Typisch EffZeh 2017

Man wartet auf die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers, da verkündet man erst drei Vertragsverlängerungen und dann den Profivertrag eines U19-Spielers.
Kann man machen. Sehr gut sogar.

Das war ansatzweise unsere Taktik im Sonmer und ist ohne Zweifel gut ausgegangen bisher.

Wenn halt nichts vernünftiges auffm Markt ist oder einfach nicht bezahlbar bzw. wirtschaftlich zu rechtfertigen, sichert man sich seinen Stamm. In deren Schatten kann man beruhigter neue Alternativen entwickeln.

Lehmanns Karriereende ist langsam gekommen. Fitness vorausgesetzt besetzen Hector und Höger die zentralen Positionen vor der Abwehr. Als Alternative ist er trotzdem weiterhin wichtig. Erst recht als Mensch und mit seiner Erfahrung als Führungskraft.

Sörensen kann ganz stark aufspielen, leistet sich aber immer noch gern mal schwache Phasen. Das wird Stöger ihm noch austreiben. Seine körperliche Präsenz spielt er gerade bei offensiven Standards eigentlich gar nicht aus. Vor allem ist er aber nicht nur eine gute Option als Innen- und Rechtsverteidiger, sondern damit prädestiniert für die Dreierkette. Da das das Defensivsystem der Zukunft sein soll, ist die Verlängerung umso wichtiger. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Verein die Verletzungspause eines Spielers zur Vertragsverlängerung nutzt. Vertrauen schenken und einen wichtigen Baustein binden. Ich bin kein Riesenfan von Risse, aber seine Entwicklung gerade im letzten Jahr ist enorm. Seine Schnelligkeit und Dynamik ist eine Waffe. An ruhenden Bällen und Flanken muss er noch arbeiten. Aber auch so schon enorm wichtig für die Mannschaft und deshalb ein großartiger Move.

12 Spieler sind jetzt bereits bis mindestens 2020 an den Verein gebunden. Wenn ich nichts übersehen habe, läuft im Sommer nur der Vertrat von Klünter aus und 2018 drei Verträge (Lehmann, Maroh, Müller). Würde mich nicht wundern, wenn wir demnächst was von Maroh hören. Was für ein Faustpfand in Sachen Kadergestaltung und Planung.

Da kann man sich beruhigter auf die Nachwuchsförderung konzentrieren. Nach Müller, Klünter, Hartel, Özcan und Guirassy, die alle maximal 20 sind, wird Birk Risa hochgezogen. Als Alternative für die Innenverteidigung. Und die Position des Linksverteidigers. Und interessanterweise auch für die Mittelstürmer-Position, wo er in Norwegens U-Auswahlmannschaften gern zum Zuge kommt.

Schmadtke und Stöger hatten immer wieder betont, dass sie im Winter nichts tun werden, nur um den Kader aufzufüllen. Eine Merino-Leihe war deshalb von vornherein eine Ente. Stattdessen erhält ein Talent aus der Jugend einen Profivertrag und erhält die Chance sich frühzeitig weiterzuentwickeln. Und eventuell auch mal etwas Bundesligaluft zu schnuppern. Dafür müssten aber schon zwei IVs gleichzeitig ausfallen und Risa selbst einen guten Eindruck hinterlassen haben, dass ein Einsatz für ihn noch nicht zu früh kommt.

Ich mag die Denke des Vereins. Wirtschaftlich überlegt, sportlich vernünftig und mittelfristig aufgebaut.

Come on FC!

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