Eine (verdammt) gute Ernennung!

Eine bessere Antwort kann man nicht geben.

Ich war ja skeptisch, als Frank Schaefer Lukas Podolski zum neuen Kapitän gemacht hatte. Ich hatte befürchtet, dass der Druck für Poldi zu groß sein könnte.

Doch Poldi belehrt mich zum Rückrundenstart eines besseren. Der Junge ist absolut gereift und geht mit der Verantwortung gestärkt hervor. Podolski geht voran. Er ist der Leader, den wir uns erwünscht haben. Allein von der Körpersprache kein Vergleich zur Situation vor einem Jahr. Hoffentlich kann er dieses Selbstvertrauen kompensieren.

Das tut auch seinem Spiel verdammt gut.
Er rennt, ackert, zaubert, legt vor und trifft.

Alles richtig gemacht, Herr Schaefer.

Mit der Ernennung zum Kapitän und vor allem mit der neuen Position. Endlich möchte man meinen, darf Poldi auf seiner Lieblingsposition ran. Zentral hinter einer Spitze mit allen Freiheiten ausgestattet. Er muss nicht am Flügel kleben. Er ist überall zu finden. Er kann dirigieren, das Tempo bestimmen, den Ball fordern (wie es sich für einen Kapitän gehört) und dann in die Spitze stoßen, wenn er es für richtig hält.

Alle jene, die im Winter einen Hajnal (als Synonym für einen Spielmacher) gefordert haben, sind eines besseren belehrt.

Besonders, da dadurch Spieler, wie Peszko und Clemens im Team bleiben, was der Mannschaft gut tut. Zwei laufstarke Spieler, die die Flügel beleben, gute Flanken schlagen können und selbst mit Zug zum Tor ausgestattet sind. Das macht uns allgemein gefährlicher. Tore aus dem Mittelfeld dürften demnächst keine Seltenheit sein. Besonders, wenn man dann noch einen Matuschyk (großartige Aktion zum 2:0!!!) und einen Lanig auf der Sechs hat.

Alles richtig gemacht, Herr Schaefer.

Durch die offensive Verteidigung wurde die arg gebeutelte Viererkette stark entlastet. Bremen wurde früh attackiert, damit die gar nicht in die Versuchung kamen Andrezinho, Geromel, Eichner und Ehret in Verlegenheit zu bringen. Die aktuell schlechte Verfassung der Bremer tat ihr übriges dazu. Ließ unseren Außenverteidigern sogar die Möglichkeit ihre (unbestreitbaren) Offensivqualitäten zu zeigen.

Der einzige kleine Makel: Es fehlte das Stürmertor. Es ist für die Zukunft wichtig, dass Novakovic wieder regelmäßig trifft.

Trotzdem: Es lief perfekt für uns und wie Schaefer auf der Pressekonferenz richtig sagte: In einem guten Kollektiv sehen alle besser aus!

Wenn Köln als Einheit auftritt, Leidenschaft auf dem Platz zeigt und offensiv Akzente setzen will, ist der Abschiedskampf bald kein großes Thema mehr. Nur muss die Leistung nun bestätigt werden. Wir brauchen eine kleine Serie und müssen nachlegen. Nächste Woche. In Hamburg!

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