Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
Blogs
Als er vor dreieinhalb Jahren nach Schalke kam war er 23 Jahre jung und hatte gerade eine Saison mit 20 Treffern hinter sich. Da durfte man sich Hoffnungen machen. Hoffnungen, die Halil Altintop letztlich nie erfüllte.
Du hast alles dafür getan und gegeben, deinen Traum am Leben zu erhalten. Und weil Du in fast aussichtsloser Situation nicht aufgegeben und so gekämpft hast, haben andere, Dir fremde Menschen, deinen Traum mit Dir geteilt – vor 14 Tagen im Eintracht Museum hast Du es erlebt. Und auf Deiner Homepage kannst Du es im Gästebuch lesen: Du hast anderen Menschen ein Beispiel oder sogar Hoffnung gegeben.
Die sanfte Landung und eine geliehene Chance
Die 7 Leihspieler bieten eine Option ohne Risiko (ökonomisch gesehen). Man musste kein Kredite aufnehmen um die Spielertransfers zu stemmen, man muss keine Risiken mit Optionen fahren, auf Gefahr, dass ein Spieler gar nicht weg will oder keinen neuen Verein findet. Wenn man im Sommer also wieder mal “neu anfangen” muss, dann ist der wiederholte “Betriebsunfall” wohl diesmal leichter abzufedern.
Wie wird es jetzt weitergehen?
Nun gut, Veh ist weg. Bevor ich mich jedoch der Frage widme, was jetzt geschehen wird, noch die Frage, ob Veh nicht schon zur Winterpause hätte gehen müssen.
1. FC Köln
Herrliches Gespräch zwischen Tobias Kaufmann und Stefan Krieger vor der Partie Frankfurt vs. Köln
Das FC Brett soll nur noch Mitgliedern und Fanprojekt-Beteiligten offen stehen.
FC.Dämlich oder: How to kill your community
WeiterlesenJaja, mein Lieblingsunternehmen und so kann ich mir diese Zeilen einfach nicht ersparen.
Sky will mächtig Dampf machen. In den nächsten Monaten möchte der Pay-TV-Sender seine Werbeeinnahmen verdoppeln. Jut jut, das wollen andere auch. Aber, ähm, stop!
Sky? Werbeeinnahmen? Verdoppeln?
Ich habe ja glücklicherweise kein Abo bei Sky. Aber ursprünglich war mal die Idee eines Pay-TV-Senders, dass man exklusive Inhalte anbietet, die sich durch die Abo-Gebühr finanziert. Werbung sollte da keine Rolle spielen. Zu Premiere-Zeiten hat der Sender groß damit geworben, dass Filme etc. ohne Werbeunterbrechung angeboten werden.
Auch heute darf Sky wohl keine klassischen Werbebreaks einbauen. Aber “Presenter” sind durchaus möglich und normal. Die Frage ist allerdings, wie Sky dann seine Einnahmen verdoppeln will? In der aktuellen Werbekrise etwa die Preise erhöhen? Wohl eher nicht!
Was also dann?
Jeden Klogang des Moderators präsentieren lassen. Einen Sponsor für die Wiederholung? Keine Ahnung.
Mir auch egal.
Ich habe kein Sky.
Was die britische Mutter allerdings durchaus sympathisch macht. Sie wollen in Zukunft mehr auf 3D setzen. Wie geil wäre das dann bitte. Idealerweise im Kino ein Endspiel in 3D. Hammer!
Weiterlesen
Fußball-Bundesliga, 20. Spieltag
Samstag, 30. Januar 2010 15:30
In Frankfurt bettelt Michael Skibbe schon lange seinen Verein an, um doch noch einen Stürmer zu bekommen. Mit Kündigung hat der Gute schon gedroht, nachdem sich seine Eintracht einen Gekas nicht leisten konnte. Pipi standen ihm in den Augen, weil sein Verein finanziell nicht konkurrenzfähig sei. Dann kam Halil Altintop.
In Köln fehlt seit dem Sommer eine Kreativkraft. Nach den Ausfällen von Podolski und Novakovic war das Geschrei groß. Ein neuer Stürmer muss her. Er kam nicht. Aber immerhin der Kreative. Zoran Tosic heißt er also, der sich nun beweisen soll.
