Soll ich was schreiben? Muss ich? Nein! Aber ich kann. Also werde ich. Nicht, dass noch jemand denkt, dass ich in tiefer Trauer versunken bin und mir die Worte fehlen, obwohl ich doch eigentlich nur meinen Urlaub genieße und eine Woche ohne Internet hinter mir habe, die durchaus erholsam war. Obwohl ich beide Eff Zeh-Spiele irgendwie verfolgt habe. Oder weil?
Denn so schlecht waren die beiden Partien gar nicht. Gegen Bremen muss man eine Niederlage einrechnen. Gegen einen Aufsteiger sollte man doch zwingend gewinnen, auch wenn die Heimschwäche der Vorsaison und die Bilanz gegen Lautern schon Vorwarnung genug sein sollte.
Gegen den FCK haben wir uns früh selber bestraft. Oder wurden wir vom Mann in schwarz bestraft? Wie eine Woche später auch gegen Bremen? Müßig, darüber zu spekulieren. Aus meiner Sicht kann man sowohl rot geben, als auch auf den Punkt zeigen. Mohamad ist einfach dumm reingegangen und wer gegen Marin spielt, der weiß einfach, dass er gern fällt. Ergo: Dummheit.
Und trotzdem sind wir danach nicht zusammen gebrochen. Gegen den FCK gab es nicht nur die Führung in Unterzahl, sondern danach noch einige gute Möglichkeiten. Gegen Werder zeigte die Mannschaft Moral. Besonders Poldi zeigt sich wie ausgewechselt. Er lässt sich nicht hängen, sondern kämpft weiter und sucht unentwegt den Abschluss. Wenn er so weitermacht, wird er am Saisonende die zehn Tore-Hürde locker überspringen.
Bezeichnend!
45. Minute. Köln in Ballbesitz. Spielaufbau in der eigenen Defensive. Während sich Mc Kenna und Mohamad noch den Ball zuspielen, rückt Brecko schon ein Stück vor. Meterweise, bis zur Mittellinie. Und darüber hinaus. Lanig, der den Slowenen sieht, lässt sich fallen und rückt etwas nach außen. Als der Ball auf die linke Seite kommt, wagt sich Brecko weiter nach vorne. Jajalo spielt diagonal. Direkt in den Lauf von Brecko. Der flankt direkt. Der Ball segelt auf Novakovic’ Kopf. Tor!
So stellt sich Soldo das Spiel vor. So könnten es die Kölner Fans in Zukunft öfter sehen. So klappt, was das Personal hergibt.
Gut, Meuselwitz war kein Gradmesser. Die Leistung nicht doll. Aber gute Ansätze waren erkennbar. Wie halt beim 2:0.
Soldo hatte immer betont, dass er offensive Außen benötigt. Brecko ist nicht der klassische Flügelflitzer. Auch im Pokal sah man ihn nicht unentwegt die Linie langpreschen. Aber gezielte Attacken lief er doch. Er muss sich auch an die neuen Anforderungen gewöhnen. Dabei gehen Flanken auch mal weit vorbei. Aber gelegentlich passt es. Wie beim 2:0 oder circa eine viertel Stunde zuvor, nachdem seine (wohl leicht verunglückte) Flanke auf dem Schlappen von Freis landete, der volley abzog und das 2:0 nur knapp verpasste.
Ich habe mich mal mit einem Thema beschäftigt, dass mich schon länger beschäftigt. Ein Logo für Spielfeldrand. Das sollte immerhin kurz vor dem Saisonstart feststehen. Das Logo wird dann im Header eingebunden sowie auf der Facebook-Seite.
Genau dort habe ich nun erste Entwürfe hoch geladen und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung dazu verraten würdet. Farblich und in der Schriftart lässt sich immer noch was machen. Die www-Adresse, die noch auf allen Entwürfen zu sehen ist, wird entfernt, sobald eine Entscheidung gefallen ist.
Auftakt geglückt. 3:1 gegen Borussia Dortmund. Also die Zweite. So wie unsere. Regionalliga West. Tabellenführer. Nach dem ersten Spieltag. Bravo, Glückwunsch! Zu einem Dreier, der am Ende noch arg wichtig werden könnte.
Denn es galt die Punkte jetzt einzufahren. Am Wochenende. Noch bevor die Profis ins Pflichtspielprogramm einsteigen. Dann nämlich werden beim FC II nicht mehr die selben Spieler auflaufen können.
Ich finde es ohnehin gut, dass keine alten Hasen im Team aufgenommen wurden. Also Profis, die in der ersten Mannschaft nicht zum Einsatz kommen und dann drei Klassen tiefer immerhin Spielpraxis sammeln können.
Aber schaut man sich den aktuellen Kader an, finden sich mal sechs Spieler darin, die in der Bundesliga angreifen wollen. Zumindest gehören sie zum erweiterten Kreis und sollen Druck aufbauen. Salger gehört wohl schon zur ersten Mannschaft. Andere sind auf dem Sprung.
