Links vorne, rechts hinten und die Dreierkette

Das Blog war und ist schon immer mein Sprachrohr gewesen, um Gedanken loszuwerden. Uns Norddeutschen wird ja allzu gern nachgesagt, dass wir ziemlich mundfaul wären. Das mag ich nicht abstreiten. Ich kann gut schweigen. Mag das auch. Es muss nicht immer gesabbelt werden.

Nur warum hatte ich immer das innere Bedürfnis hier längere Texte loszuwerden – anstatt einfach auch mal kurze Gedanken rauszuklöppeln, die für Twitter zu lang wären (oder auch mal nicht)?

Hauptsache loswerden!

Das hat in den letzten Monaten dazu geführt, dass ich Textideen und Gedanken nicht ins Blog transportiert habe, weil einfach die Zeit für ein paar mehr Zeilen fehlten. Schade. Zumindest für mich.

Das wird sich 2018 ändern. Ich will hier auch mal kurze Gedanken und Ideen loswerden. Sie festhalten. Und zur Diskussion stellen – auch wenn schon ewig nicht mehr in Blogs diskutiert wird. Aber die Chance soll zumindest da sein. Meinetwegen darf dann auch gern auf Twitter diskutiert werden. Da versuche ich auch wieder aktivier zu sein. Klingt nach guten Vorsätzen für ein neues Jahr – sind es irgendwie auch, aber liegen in einer gewissen Unzufriedenheit über mein digitales Ich der letzten Jahre begründet.

Das nur vorab und für mich als niedergeschriebenes Todo mehr Output zu liefern. Let’s go!

In der Vorbereitung dreht sich vieles um das vorhandene Personal. Einige Spieler sind zurück gekehrt und fallen hoffentlich nicht zu schnell wieder aus. Allen voran Jonas Hector, der so ungemein gefehlt hat und unserem Spiel helfen wird.

Allerdings hat es direkt zum Jahresstart einen anderen Spieler wieder erwischt. Wegen einer OP werden wir die nächsten Wochen auf Leo Bittencourt verzichten müssen. Gute Besserung – komm schnell und stark wieder. Wie (eigentlich) alle Spieler hatte er keine gute Hinserie, aber so viel Potenzial. Ein Bittencourt in Bestform und entsprechender Ruhe in den letzten Aktionen ist unersetzlich. Jetzt darf ein anderer Spieler links außen ran. Gute Chancen hat Chris Führich, der sich zum Hinrundenende in den Vordergrund gespielt hat und riesengroßes Vertrauen bei Ruthenbeck  genießt. Wenn der Junge nicht so viel nachdenkt und seine Unbekümmertheit behält, dürften wir viel Freude mit ihm haben… und Bittencourt müsste sich strecken, um wieder zurück in die Stammelf zu kommen.

Die größten Sorgenfalten bereitet aber die Rechtsverteidiger-Position. Sörensen kann das, soll sich aber auf die IV konzentrieren. Klünter wurde notgedrungen in die Offensive befördert und hat dort seine Sache so gut gemacht, dass er hinten rechts erstmal nicht die erste Lösung ist. Bleibt Olkowski, bei dem sich wohl niemand mehr wundern würde, wenn er uns – eventuell noch im Winter – wieder verlässt.

Kein Wunder, dass Veh & Co. Ausschau nach einer direkten Verstärkung für die Position halten. Aber mal ehrlich, die Zeit drängt. Die Rückrunde beginnt in nicht mal zwei Wochen. Der Neue müsste integriert werden und unsere Abläufe kennenlernen. Das ist eine Herausforderung, die man meistern kann, die aber auch einen steinigen Weg bedeuten können.

Wir bräuchten hier in meinen Augen eine kurzfristige Lösung (und dann die Zeit der Rückserie um den eventuell neuen Rechtsverteidiger ins Team einzubauen, um dann wieder umzustellen). Ich habe es in der Vergangenheit öfter geschrieben und werde nicht müde. Angenommen, alle Verteidiger bleiben mal dauerhaft fit, wie wäre es dann mit einer Dreierkette?

Heintz – Mere – Sörensen könnten die letzte Verteidigungskette bilden. Da wir wieder mehr „gelernte“ Stürmer im Kader haben, dürften die Chancen für Klünter sinken in vorderster Front aufzulaufen. Im System mit Dreierkette würde er rechts außen jedoch seinen Platz finden. Dort kann er seine offensive Power (sprich Schnelligkeit) ausspielen, wäre aber trotzdem eine defensive Absicherung.

Spannend wird zudem der Sturm. Können Guirassy und Terodde zusammen? Wie stark kommt Osako zurück – er hätte Optionen im Doppelsturm und auf einer Zehnerposition (hauptsache nicht auf dem Flügel verschenken). Wo findet sich Zoller wieder, der mir vor seiner Verletzung am besten von den Angreifern gefallen hat – als Stürmer und nicht Außenspieler.

Fragen über Fragen, für die Ruthenbeck Antworten finden wird.

Egal wie, hauptsache wir sehen wieder ein Team, eine Einheit, die Spaß macht.

Come on EffZeh!

[Und zack, wurde das Ding hier doch wieder lang. Geht ja gut los…]

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