Eine glückliche Woche also für beide Trainer. Sowohl Skibbe, als auch Soldo haben seit dieser Woche eine Alternative mehr für die Offensive. In Frankfurt ist es sogar mehr als das. Hier wurde eine echte Verstärkung geholt. Beim FC muss man sich das hochgelobte Talent erstmal näher anschauen.
Wo soll das noch hinführen? Die Eintracht liegt auf Rang sieben und Köln hat den amtierenden Meister besiegt.
Am Samstag treffen beide Teams aufeinander.
Kein ganz uninteressantes Match. Frankfurt liegt in der Heimtabelle auf Platz sieben. Platz sieben nimmt Köln in der Auswärtsrangliste ein.
Die Eintracht kann recht gelassen ins Spiel gehen, Köln täte ein Sieg ganz gut, um den Abstand zu den Kellerplätzen weiter zu vergrößern, weil nach der Partie fünf Brocken warten. Frankfurt hat zuletzt in Bremen gesiegt, aber gegen Nürnberg nur einen Zähler ergattert. Innerhalb der Woche hat Christoph Preuß sein Karriereende bekannt gegeben. Ein Sieg für den scheidenden Teamkollegen also?
Diese Aufstellungen erwarte ich für Samstag
Nikolov
Jung – Franz – Russ – Spycher
Teber — Chris
Ochs ———– Köhler
Meier —- Altintop
Novakovic
Chihi ————— Freis
Maniche ——– Petit
Pezzoni
Womé – Geromel – Mohamad – Brecko
Mondragon
Skibbe hat eigentlich kaum einen Grund zum Wechseln. Schwegler fehlt verletzt, für ihn rückt Chris wieder ins Team. Altintop wird gegen Köln dabei sein. Ob von Anfang an, bleibt noch abzuwarten. Aber durch die Vorbereitung unter Magath, sollte er vor Kraft strotzen. Er könnte sofort weiterhelfen. Er scheint mir treffsicherer als Liberopoulos, so dass ich Altintop schon in der Startelf sehe. Dagegen hat der zweite Neue Ricardo Clark noch Trainingsrückstand.
Beim FC kehrt Novakovic zurück. Da sich Yalcin beim starken Auftritt gegen Wolfsburg nicht aufdrängen konnte, fällt die Entscheidung für Soldo leicht aus. Yalcin raus und dafür Nova rein. Freis rückt dann auf den rechten Flügel und Chihi nach links. Ich hätte es spannend gefunden, wie Soldo reagiert hätte, wenn auch Yalcin ein Mörderspiel absolviert hätte. Sei’s drum. In der Defensive wird sich nichts tun, trotz der letzten Aussetzer. Aber Mondragon und Geromel werden wieder mehr Stärke zeigen müssen.
Das sagt der Gegner
Diesmal freue ich mich, dass Stefan vom Blog-G Zeit gefunden hat, sich meinen Fragen zu stellen. Die Antworten musste er schon recht früh abgeben. Vor dem Transfer von Altintop.
Spielfeldrand: Erstmal Glückwunsch zu euer tollen Saison bis dahin. Damit hätte ich vorher in der Form nicht gerechnet. Was macht euch im Moment so stabil?
Stefan: Die mannschaftliche Geschlossenheit, der Glaube an sich selbst und die Schwäche der Gegner.
Hinzu kommt das Quentchen Glück, das eine Mannschaft braucht und das den Unterschied von Platz sieben zu Platz 14 ausmacht.
Spielfeldrand: Euer Sturm ist gut besetzt, nur leider vom Verletzungspech verfolgt. Amanatidis und Fenin werden noch eine Weile fehlen. Korkmaz braucht wohl auch noch etwas Zeit, bis er wieder richtig fit ist. Warum bringt Skibbe bei so einem Engpass in der Offensive nicht auch mal einen jungen Stürmer, wie Alvarez? Zumindest als Einwechselspieler könnte er solche Leute mal im Wettkampf sehen.
Stefan: Weil er offensichtlich den jungen Spielern noch nicht zutraut dann ihren Mann zu stehen, wenn’s eng wird. Und eng sind die Spiele von Eintracht Frankfurt eigentlich immer. Bisher konnte nur in Berlin und Freiburg mit mehr als einem Treffer Unterschied gewonnen werden. Selbst in Freiburg fiel das 2:0 erst in der letzten Spielminute.
