Langsam gerät das Fansein an verschiedenen Stellen komplett aus den Bahnen. Ich finde den Schwarzen Block nicht verkehrt, wenn er sich gezielt dafür einsetzt, wieder mehr Stimmung in deutsche Stadien zu bringen und auch mal kritische Akzente zu setzen. Dass dabei weniger die Vereinsfarben getragen werden, steht für mich immer noch im Gegensatz zu meiner Definition von Anhänger, aber der Ansatz ist nicht der Verkehrteste. In einigen Bundesligastadien haben diese Fangruppierungen neuen Schwung und mehr Stimmung gebracht (wenn ich das – teils aus der Entfernung – richtig sehe). Zwar ziehen die “Schwarzen” oftmals ihr eigenes Ding durch, aber vielleicht wird das ja auch noch was. Im netten Miteinander mit den Jungs und Mädels aus dem eigentlichen Fanblock. Dort gibt es schließlich auch korrekte Leute, wenn auch nicht nur.
Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
Die fußballerischen Netzfundstücke des Tages. Das war wichtig, das hat bewegt, das wird diskutiert. Der Fußball-Überblick von Spielfeldrand – Das Magazin: Mit, aber nicht nur über den 1. FC Köln.
Dreiklassengesellschaft in der Bundesliga. Die Würfel sind schon nach dem 25. Spieltag gefallen.
Die Gerüchteküche brodelt wieder. Juventus Turin spielt dabei eine gewichtige Rolle. Angeblich soll Juve an Schalkes Kuranyi interessiert sein. Geromel steht zudem im Fokus und schlussendlich auch Bayerns Ribéry. Hier wird die Sache dann nicht nur spaßig, sondern richtig interessant. Glaubt man nämlich diversen Gazetten (oder einfach mal dem Videotext) Glauben schenken darf, dann ist ein Tauschgeschäft angedacht. Turin bekommt den Franzosen und gibt dafür im Gegenzug Diego ab. Der Brasilianer, der in der Serie A nicht glücklich zu werden scheint, wäre zurück in der Bundesliga, wo er sich wohl fühlt und gefeiert wurde. Er wäre bei dem Verein, der ihn angeblich schon einmal haben wollte.
Welt online hat heute zum ultimativen Nationalelf-Voting aufgerufen. Alle Fußballfans sind aufgerufen, sich durch die PI-erzeugende Klickstrecke zu klicken und zu entscheiden, wer mit nach Südafrika müsste. Über 70 Klicks sind es bis zum Glück. Dann steht fest: Ballack ist nicht der Leistungsträger Nummer ein, Tasci muss in Deutschland bleiben, Boateng spielt Innenverteidiger.
32. Minute in Köln. Lukas Podolski läuft an, zieht ab und hämmert den Ball ins Münchner Tor. Nach 1.424 Minuten hatte der Nationalstürmer seine Torflaute beendet und seine Kritiker mit einer in diesem Spiel starken Leistung mundtot gemacht. Gleichzeitig dürfte einigen Münchner Verantwortlichen die Kinnladen runter gefallen und deren vergangene Aussagen im Hals stecken geblieben sein. Denn mit nur einem Treffer zimmerte der Prinz seinen ehemaligen Verein auf eine Stufe mit Liechtenstein, Aserbaidschan, Thailand, Luxemburg, Zypern und San Marino.
Denn Uli Hoeneß und Co. hatten nur allzu gern festgestellt, dass der Poldi nur gegen kleine Gegner treffen würde. Seine gute Torquote in der Nationalelf stammt schließlich nur von seinen Erfolgen gegen die Underdogs der Welt. Stimmt, aber selbst da muss man auch treffen! Egal, sei’s drum. Mir im Endeffekt ziemlich egal, was dort aus München immer für Frosteleien durch den Blätterwald geschleudert sind.
Nun also München. Nachdem wir durch das torlose Remis gegen Leverkusen wieder etwas Oberwasser erhalten haben und nun etwas beruhigter dreischauen, müssen wir noch diese eine Hürde nehmen, ehe es wieder etwas einfacher für Köln wird.
Dabei lauert in der Partie eine große Gefahr.
Klar wollen sich die Spieler beweisen. Natürlich wollen wir auch den FCB etwas ärgern. Sicherlich täte uns ein weiterer Punkt ganz gut.
Aber schlussendlich müssen wir weiter schauen. Auf die kommenden Aufgaben. Da müssen wir punkten!
Nein, ich habe nicht die Schnauze voll von dieser Saison. Nein, ich freue mich nicht schon auf die Fußball-Weltmeisterschaft (wenn ich entscheiden dürfte, würde ich immer Bundesliga wählen). Trotzdem gibt es einen Grund, warum ich mich auf das Ende der Rückrunde freue. Einen fußballerischen, wenn auch nicht sportlichen.
