anfangsche System keine Doppelsechs vor.
Geis muss also beweisen, dass er auch alleine Löcher stopfen und Spielzüge einleiten kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.