Spielfeldrand: Ohnehin hat es mit Skibbe in den letzten Wochen ein wenig gekracht, weil er neue Spieler gefordert hat, die er nicht bekommen (Gekas) hat. Ich war überrascht, dass Skibbe mal so deutlich und offen seine Meinung sagt. Er hat ja sogar mit Rücktritt gedroht. Ist so eine Aussage auch mal positiv zu bewerten, da er ja die sportliche Verantwortung trägt oder hat Skibbe deiner Meinung nach dadurch nur Unruhe rein gebracht?
Stefan: Skibbes Absicht ist es wohl, die etwas konservativen Strukturen bei Eintracht Frankfurt ein wenig aufzubrechen. Das gehört nur bedingt zu seinen Aufgaben als Trainer, auch wenn er am Ende den Kopf hinhalten muss. Sportdirektor im klassischen Sinne ist er ja nicht. Trotzdem ist es gut und wichtig, auf Missstände hinzuweisen. Die Frage ist, ob es in dieser Form und in der Öffentlichkeit geschehen muss – immer wieder geschehen muss. Die Frage ist, warum er dies immer nach Niederlagen seiner Mannschaft tut. Immer dann, wenn’s läuft, hört man so etwas von ihm nicht. Zumindest nicht öffentlich. Aber ja – einiges von dem, was er angesprochen hat, ist durchaus richtig. Und wichtig ist nach der Ära Funkel wohl auch eines: Es kommt bei den Fans an. Skibbe gibt dem Affen Zucker. Nicht ungeschickt. Die Auswirkungen sind auch durchaus sichtbar. Die Fankurve platziert bereits Banner mit der Aufschrift “Skibbe – wir stehen hinter dir!”. Der Plan scheint zumindest in dieser Richtung aufzugehen.
Spielfeldrand: Immerhin hat er Ricardo Clark einen neuen Spieler erhalten. Keinen Stürmer, sondern einen für’s defensive Mittelfeld. Eine gute Wahl und was erhoffst du dir von dem US-Nationalspieler?
Stefan: Ich kenne Clark nicht. Trotzdem könnte seine Verpflichtung gerade im Moment gut sein – immerhin hat sich Pirmin Schwegler, neben Chris der wichtigste Akteur der Eintracht in der Vorrunde, gerade schwer verletzt. Trotzdem bin ich erst mal skeptisch. Clark hat seit November nicht mehr gespielt, er wird von Skibbe “Perspektivspieler” genannt, eine Bezeichnung, die mich stutzig macht. Immerhin ist Clark keine 18 mehr. Außerdem frage ich mich immer, wie ein wirklich guter Spieler jahrelang in den USA nicht entdeckt werden konnte. Abwarten, logisch.
Spielfeldrand: Die WM 2010 rückt mit großen Schritten näher. Wer aus eurer Mannschaft muss noch unbedingt mit nach Südafrika reisen? Bei Jogi Löw, aber auch in einem anderen Nationalteam.
Stefan: Für Jogi niemand. Eintracht Spieler haben da schlechte Karten, warum auch immer. Patrick Ochs ist sicher nicht schlechter als einiges, was da in der Nationalmannschaft rumläuft, und auch Marco Russ ist immerhin Stammspieler einer Bundesligamannschaft. Mehr, als so mancher der von Löw berufen wird. Die ausländischen Akteure bei der Eintracht sind alles Nationalspieler – bis auf Nikolov, der ist “ewig”.
Spielfeldrand: Am Samstag geht es gegen Köln. Ihr befindet euch in einer guten Ausgangsposition, Köln hat sich in der Rückrunde stark verkauft und durch den Sieg gegen Wolfsburg auch Selbstbewusstsein geholt. Was erwartest du dir von der Partie?
Stefan: Einen Grottenkick von zwei Teams, bei denen nach vorne nicht viel geht. Der Zufall wird auf der einen oder anderen Seite den Ball ins Tor würgen. Irgendwie.
Spielfeldrand: Zu guter Letzt: Wo wirst du die Partie verfolgen und wie lautet dein Tipp?
Stefan: Am Spielfeldrand als Fotograf für die Frankfurter Rundschau. Mein Tipp: 0:0, 1:0, 0:1. In dieser Reihenfolge.