Erinnert ihr euch noch? Ist nur ein paar Wochen her. Fußball-WM. Südafrika. Public Viewing. Deutschland. Autos. Fahnen. Fähnchen. Im Wind. Und Fahnen am Seitenspiegel.
Ich finde ja die kleinen Deutschland-Fahnen, die seit knapp vier Jahren im zweijährlichen Rhythmus durch die Straßen geflattert werden ganz nett, aber nicht wirklich hübsch. 2010 haben sich die Hersteller nicht lumpen lassen und einige neue Produkte auf den Markt geworfen. Nicht nur die Magnetfahnen für die Tür, sondern vor allem die Fahnenstulpen für die Spiegel. Die finde ich ehrlich gesagt ganz cool und hab die gern gesehen.
Kann man den Wert eines Testspiels knapp drei Wochen vor Saisonbeginn messen? Ich glaube nein.
Schreibt Jens von Catenaccio. Geht mir ähnlich, aber eine torlose Partie gegen einen Fünftligisten geht dann doch zu weit.
Selbst, wenn in Geromel, Lanig und Podolski drei Stammspieler fehlten.
Da muss einfach mehr bei rausspringen. Vielleicht hätten die Jungs vorher mal nach Hannover blicken sollen.
Sei’s drum, man muss befürchten, dass es ähnlich wird, wie letzte Saison. Hinten zwar ziemlich stabil, aber in den Offensive harmlos. Freis braucht denke ich das uneingeschränkte Vertrauen, wie zu Beginn der letzten Rückrunde, um dann auch im Abschluss erfolgreich zu sein. Aktuell weiß er, dass er nicht die Nummer eins ist. Nova versucht es immer wieder, lässt aber seine Präzision vermissen. Ionita sucht den Abschluss, ihm versagen aber noch zu oft die Nerven und hin und wieder ein Abspiel wäre auch schön. Podolski braucht einfach noch Zeit.
Chihi und Schorch fehlen verletzt einige Woche.
Nova durch die WM verspätet eingetroffen.
Poldi noch viel später am Geißbockheim, zudem völlig unvorbereitet.
Soldo sieht keine Verstärkungen im Kader.
Giannoulis ist erstmal LV Nummer drei.
Gerade gegen starke Gegner nicht sonderlich erfolgreich.
Und nun? Auch das noch!
„Bei Pedro ist die alte Verletzung wieder aufgetreten. Wir gehen von etwa 14 Tagen Ausfallzeit aus, danach kann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“.
Nochmal Kicker Sonderheft. Wieder 1. FC Köln.
Natürlich war mir bewusst, dass wir in diesem Sommer keine großen Sprünge machen konnten. Auf dem Transfermarkt. Ich dachte aber, dass es schon die Bestrebung ist, den Kader aufzuwerten und gezielt zu verstärken. Nicht nur in der Breite.
Ich war davon ausgegangen, dass das auch Soldo so sehen sollte. Aber:
Soldo: Was heißt Verstärkungen? Wir wollen die Mannschaft verjüngen.
Wenn man auch Buchtmann schaut und die Nachwuchsspieler, die hoch gezogen werden, kann man die Aussage von Soldo absolut verstehen. Hier geht es um Verjüngung und Verbreiterung des Kaders.
Es ist mir die letzten Wochen schon vermehrt aufgefallen, dass der Kicker versucht jünger zu werden. Hier eine andere Schrift, dort ein neues Layout und woanders eine leicht andere Sprache.
Beispiel gefällig?
Gern, natürlich im Kicker Sonderheft, das ich mir ohne zu überlegen zulegen musste:
Kölns “DJ” könnte die linke Seite nach Pierre Womes Abgang am ehesten rocken.
Damit ist dann wohl auch klar, welche Musik gespielt werden sollte, wenn Ehret demnächst mal ins Tor trifft.
WeiterlesenDa isser also: Andrézinho heißt der Mann, der Miso Brecko auf rechts Druck machen soll. Auf Miso und auf der Flanke. Der 28-jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Links kann er wohl auch, technisch beschlagen als Brasilianer ist er fast zwangsläufig und alles weitere habe ich schon mal zusammengefasst.
Wenn er Stammspieler wird, hängt ein Teil der Zukunft von Zvonimir Soldo an seinen Beinen. Denn unser Trainer hat sich einen Außenverteidiger gewünscht, der offensiv Akzente setzt. Weil es im Mittelfeld keine Flügelspieler mehr gibt, muss dass der Verteidiger übernehmen. Das kriegt Andrézinho wohl hin. ABER:
Im Rückwärtsgang werden ihm Aussetzer nachgesagt.
Das erinnert mich ad hoc an Pierre Womé. Mir ist in der Viererkette ein Defensivmann wesentlich lieber. Auch wenn ich das Flügelspiel dann vermissen würde und kritisieren würde, weil von außen nichts kommt. Wenn hinten die null steht, ist mir das lieber, als wenn unser Außenverteidiger im Angriff rumturnt.
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