In dieser Woche habe ich mich entschieden, Spielfeldrand einmal komplett umzukrempeln. Die Ideen sind schon recht weit fortgeschritten. Am liebsten würde ich sogar gleich jetzt anfangen, aber beuge mich einfach mal den Zeiten der Saison, um einen eleganten “Schnitt” zu machen.
Ab diesem Jahr möchte ich einmal im Monat wissen, wer aus eurer Sicht der Spieler der letzten Wochen beim 1. FC Köln war? Nicht allein Zahlen sollen dabei entscheiden, sondern der Gesamteindruck. Die Leistung und die Einstellung oder ganz besondere Aspekte außerhalb des Rasens können in eure – rein subjektive – Abstimmung mit einfließen. Auch “Externe”, also Nicht-Kölner sollen, dürfen und müssen sich beteiligen. Ich bin gespannt, wie euer Eindruck von unseren Kickern ist.
Um mitzumachen, einfach hier abstimmen und in einer Woche haben wir das Ergebnis.
Eigentlich sind ja die Schweizer diejenigen, die als neutral gelten. Seit gestern Abend kann der 1. FC Köln seine Schweizer Staatsbürgerschaft beantragen.
Gestern Abend wollte ich als Überschrift “Die Meistermacher” schreiben. Ganz in der Annahme, dass der FC Bayern gegen Hamburg gewinnt und somit an B04 vorbeizieht und sich die Tabellenführung nicht mehr nehmen lassen wird. Köln hätte dann dafür gesorgt, dass Lever- auch in diesem Jahr Vizekusen bleibt.
Doch dann kramte ich ein wenig im Gedächtnis und möchte mich aus solchen Spekulationen und Wortschöpfungen lieber raushalten und leicht distanzieren. Wäre schließlich auch enorm vermessen, wobei ich mir ein Schmunzeln natürlich nicht verkneifen könnte, wenn es denn so kommt. Immerhin etwas, was die Jungs dann in dieser Saison geleistet hätten.
Schadensbegrenzung. Darum geht es am Samstag. Zumindest für mich. Nach der bitteren 1:5-Klatsche gegen Stuttgart müssen wir nun wieder was für unsere Psyche tun. Ich erwarte keinen Sieg. Selbst ein Remis wäre vermessen. Aber immerhin eine anständige Leistung und nicht mehr als zwei Gegentore. Bitter nur, dass gerade jetzt Bayer 04 Leverkusen kommt.
Vor deren Offensive habe ich echt Angst. Da muss uns was einfallen, damit wir nicht komplett unter die Räder geraten. Wir werden nicht ins offene Messer laufen, das scheint schon jetzt klar. Aber wir müssen zu unserer defensiven Ordnung finden. Unsere Viererkette wird enorm unter Druck stehen. Hier müssen allen voran Mohamad und Geromel wieder Turm in der Schlacht sein.
Dieser Hühnerhaufen da hinten. Die letzten drei Niederlagen und die vielen Gegentore zum Rückrundenbeginn sind kein Problem unserer Offensive, sondern ganz allein der Abwehr. Klar sollen unsere Stürmer auch nach hinten arbeiten. Petit, Pezzoni und Maniche machen das ohnehin. Chihi und Freis rackern eh. Podolski hat sich gegen Stuttgart auch wieder kämpferischer gezeigt. Novakovic zeigt hier Abstriche, aber man braucht auch einen Mann, der mal vorne auf den schnellen Kontern lauert. Einzig allein Tosic muss hier noch mehr für die Mannschaft tun. Das läuft also.
Die Gegentorflut hat ganz klar was mit einem dramatischen Leistungsabfall unserer Defensive zu tun.
Vor dem Spiel hatte ich leichte Bauchschmerzen. Aus taktischer Sicht. Maniche wurde suspendiert, nachdem er beim Trainings lustlos agiert hatte. Bähm. Er war zuletzt sicher nicht schlecht. Seine Erfahrung tut uns gut. Seine Kommandos ziehen. Aktuell ist er der zentrale Mann, den wir vor der Saison gesucht haben.
Dann gab Zvonimir Soldo abermals Podolski eine Chance. Nach seinen schwachen Auftritten zuletzt. Stattdessen musste Freis abermals auf der Bank Platz nehmen.
Das konnte ja nur schief gehen.
Ist es bekanntlich auch. 1:5 hieß es am Ende gegen den VfB Stuttgart.
und doch…
Soldo hat alles richtig gemacht!