Mein Tipp
Das Hinspiel endete 0:0. In der letzten Saison trennten wir uns 2:2. Frankfurt befindet sich aktuell auf einem kleinen Höhenflug, musste aber gegen Nürnberg Federn lassen. Köln präsentiert sich seit der Winterpause druckvoll und stark verbessert. Eine torlose Partie erwarte ich deshalb nicht. Beide Teams werden sich nichts schenken. Mit Halil Altintop hat Eintracht einen Stürmer im Zentrum, der weiß, wo das Tor steht.
Auf Kölner Seite kann sich Novakovic freuen in eine homogene und motivierte Mannschaft zu kommen. Das Selbstvertrauen ist wieder da. Chihi und Freis dürften über die Flügel Druck machen, das kommt Nova in der Mitte zu Gute. Die beiden Portugiesen setzen aus der Zentrale endlich auch mehr Akzente. Nur muss sich die Defensive wieder stabilisieren.
Es wird eine enge Partie. Hier wird gebissen, sich nicht versteckt und der Abschluss gesucht. Am Ende steht es 1:1
WeiterlesenDer 1. FC Köln hat doch noch einmal zugeschlagen. Trotz aller Beteuerungen im Vorfeld, haben sich die Geißböcke in der Offensive weiter verstärkt. Mit den Verletzungssorgen um Novakovic und Podolski hat der Deal mit
Zoran Tosic allerdings nichts zu tun. Kein reiner Stürmer wurde hier geholt, sondern einer, der aus der Tiefe kommt. Vom Flügel, dann aber mit Dampf. Der Vergleich mit Marin wurde schnell hervor geholt. Ein Dribbler also.
Kreativität ist da das Stichwort.
Seit dem Sommer suchen wir so einen Mann. Nun ist er endlich gefunden. Aber macht der Transfer Sinn?
Die Mannschaft hat sich im Moment gefunden. Einen zentralen kreativen Spieler gibt es im aktuellen System an sich nicht, wenn Soldo weiter auf das Sechser-Trio Pezzoni, Petit und Maniche setzt. Bliebe noch der linke Flügel. Ist Poldi fit, muss er dort aushelfen. Muss, weil er zentrale besser aufgehoben wäre. Fehlt er, wie jetzt stünde Ehret parat, der in den letzten beiden Jahren zum Leistungsträger aufstieg. Fehlt auch er, wird es durchaus knapp. Dann könnte Chihi dorthin wechseln und Freis auf die rechte Seite, um zusammen Novakovic zu unterstützen. Viel wenn und aber.
Trotz der kämpferisch vorbildlichen und treffsicheren Leistung von Freis gegen Wolfsburg, scheint Soldo nicht viel von dem Offensiven zu halten. Ergo, wird er Chihi auf rechts aufbieten. Tosic auf links. Und Nova in der Mitte (ggf. Freis als Ersatz).
Wenn, ja wenn Tosic schon fit ist.
Zwei Spiele hat er bislang für ManU absolviert, ansonsten bei der Reserve ausgeholfen. Spielpraxis sieht anders aus. Wettkampferfahrung gegen starke Gegner fehlen demnach ganz. Wenn Tosic kein Überspieler ist, wird er noch einige Wochen brauchen, um sich in der Bundesliga zurecht zu finden.
Nur, haben wir die Wochen?
Schließlich gilt der Vertrag nur bis zum Saisonende. Eine kurze Zeit, um sich aufzudrängen. Aktuell muss sich Soldo ohnehin fragen, warum er seine erste Elf verändern sollte, wo es gerade so gut läuft. Wieso einen Spieler auf Krampf einbauen, der dann in wenigen Monaten ohnehin wieder das Weite sucht.
Schließlich hat das Talent nur einen Leihvertrag unterzeichnet. Ohne Kaufoption. Zudem hat er klar unterstrichen, dass er kommt, um noch auf dem WM-Zug aufzuspringen und danach zu einem großen Klub zu wechseln.
Ein Reisender also.
Ich bin gespannt, ob er sich dermaßen motivieren kann, ob er direkt eine Verstärkung ist und ob hinter den sieben Millionen, die ManU mal hingeblättert haben soll wirklich Qualität steckt. Aktuell sehe ich ihn eher als Alternative. Ein breiter Kader kann nicht schaden. Vor allem in der Offensive. Ohne ihn gesehen zu haben, würde ich aber eher Yalcin einbauen, als Tosic.
WeiterlesenArmes Deutschland. Neben Ballack verfügst du über keinen weiteren international tauglichen Sechser.
Die WM 2010 ist quasi schon verloren, nachdem erst Frings suspendiert wurde und dann Rolfes verletzt auszufallen droht.
Schade, vielleicht 2014 wieder.
Ein Systemwechsel geht ja schon mal gar nicht. Wie sollte man denn all die kreativen Köpfe, wie Marin, Kroos, Reus und Özil unter einen Hut bekommen. Ein Schweinsteiger wird dringend auf dem Flügel gebraucht, wo er auch mal untertauchen kann.
Talente in die Nationalmannschaft einzubauen ist Jogi Löw ohnehin mehr als fremd.
Ein Hummels, ein Riether, gar ein Reinartz würden den Druck zudem nicht stand halten.
Badstuber und Höwedes sind viel zu unflexibel, um auch mal offensive(re) Akzente zu setzen.
Ein Khedira und ein Gentner sind völlig ungeeignet, ihre Qualität neben einem Weltklassemann zu beweisen.
Ohnehin steht und fällt die Leistung der DFB-Elf seit Jahren mit einem Simon Rolfes.
Ohne ihn, ist Deutschland verloren. Armes Deutschland.
Wenn dem so ist, dann hat Löw in den letzten Monaten ordentlich was falsch gemacht.
Ich glaube nicht dran. Ich wette mein Freebet drauf, dass der Jogi eine schöne Alternative aus dem Hut zaubert. Aber Hauptsache die Journalie hatte ordentlich was zu schreiben.
WeiterlesenDie fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
Blogs
Was ich von von Halil Altintop halte, wenn er möglicherweise schon heute tatsächlich verpflichtet wird? Das ist nicht wichtig. Michael Skibbe hat seine allgemeine Einschätzung doch schon vor Wochen abgegeben.
Hört auf mit Eurer Zahlengläubigkeit und guckt Euch das Spiel an, verdammt noch mal, und urteilt dann selbst, sofern Ihr Euch heutzutage ein Urteil ohne Spack1-Beckmann-Alles-ist-erfassbar-Datenbank noch zutraut. Die Prozentzahlen sind nur ein Anhaltspunkt, aber kein Zeugnis der Leistung eines Spielers in einem so komplexen System wie einem Fußballspiel. Punkt.
Ruud van Nistelrooy zum HSV – Ein guter Griff?
WeiterlesenDie fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskuttiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
Blogs
Hansi, ich hab mir da was überlegt. Unser Scouting ist mir nämlich zu zeitaufwändig. Wenn ich zum Beispiel unsere Kandidaten für rechts hinten anschauen will, brauche ich dafür sechs Bundesligaspieltage. Einmal fahr ich nach Hoffenheim, einmal nach Hamburg, dann nach Bremen, München, Berlin und Stuttgart. Und wenn dann noch einer gesperrt, verletzt oder einfach auf der Bank ist, dauert das Ganze noch länger.
Die einzige Möglichkeit, Vuvuzelas zu ertragen
Leverkusen wird Meister. Das sagen nicht die Experten, die Zeitungen, das Fernsehen oder die Blogger. Nein – ich sage das.
Wenn ein eingefleischter Unioner am Samstag bei klirrender Kälte ins Olympiastadion geht muss es um Hertha schon sehr schlecht stehen. Sebastian von Textilvergehen war da und hier ist sein Bericht.
Ruudimentäre Verbesserung des HSV-Kaders
1. FC Köln
Nachdem Kevin Pezzoni (7.) eine einstudierte Eckballvariante am kurzen Pfosten zum 1:0 genutzt hatte, bekamen die mitgereisten Kölner Fans gar zwei echte Stürmertreffer zu sehen: Erst erzielte Freis auf Pass von Taner Yalcin das 2:1, nach dem erneuten Ausgleich besorgte Chihi den 3:2-Siegtreffer. Beim 2:3 gegen Dortmund zum Rückrundenauftakt hatten noch die Innenverteidiger Kevin McKenna und Youssef Mohamad für die Tore sorgen müssen – obwohl Podolski und Novakovic in der Startelf gestanden hatten. Oder eben: Weil.
Podolski weiter in Behandlung – Absage für Fitnesstest
Dä Tschitschi: Von der Kunst der Geduld
WeiterlesenBis zum ersten Gegentreffer durch Christian Gentner in der 22. Minute blieb der Torhüter der “Geißböcke” auswärts insgesamt 565 Minuten in Folge ohne Gegentor.
Dass die englischen Rekordgehälter irgendwann zurück schlagen und die Vereine mit in den Ruin reißen, war absehbar. Es war auch nur eine Frage der Zeit. Aber dass es ausgerechnet ManU dermaßen trifft, überrascht mich schon. Eigentlich galten die Reds immer als Aushängeschild… im Merchandising. Kein Klub verkaufte mehr Produkte, kein Verein erzielte solche Einnahmen. ManU thronte irgendwie über allem. Hatte aber halt das Problem, sich durch die satten Einnahmen auch noch dickere Ausgaben leisten zu wollen. Starspieler mussten her und das funktionierte auch ganz gut, so lange die ganz großen Erfolge gefeiert wurden.
Da reichen nationale Meistertitel nun mal nicht aus. Trotz der Konkurrenz von Chelsea und den donnernden Ankündigungen von Rivale City, feierten die Jungs von Alex Ferguson zuletzt drei Meistertitel in Folge. International sah es da mau aus. Bis zum ersehnten Champions League-Sieg 2008 herschte neun Jahre lang Flaute. Zu wenig für die eigenen Ansprüche. Und die eigene Kasse.
International wird das große Geld gescheffelt.
Wer sich einen kostspieligen Kader leisten mag, der muss dort Titel feiern.
Ansonsten schlagen die Ausgaben zurück.
In Manchester mit geballter Faust.
Fast eine Milliarde Euro Schulden hat der Verein. Verbindlichkeiten von 985.000.000 Euro!
Wäre der Transfer von Cristiano Ronaldo im Sommer nicht gewesen, hätte man die zehn Stellen schon jetzt voll.
Normalerweise sollte man sich bei den Wettanbietern der Nation seinen Freebet sichern und auf den Konkurs von ManU wetten.
Normalerweise. Ich verstehe bis heute nicht, wie sich Vereine (Real Madrid ist ja auch so ein Experte) mit solchen Schuldenbergen über Wasser halten können. Jedes andere Unternehmen wäre schon zehn Mal insolvent gegangen, aber im Fußball steht eine ganze Lobby dahinter, die den Verein über Wasser hält.
Dann wird halt ein Spieler verkauft und auch noch das Trainingsgelände. Müsste ja reichen. Um die zehnstellige Zahl nicht noch zu erreichen.
Zum Glück gibt es noch ein paar neue Unternehmen, die Sponsorengelder in den Verein stopfen. Passt schon.
Passt vielleicht, wenn man dann ein vernünftiges Konzept aufstellt und kräftig einspart (anstatt sich mit Krediten über Wasser zu halten). Schließlich hätte ManU noch einige Prunkstücke im Regal liegen. Einen Rooney etwa. Oder einen einen Berbatov. Stattdessen leistet sich ManU sechs (!) Torhüter. Viele Talente ganz sicher, aber sechs? Hinzu kommen je dreizehn Abwehr- und Mittelfeldspieler sowie sieben Angreifer. Macht 39 Angestellte.
Selbst, wenn man dann noch sagt, dass ManU auf so vielen Hochzeiten tanzt, einige Verletzte im Kader hat und ein Teil der Talente lediglich für die Reserve vorgesehen ist, so unverständlicher erscheint es, wenn man in diesen Zeiten einem Rooney (zweifelsohne das vielleicht letzte Juwel im Kader) einen neuen Traumvertrag anbietet, der die Kosten nicht unbedingt senken wird.
Komisch Welt da drüben.
Gut gehen kann das aber nicht.
WeiterlesenHoffenheim und Wolfsburg sorgten in der letzten Saison für Furore. Nun findet sich das Duo nur noch im Mittelmaß wieder. Hinter Frankfurt und Mainz. Doch während in Sinsheim Ralf Rangnick (sechs sieglose Spiele in Folge) fest im Sattel sitzt, muss Armin Veh (neun Pflichtspiel-Niederlagen in Serie) um seinen Job bangen. Dieter Hoeneß muss wenige Wochen nach seinem Amtsantritt schon das erste Mal den Krisenstab berufen.
Das beweist die Philosophie der beiden Vereine. In Hoffenheim soll langfristig etwas aufgebaut werden. Rangnick ist der Bauherr, der bisher schon großartiges geleistet hat. Das darf er auch in Zukunft tun.
In Wolfsburg scheint man sich von dem Überraschungstitel hat blenden lassen. Veh hat sich zu viel Last aufgebürdet. Ein Leistungsabfall war zu erwarten. Dass er so gewaltig kommt, nicht. Trotzdem wird hier nicht langfristig gedacht. Der Titel sollte so der Letzte für lange Zeit bedeuten.
In Hoffenheim kann man derweil weiter träumen, weil langfristige Konzepte halt doch nicht das Schlechteste im Fußball sind.
Was sonst noch vom 19. Spieltag bleibt…
9 Tweets
SCF-VfB: Schwer tut sich Stuttgart und siegt im Südderby doch, weil ein Fehleinkauf mit einmal wieder trifft. Gross!
FCN-Eintracht: Gehüpft, wie gesprungen. Der Punkt bringt beiden wenig, aber Nürnberg rein gar nichts.
FSV-H96: Neue Trainer kehren nicht immer gut. Zumindest nicht auf Anhieb. Mainz gelingt die ersehnte Befreiung
BSC-Fohlen: War das schon wieder die ganze Euphorie? Berlin lässt sich ausbremsen und kann sich bei Drobny bedanken
Werder-FCB: Robben zelebriert Zauber-Fußball und stellt damit selbst Ribery in den Schatten. Bremen muss nun aufpassen.
VfL-S04: Das wird eine harte Woche für die Magath-Youngsters. Konzentrationsmängel mag der Felix ja gar nicht leiden.
BVB-HSV: Revanche für den Saisonendspurt 2009. Da trifft sogar mal der Valdez in die Maschen
Wölfe-Köln: FC rettet den Schwung der Vorwoche mit ins Spiel. Macht Köln für seinen verlorenen “Blonden Engel” damit den Weg frei?
1899-B04: Was für eine Machtposition. Mit starker Bank fegen Jupp’s Jungs Hoffenheim ins Tabellenmittelfeld
Quoten-Nachbrenner
Freiburg – Stuttgart 0:1 = 2,05
Nürnberg – Frankfurt 1:1 = 3,25
Mainz – Hannover 1:0 = 1,95
Berlin – Mönchengladbach 0:0 = 3,30
Bremen – München 2:3 = 2,15
Bochum – Gelsenkirchen 2:2 = 3,30
Dortmund – Hamburg 1:0 = 2,50
Wolfsburg – Köln 2:3 = 5,80
Hoffenheim – Leverkusen 0:3 = 2,40
Gewinn als Kombiwette: 10.585,65 Euro (bei 1 Euro Einsatz)
Gewinn als 9 Einzelwetten: 26,70 Euro (bei 9 Euro Einsatz)
[Ich übernehme keine Gewähr. Für nichts und niemanden!]
Weiterlesen| Wolfsburg 2 | Gentner, 21 Costa, 59 |
|---|---|
| Köln 3 | Pezzoni, 7 Freis, 57 Chihi, 74 |
Wohooo, was für ein Spiel. Köln gelingt in Wolfsburg tatsächlich die Überraschung. Doch statt “nur” einen Punkt fährt der FC sogar mit drei Zählern nach Hause.
Unglaublich, wie verändert sich das Team seit der Winterpause präsentiert.
Schon gegen Dortmund boten wir eine engagierte Leistung und sorgten selbst in der Offensive für Gefahr. Da haben wir in Wolfsburg weiter gemacht. Allen voran Adil Chihi strotzt vor Selbstvertrauen. Der Angreifer ruft endlich die Leistung ab, die man von ihm erwarten kann. Er ist technisch gut, unglaublich schnell und mit Zug zum Tor. Mit seiner Technik kann er die Hinterreihen der Bundesliga durcheinander wirbeln. Das hat er gegen den VfL abermals bewiesen.
Ein Junge wie er macht dabei auch das Fehlen unseres Stammsturms vergessen. Nach den schwachen Auftritten von Podolski war sein Fehlen vielleicht sogar besser für den FC. Aber als gestern auch noch Nova absagen musste, wurde mir doch ein wenig mulmig. Wer sollte da noch die Tore schießen?
Pezzoni zum Beispiel. Nachdem gegen den BVB schon unsere Defensivleute vorne aushelfen mussten, besorgte diesmal Pezzoni für die frühe Führung. Einer der Spieler, die komplett unterschätzt werden. Aber erst seitdem Soldo Pezzoni als Abräumer installiert hat, steigern sich auch Petit und Maniche. Pezzoni verrichtet seinen Dienst unspektakulär, dafür aber enorm solide. Er hält dem Portugiesen-Duo den Rücken frei und steht nun sogar mal im Angriff am richtigen Fleck. Und so einen wollte ich eigentlich draußen lassen für das Spiel…
Obwohl der VfL recht schnell zurück kam, bewahrten wir die Nerven und suchten weiter den Weg zum Tor. Doch abermals sahen sich unsere Angreifer einem starken Ersatzschlussmann gegenüber. Nach Marc Ziegler in der Vorwoche, parierte nun Andre Lenz bärsenstark. Kurz vor der Pause gegen Chihi.
Wie man es besser macht, bewies Sebastian Freis. Er war anstelle von Novakovic im Angriffszentrum aufgeboten worden. Nicht Mc Kenna, sondern Freis. Der belohnte die Nominierung nicht nur mit einer gewohnt engagierten und laufstarken Leistung, sondern auch mit dem 2:1. Wie wichtig. Für Köln und für ihn. Ich mag Freis, weil ich seine Einstellung mag. Nur musste er endlich auch mal treffen.
Aufgelegt wurde der Treffer im Übrigen von Taner Yalcin, der für Podolski in der Startelf stand. Gleich im ersten Spiel legen die beiden sich gegenseitig auf. Respekt!
Freis wirkte wie beflügelt und obwohl Wolfsburg ein zweites Mal zurück kam, stürmte Köln immer wieder gezielt nach vorne. Da ist die enorme Schnelligkeit von Freis unersetzlich. Mit Leuten, wie ihm kann man den vermeintlichen Favoriten ganz elegant auskontern. Und wenn dann auch noch ein Chihi ebenso blitzschnell nachrückt, dann gewinnt man so eine Partie auch mal. Das i-Tüpfelchen unter diesem Abend.
Angetrieben von Freis und Chihi zeigte sich auch Maniche wieder erstarkt. Yalcin kann bei solchen Spielern weiter wachsen. Luxus.
Alles Friede, Freude, Eierkuchen?
Beileibe nicht!
Denn so schön es ist, dass es mittlerweile vorne richtig gut klappt (8 Tore in den letzten drei Spielen), dann fragt man sich, was unsere Defensive nun macht.
Haben sie sich gegen Dortmund immerhin als Torschützen ausgezeichnet, haben die Herren heute bedrohlich gewackelt. Allen voran Geromel und Mondragon.
Keine Ahnung, was da los war. Sicher kann einem gegen einen Dzeko schon mal schwindelig werden. Aber so verwirrt über den Platz zu irren. Bedenklich! Dass uns das mal nicht einreißt.
Was McKenna, der auf der Bank schmorrte da wohl gedacht haben mag?
Gegen Frankfurt müssen wir unsere defensive Sicherheit wiederfinden und vorne weiter so Dampf machen. Leute, wie Freis, Chihi und Pezzoni werden das Ding dann schon schaukeln. Für das Trio freut es mich wahrlich so unendlich.
Stimmen
Personalprobleme hatte sein Gegenüber auf Seiten des FC, Zvonimir Soldo, im Vergleich zur 2:3-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund. Zwar stand der nach Bronchitis genesene Geromel wieder zur Verfügung und rückte für McKenna in die Innenverteidigung, dafür aber fehlte mit Podolski und Novakovic der etatmäßige Angriff. Freis und Yalcin waren die Vertreter des Sturm-Duos.
Kölns Torschütze Freis freute sich: “Poldi und Nova sind ausgefallen. Jetzt waren wir Jungs aus der zweiten Reihe am Zug und haben bewiesen, dass wir auch Tore schießen können.”
Der Star des Spiels: Kevin Pezzoni. War vor allem in der ersten Halbzeit die ordnende Hand im Kölner Mittelfeld und setzte aus der defensiven Zentrale immer wieder offensiv Akzente. Krönte sein starkes Spiel mit seinem ersten Saisontor.
Zahlen und Daten
Platz: 13
Punkte: 21
Tore: 15
Gegentore: 20
Nächster Gegner: Eintracht Frankfurt






